Christiani Wetter

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Die Welt steht in Flammen, alle sind empört, niemand liest mehr als die Überschrift und wir spielen Don Karlos.Ein Stück...
11/06/2026

Die Welt steht in Flammen, alle sind empört, niemand liest mehr als die Überschrift und wir spielen Don Karlos.

Ein Stück über Liebe, Macht, Freiheitssehnsucht, gekränkte Männer, politische Visionen und die spektakuläre Fähigkeit des Menschen, private Katastrophen in Staatskrisen zu verwandeln.

Schiller hat das vor über 200 Jahren geschrieben. Man würde gern sagen: erstaunlich aktuell. Aber eigentlich ist es eher unerquicklich aktuell.

Also kommen Sie, kommen Sie vorbei, bevor die Realität das Stück endgültig einholt.

Die letzten Vorstellungen mit Thomas Beck, Ralf Beckord , Antonia Jungwirth, Alisa Kunina, 𝚁𝙾𝚂𝙰𝙻𝙸𝙴 𝙼𝙰𝙴𝚂 und mir, sowie Oliver Vorwerk, , Albi Büchel, HILTI MARTIN, .susunny u.v.m.

Und ja: The Vampire’s Wife ist zurück. Diesmal allerdings als Marquis de Posa. Man wird älter, die Kleider werden dunkler, die Freiheitsideale grösser.

📍 Théâtre National du Luxembourg | TNL Théâtre National du Luxembourg

🎪 11.06. | 19:30
🎪 13.06. | 19:30
🎪 14.06. | 17:00

Danach ist Schluss. Zumindest mit Don Karlos.

Mein Sohn hatte ein ferngesteuertes Speedboot dabei. Offenbar gehört das heutzutage zur Grundausstattung eines Siebenjäh...
03/06/2026

Mein Sohn hatte ein ferngesteuertes Speedboot dabei. Offenbar gehört das heutzutage zur Grundausstattung eines Siebenjährigen. „Wir könnten es im Kanal fahren lassen.“ Alle Erwachsenen reagierten gleichzeitig. „Nein.“ Zu gefährlich. Zu riskant. Doch die Hitze hatte meinen Widerstand gebrochen. Wir gingen also zum Binnenkanal hinter dem Minigolfplatz.
Das Boot setzte sich in Bewegung.
Es flitzte über die Wasseroberfläche. Elegant. Schnell. Und ich dachte mir schon: Du machst dir immer unnötige Sorgen. Genau in diesem Moment drehte sich das Boot auf den Rücken.
Es reagierte nicht mehr auf die Fernsteuerung und begann stattdessen, mit erstaunlicher Geschwindigkeit davonzuschwimmen.
Hinter mir hörte ich meinen Sohn nach Luft schnappen. Vielleicht ist Liebe am Ende einfach die Unfähigkeit, die Enttäuschung eines geliebten Menschen auszuhalten.
Jedenfalls schwamm ich Sekunden später im Binnenkanal. Mit Schuhen, Sonnenhut, Sonnenbrille und meinem langen schwarzen Jumpsuit. Wie eine Mischung aus Indiana Jones und gescheiterter Influencerin kämpfte ich mich durch Schlamm, Strömung und Mückenschwärme. Immer dem flüchtenden Boot hinterher.
Irgendwann hielt ich es tatsächlich in den Händen. Gerettet. Nass bis auf die Knochen kehrte ich triumphierend ans Ufer zurück. Bereit für Dankbarkeit. Bewunderung. Vielleicht sogar einen kleinen Applaus. Mein Sohn betrachtete das Boot. Dann mich. Und sagte: „Jetzt musst du dich aber wirklich umziehen.“
Das war alles.
Am Abend erzählte er zuhause stolz: „Wisst ihr, was heute passiert ist? Das Boot ist auf den Kopf gefallen und es ist nicht mal Wasser reingekommen!“ Kein Wort über meinen heldenhaften Einsatz.
Nichts.
Zum Glück existiert ein Video. Und dieses Video werde ich aufbewahren. Für den Tag, an dem mein Sohn Teenager ist und an der Coolness seiner Mutter zweifelt.
Dann wird die Wahrheit ans Licht kommen.

Habibi Nour.
23/05/2026

Habibi Nour.

Am vergangenen Donnerstag durfte ich in der Talkreihe „Truuba Schwätz“ in der  mit Ruth Kramer (u.a.  ) und Kathrin Sche...
12/05/2026

Am vergangenen Donnerstag durfte ich in der Talkreihe „Truuba Schwätz“ in der mit Ruth Kramer (u.a. ) und Kathrin Schertler-Secli () sprechen – über Design, Atmosphäre, ihr gemeinsames Projekt in der Traube Buchs, ihre Zusammenarbeit und vieles, was dazwischen liegt.

Es ging um Entscheidungen, um Genauigkeit und darum, wie Räume entstehen, die mehr sind als nur schön – nämlich stimmig. Besonders spannend fand ich, wie unterschiedlich ihre Zugänge sind und wie klar gleichzeitig ihr gemeinsamer Anspruch ist: Dinge ernst nehmen, genau hinschauen und dem, was entsteht, Zeit geben.

Danke euch beiden für das offene, kluge und zugleich sehr lebendige Gespräch – und für euren Blick auf Details, die oft im Verborgenen bleiben.

„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“Und dann ...
04/05/2026

„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“

Und dann steht man da auf der Bühne und denkt sich: Ja, stimmt halt einfach.

Morgen spielen wir die letzte Vorstellung von Anna Karenina in dieser Spielzeit in Luxemburg. Und ganz ehrlich: Es war schon ziemlich schön. Also wirklich. Ausverkauft, immer volles Haus und Warteschlangen, große Nachfrage — und ein Publikum, das mitgeht, mitfühlt.

Und dann dieses Ensemble. Wirklich. So tolle, kluge, lustige, feine Kolleg*innen — auf und hinter der Bühne. Da geht man gern jeden Abend hin. Selbst wenn man eigentlich müde ist. Oder denkt, man kann nicht mehr. Kann man dann doch.

Es ist ein echtes Privileg, Teil davon zu sein.

Jetzt packen wir das Ganze ein und nehmen es mit ans . Und kommen nächste Saison wieder zurück ans .luxembourg. Zum Glück.♥️

Regie: Frank Hoffmann
Dramaturgie und Bühnenfassung:
Bühne: Ben Willikens
Bühnenbildmitarbeit: Bernhard M. Eusterschulte
Kostüme: Susann Bieling,
Musik und Soundeffekte: René Nuss
Licht: Daniel Sestak
Maske. Joël Seiller
Regieassistenz: Stella Riolino

Mit: .jj.baum, , , , , ,

Fotos:

„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“Und dann ...
04/05/2026

„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“

Und dann steht man da auf der Bühne und denkt sich: Ja, stimmt halt einfach.

Morgen spielen wir die letzte Vorstellung von Anna Karenina in dieser Spielzeit in Luxemburg. Und ganz ehrlich: Es war schon ziemlich schön. Also wirklich. Ausverkauft, immer volles Haus und Warteschlangen, große Nachfrage — und ein Publikum, das mitgeht, mitfühlt.

Und dann dieses Ensemble. Wirklich. So tolle, kluge, lustige, feine Kolleg*innen — auf und hinter der Bühne. Da geht man gern jeden Abend hin. Selbst wenn man eigentlich müde ist. Oder denkt, man kann nicht mehr. Kann man dann doch.

Es ist ein echtes Privileg, Teil davon zu sein.

Jetzt packen wir das Ganze ein und nehmen es mit ans . Und kommen nächste Saison wieder zurück ans .luxembourg. Zum Glück.♥️

Regie: Frank Hoffmann
Dramaturgie und Bühnenfassung:
Bühne: Ben Willikens
Bühnenbildmitarbeit: Bernhard M. Eusterschulte
Kostüme: Susann Bieling,
Musik und Soundeffekte: René Nuss
Licht: Daniel Sestak
Maske. Joël Seiller
Regieassistenz: Stella Riolino

Mit: .jj.baum, , , , , Luc Schiltz,

Fotos:

Aber eigentlich war der Busbahnhof vor allem eines: der Absprung. In die grosse Welt. Also in unserem Fall nach Buchs od...
28/04/2026

Aber eigentlich war der Busbahnhof vor allem eines: der Absprung. In die grosse Welt. Also in unserem Fall nach Buchs oder Feldkirch. Was sich damals angefühlt hat wie New York, nur mit niedrigeren Häusern. Diese Mischung aus Parfüm, Fast Food und irgendwie Ausland.
Und plötzlich war man anonym. Kein „ah, du bist doch die vom…“. Niemand wusste, wer man ist. Ich glaub, dort hab ich angefangen, Städte zu lieben. Dieses Gefühl, dass man einfach verschwinden und gleichzeitig auftauchen kann.
Im Bus war klar: Ganz hinten sitzen. Das war Gesetz. Wer vorne sass, hatte entweder einen schlechten Tag oder keine Freunde. Hinten war man cool. Hinten war Freiheit.
Jetzt steh ich da und überleg kurz, ob ich wirklich einsteigen soll. Der Fahrer nickt, ich nick zurück, ein bisschen zu engagiert. Ganz nach hinten schaff ich’s nicht mehr. Ich setz mich auf diesen Einzelplatz gleich hinter dem Busfahrer, der eigentlich auch für zwei reichen würde, wenn man sich sehr nahe kommen will. Kopfhörer rein, Podcast an. Schon komisch eigentlich: Fremden Menschen hört man gern zu, wenn sie durch die eigenen Kopfhörer sprechen. Aber die Menschen um einen herum will man oft gar nicht hören.(…)
chräg hinter mir telefoniert einer und sagt ungefähr zehnmal: „Nein, das glaub ich jetzt nicht.“ Es scheint wichtig zu sein.
Früher hätte ich mich vielleicht eingemischt, oder mitgelacht. Heute beobachte ich mehr. Mit so einem leichten Abstand. Und ehrlich gesagt auch ein bisschen aus Selbstschutz. Im Bus gibt es nämlich immer jemanden, der sich zuständig fühlt. Für Ordnung, für Lautstärke, für das allgemeine Benehmen der anderen. Und wenn man Pech hat, ist man selbst gemeint.
Diesmal nicht. Aber ich zuck trotzdem innerlich zusammen. Weil man ja nicht einfach weg kann. Man ist da drin gefangen. Bis zur nächsten Haltestelle.(…)
Ich steig aus, schau dem Bus nach und überlege, ob ich nicht einfach sitzen hätte bleiben sollen.
Einfach nur, um zu schauen, was noch so passiert.
Oder wer man selbst noch wird.

Fotos:

Motherhood bliss klingt nach Duftkerze, smoother Playlist, halbwegs sauberer Küche.Ist es aber nicht.Ist eher: Diskussio...
26/04/2026

Motherhood bliss klingt nach Duftkerze, smoother Playlist, halbwegs sauberer Küche.
Ist es aber nicht.

Ist eher: Diskussionen über Brotdoseninhalt und Fernsehzeiten.
Ein kleiner Mensch mit sehr klaren Meinungen und dem Wunsch nach Frisuren wie Beyblade Figuren.
Und du irgendwo dazwischen, leicht überfordert, leicht genervt, immer voller Liebe, komplett drin.

Du denkst öfter: Wow, ich bin jetzt die Erwachsene hier. Ich.
Fühlt sich nicht immer überzeugend an.

Und dann passiert’s halt doch.
Ihr lacht über denselben Quatsch.
Führt Gespräche die ausschließlich aus Miauen bestehen.
Esst zum dritten Mal in der Woche Pizza.
Oder er erzählt dir irgendwas völlig Banales
und es ist plötzlich das Wichtigste auf der Welt.

Das hier.

Nicht perfekt.
Aber ziemlich gut.
#🛼

Was macht einen Raum zu einem Ort, an dem man bleiben möchte?Was lässt Atmosphäre entstehen — und wann beginnt sie, uns ...
09/04/2026

Was macht einen Raum zu einem Ort, an dem man bleiben möchte?
Was lässt Atmosphäre entstehen — und wann beginnt sie, uns zu berühren?

Bei „Truuba Schwätz“ sprechen wir genau darüber:
Über Raumästhetik, Wahrnehmung und die feinen Entscheidungen, die ein Gefühl von Zugehörigkeit schaffen.

Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit
Interior Designerin Ruth Kramer — dem ästhetischen Auge der Traube —
und Katharina Schertler Secli, Visionärin und Gastgeberin des Gasthaus Traube in Buchs.

Ein Abend über Ästhetik & Atmosphäre — und darüber, warum Räume mehr sind als das, was wir sehen. 🤍

📍 , St. Gallerstrasse 7, 9470 Buchs SG
🗓 07. Mai 2026
🕰 18:30 – 21:00
💰 CHF 20.– inkl. Willkommensgetränk (zahlbar vor Ort)

„Wenn ich nach Vaduz reinge-radelt bin, hatte das alles diese seltsame Mischung aus Kleinstadt und Aufbruch. Rosengarten...
08/04/2026

„Wenn ich nach Vaduz reinge-radelt bin, hatte das alles diese seltsame Mischung aus Kleinstadt und Aufbruch. Rosengarten, volle Cafés, Menschen, die so aussahen, als hätten sie irgendwo noch Grosses vor, und dabei im «Engel», im «Vanini» oder im «Real» einfach nur dasassen und Kette geraucht haben. Bei Tomi’s Eisdiele Schlumpfeis holen, danach zum Bonbonladen, in dem meine Oma mir Karamell gekauft hat, die die Zähne verklebten. Nebenan Schampus Junior für Kinder mit genug Taschengeld. Im «Vaduzerhof» lief Livemusik, und es lag etwas Kosmopolitisches in der Luft.
Ich habe nie ganz verstanden, warum genau solche Orte verschwinden mussten.
Warum man Dinge, die Leute gern hatten, nicht einfach gepflegt oder renoviert hat.
Der Engel, das Real, manche Plätze - sie fehlen. Und man hört das ja immer wieder, dieses «Ach ja, da war noch was los im Städtle.» Und man nickt und weiss genau, was gemeint ist. Stattdessen gibt es jetzt sehr viele Uhren zu kaufen. So viele, dass man sich fragt, wer die alle tragen soll.
Heute ist vieles glatter, moderner. Es wird gebaut, geplant, verdichtet. Mehr Wohnraum, mehr Möglichkeiten, mehr von allem. Denn alles hat heute eine Funktion, alles muss sich lohnen. Und man merkt es daran, dass man zwar mehr Raum hat, aber weniger Gründe, ihn zu nutzen. Man geht arbeiten, man kommt heim und lebt nebeneinander her.
Es fehlt dieses Durcheinander, dieses Zufällige, dieses «Bleiben wir noch kurz», das dann ausartet. Dieses Gefühl, dass man irgendwo sein kann, ohne dass es sofort einen Zweck erfüllen muss. Dass nicht alles dem Geldverdienen untergeordnet ist.
Vielleicht brauchen wir nicht nur mehr Wohnraum, sondern wieder ein bisschen mehr Leben zwischen den Häusern.
Und ein bisschen weniger das Gefühl, dass man nur kurz da ist, bevor man schon wieder weg muss.“

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