29/05/2026
This is what digital audio needed all along!
After 40 years digital audio has grown up and beats all historic achievements in the recorded arts!
The Unified Time Domain eco system of MASTER FIDELITY NADAC-S, -D & -C is what brings the recorded sound HOME. The Spirit of Turtle fully embraces and endorses this new chapter and with the current audio formats like IMMERSIVE Auro-3D, the results are simply mesmerizing. High Street Studio acoustics and control-/mastering room playback bring the enjoyment of true and honest music making to a whole new level!
Dominique Brulhart
Weishen Xu
Schüring High End
Rhapsody - Zen & the art of fine audio
HifiGroov
Audio Artistiek
Sound Works Vienna
Master Fidelity NADAC S: Wenn die Quelle Teil des Wandlers wird
Digitales High End hat ein Talent zur Übertreibung. Kaum ein neues Gerät kommt ohne Revolution, Durchbruch oder Paradigmenwechsel aus. Oft bleibt am Ende ein schön verpacktes Versprechen zurück – technisch interessant, klanglich respektabel, aber selten wirklich zwingend.
Bei Master Fidelity bin ich vorsichtiger mit schnellen Urteilen. Aus gutem Grund.
Ich besitze selbst die Kombination aus NADAC D und NADAC C von Master Fidelity. Und diese Kombination gehört zu den ganz wenigen digitalen Lösungen, die mich mit digitaler Wiedergabe wirklich versöhnt haben. Nicht, weil sie analog klingen will. Nicht, weil sie den Klang weichzeichnet oder schmeichelt. Sondern weil sie etwas kann, das viel seltener ist: Sie bringt Ordnung, Fluss, Timing und musikalische Spannung zusammen, ohne dabei nach Technik zu klingen.
Aktuell betreibe ich NADAC D und NADAC C noch mit einem MacBook als Quelle. Das wirkt auf den ersten Blick fast unspektakulär, hat sich in meiner Kette aber als ausgesprochen überzeugend erwiesen. Der Grund ist einfach: Das NADAC-Konzept entfaltet seine besondere Stärke über USB-C. Damit war das MacBook bei mir bislang überzeugender als nahezu alle mir bekannten Streamer, die einen Wandler klassisch über AES/EBU oder koaxial versorgen.
Mit dem neuen NADAC S Music Server könnte sich diese Situation nun ändern.
Denn der NADAC S ist offenbar nicht als weiterer Luxus-Streamer gedacht, der mit edlem Gehäuse, ein paar wohlklingenden Bauteilnamen und audiophiler Aura um Aufmerksamkeit wirbt. Er scheint vielmehr das fehlende Glied im NADAC-System zu sein: eine digitale Quelle, die sich derselben Zeitordnung unterwirft wie Clock und DAC.
Das ist der entscheidende Gedanke.
Digitale Musikwiedergabe besteht nicht nur daraus, Daten vollständig von A nach B zu bringen. Das ist die Pflicht. Die Kür beginnt dort, wo Zeit ins Spiel kommt. Wann erreicht das Signal den Wandler? Wie stabil ist der Takt? Wie ruhig bleibt die Übertragung? Wie wenig Unruhe entsteht zwischen Quelle und Wandlung?
Master Fidelity beantwortet diese Fragen beim NADAC S mit einem konsequenten Konzept. Der Server kann über eine 10-MHz-Referenz mit dem NADAC C Master Clock verbunden werden. Damit läuft die Quelle nicht mehr als eigenes, losgelöstes Element neben dem DAC. Sie wird in dieselbe Zeitdomäne eingebunden.
Das klingt zunächst nach einem technischen Detail. In Wahrheit berührt es den Kern dessen, weshalb der NADAC D so außergewöhnlich spielt. Wenn ein Wandler derart kompromisslos auf zeitliche Präzision ausgelegt ist, dann ist es nur folgerichtig, die digitale Quelle davor nicht als Nebendarsteller zu behandeln. Sie muss Teil der musikalischen Ordnung werden.
Für den NADAC D ist deshalb der USB-C-Weg des NADAC S besonders interessant. Er ist nicht einfach ein Anschluss unter vielen, sondern der zentrale Pfad zwischen Quelle und Wandler. Synchronisiert, sauber versorgt, mechanisch stabil ausgeführt – und offenbar entwickelt mit dem Anspruch, die besondere Arbeitsweise des NADAC-Systems vom ersten digitalen Schritt an fortzuführen.
Auch sonst folgt der NADAC S nicht der üblichen Logik „mehr Funktionen, mehr Daten, mehr Bling“. Das Gerät setzt auf stabile Versorgung, aufwendige Taktführung, lüfterlosen Betrieb und eine Architektur, die darauf ausgerichtet ist, Störungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Das ist weniger spektakulär als große Worte, aber viel interessanter für jeden, der weiß, wie empfindlich digitale Wiedergabe auf kleinste Unsauberkeiten reagieren kann.
Für mich ist daran vor allem eines spannend: Der NADAC S könnte aus der Kombination NADAC C und NADAC D endlich ein wirklich geschlossenes digitales System machen. Nicht Quelle hier, Wandler dort, Clock irgendwo dazwischen – sondern ein gemeinsames Konzept vom ersten digitalen Impuls bis zum analogen Ausgang.
Ob das in der Praxis trägt, entscheidet natürlich nicht ein Pressetext. Das entscheidet der Hörraum.
In Wien werde ich den NADAC S erstmals hören können. Vorgeführt wird er auf dem Stand von Stenheim. Meik Wippermann, von vielen nicht ohne Grund als Grandmaster of DSD geschätzt, wird das System präsentieren.
Ich kenne NADAC D und NADAC C aus meiner eigenen Kette. Ich weiß, warum mich diese Kombination berührt. Und deshalb bin ich auf den NADAC S nicht nur neugierig.
Ich bin ungewöhnlich gespannt.
Falls dieses Konzept aufgeht, reden wir nicht über den nächsten Musikserver.
Dann reden wir über die Quelle, auf die das NADAC-System gewartet hat.
Joachim Pfeiffer