Saddle Concept

Saddle Concept Viele Sattelprobleme entstehen nicht durch den Sattel selbst. Hier geht es um das Zusammenspiel von Pferdekörper, Bewegungsmuster und Sattelpassform.

Pausche oder keine Pausche, das ist hier die Frage.Was dabei gerne übergangen wird: Pauschen beeinflussen nicht nur den ...
24/07/2026

Pausche oder keine Pausche, das ist hier die Frage.

Was dabei gerne übergangen wird: Pauschen beeinflussen nicht nur den Sitz des Reiters, sondern auch die Bewegung des Pferdes.

Besonders dann, wenn sie etwas ersetzen sollen, das eigentlich aus der Ausbildung des Reiters kommen müsste.

Mehr Pausche = mehr Sicherheit ?!

Dieser Idee erliegen viele Reiter. Eine grosse Pausche vermittelt Halt. Sie begrenzt die Bewegung des Beines und gibt das Gefühl, stabiler im Sattel zu sitzen.

Doch echte Sicherheit kann man nicht von aussen dazukaufen.

Sie entsteht im eigenen Körper: durch Balance, Beweglichkeit, Koordination und einen unabhängigen Sitz.

Solange du eine Pausche brauchst, um …

… dein Bein ruhig zu halten,
… aufrecht und gestreckt zu sitzen,
… Halt zu finden,
… dich sicher zu fühlen,

setzt du an der falschen Stelle an.

Denn sucht ein unsicherer Reiter Halt, beginnt er, mit dem Knie zu klemmen. Je mehr Pausche da ist, desto effektiver kann man sich festklemmen und je festgeklemmter man selbst sitz desto verklemmter läuft das Pferd.

Die Tritte werden kürzer oder unregelmässig. Die Schulter bewegt sich weniger frei.

Das bedeutet nicht, dass grosse Pauschen grundsätzlich schlecht sind.
Wenn der Reiter bereits einen gelösten, ausbalancierten Grundsitz hat und durch die Pausche nicht behindert wird, kann sie ihn durchaus unterstützen.

Der entscheidende Unterschied ist:

Unterstützt dich die Pausche oder soll sie deine Balance ersetzen?

Wenn du Pauschen „brauchst“, solltest du lernen, auch ohne sie ausbalanciert zu reiten.

Und dafür reicht keine einzelne Sitzlektion. Ich spreche von Wochen, Monaten und Jahren konsequenten Trainings. Eine gute Sitzschulung ist langfristig die bessere Investition, für deine eigene Sicherheit und für die Bewegungsfreiheit deines Pferdes.

Danach hast du wirklich die Wahl, ob eine Pausche dich sinnvoll unterstützt oder dir und deinem Pferd im Weg steht.

Verlinke den Reitlehrer deines Vertrauens für eine gute Sitzschulung oder jemanden, der diesen Beitrag unbedingt lesen sollte.

Vor 30 oder 40 Jahren hatte ein Pferd einfach einen Sattel. Ob der passte? Darüber wurde kaum gesprochen.Heute messen wi...
08/07/2026

Vor 30 oder 40 Jahren hatte ein Pferd einfach einen Sattel. Ob der passte? Darüber wurde kaum gesprochen.

Heute messen wir Druck, wir scannen Pferderücken und wir diskutieren über Kammerweiten, Schulterfreiheit, Pads und trotzdem fehlt vielen Pferden genau das, was einen Sattel überhaupt trägt: Muskulatur.

Der entscheidende Punkt: Wir entwickeln immer bessere Sättel.
Aber kaum jemand fragt, warum Pferde und Reiter überhaupt Sättel brauchen, die so viel Halt geben.
Ein Pferd, das seinen Rücken nicht trägt, verändert seinen Körper: die Muskulatur verschwindet, der Rücken verliert Stabilität und plötzlich brauchen wir Sättel, die immer mehr ausgleichen sollen.
Mehr Halt.
Mehr Führung.
Mehr Unterstützung.

Nicht weil die Sättel so viel besser geworden sind...

Vielleicht haben wir gar kein Sattelproblem.
Vielleicht haben wir ein Tragfähigkeitsproblem?

Der Sattel verändert dich - nicht nur dein Pferd.Du versuchst, richtig zu sitzen, aufrecht zu bleiben und „jeden Schritt...
28/04/2026

Der Sattel verändert dich - nicht nur dein Pferd.

Du versuchst, richtig zu sitzen, aufrecht zu bleiben und „jeden Schritt bewusst herauszutreiben“.

Und trotzdem hörst du immer wieder das Gleiche: „Setz dich richtig hin!“ „Mehr Fleiß!“ „Bein lang!“

Du denkst kurz dran und in der nächsten Runde übernimmt dann dein Körper wieder. Und irgendwann kommt dieser leise, nagende Gedanke: „Vielleicht fehlt mir einfach ein bisschen Talent.“

Aber genau hier lohnt sich ein anderer Blick, denn natürlich sind Körpergefühl und Training wichtig, aber:

Du kannst MIT deinem Sattel arbeiten - oder GEGEN ihn.

Viele Sättel setzen den Reiter leicht hinter die Bewegung. Bei manchen sehr deutlich (wie bei den Isländern üblich). Bei anderen so subtil, dass man es kaum sieht, obwohl die Reithallen und Sozialen Medien voll von genau solchen Szenen sind.

Warum ist das überhaupt wichtig?

👉 Deine Hilfen kommen minimal zu spät
👉 Dein Pferd kann sie in dem Moment nicht umsetzen
👉 du machst etwas mehr (weiterhin im falschen Moment)
👉 und noch etwas mehr

Und plötzlich fühlt sich Reiten anstrengend an, nicht falsch, aber einfach nicht leicht. Und genau hier entsteht dieses leise Gefühl:

„Irgendwas stimmt nicht… aber ich bekomme es nicht zu greifen.“

Das Problem ist dann oft nicht dein Sitz an sich, sondern die Position, in die du gesetzt wirst vom Sattel.

Du kannst bis zum Sankt Nimmerleinstag an deinem Sitz arbeiten. Wenn dein Sattel dich in eine ungünstige Position setzt musst du immer gegen ihn an arbeiten. Genau das schauen wir uns demnächst einmal genauer an.

Viele versuchen, Druckspitzen zu vermeiden.....wenige fragen, warum sie entstehen.Druck entsteht nicht zufällig. Er ents...
13/04/2026

Viele versuchen, Druckspitzen zu vermeiden...
..wenige fragen, warum sie entstehen.

Druck entsteht nicht zufällig. Er entsteht dort, wo der Pferdekörper an eine Grenze stößt, durch den Sattel, durch den Reiter oder durch seine eigene Verfassung.

Und genau deshalb reicht es nicht, hin und wieder mal den Sattel zu optimieren.

Die eigentliche Frage ist: Was verändert sich im Pferd und was bleibt gleich?
Wenn du das nicht klar beantworten kannst, triffst du Entscheidungen im Nebel und bekommst mit der Zeit das Gefühl immer wieder vor ähnliche Probleme gestellt zu werden.

Ich habe das einmal sauber aufgedröselt:👇

Du brauchst keine Glaskugel, um Probleme früh zu erkennen.Die meisten merken Veränderungen erst, wenn ein Problem entste...
05/04/2026

Du brauchst keine Glaskugel, um Probleme früh zu erkennen.

Die meisten merken Veränderungen erst, wenn ein Problem entsteht, dabei beginnen sie viel früher.
Ein Sattel rutscht nicht plötzlich, ein Pferd wird nicht von heute auf morgen empfindlich, ein Bewegungsmuster kippt nicht an einem Tag und Lahmheiten sind oft Monate vorher sichtbar – lange bevor sie akut werden.

Über Wochen......Monate......Jahre...

Und genau deshalb wirkt es oft so, als käme das Problem aus dem Nichts. In Wirklichkeit hat es sich lange vorher entwickelt.
Die Frage ist also nicht:
Wann ist das Problem entstanden?

Sondern:
Seit wann hat sich nichts mehr wirklich verbessert?
Wenn du verstehen willst, warum das so ist und was das für deinen Sattel bedeutet, habe ich dazu einen Artikel auf meiner Homepage geschrieben.

Genau hier schaut fast niemand hin...Wenn sich ein Sattel immer zur gleichen Seite verschiebt, ist das erstmal kein Prob...
30/03/2026

Genau hier schaut fast niemand hin...
Wenn sich ein Sattel immer zur gleichen Seite verschiebt, ist das erstmal kein Problem, sondern eine Information und dann haben wir grundsätzlich drei Verursacher:
1. der Sattel
2. das Pferd
3. du

Natürlich kann sich ein Sattel verändern, die Polsterung verschiebt sich, er passt sich an und im ungünstigsten Fall verzieht sich sogar der Sattelbaum.
Aber: Ein Sattel entscheidet nicht plötzlich, dass er gerne zu einer Seite rutschen möchte.
Er ist die Verbindung zwischen dir und deinem Pferd.
Das heißt: Der Auslöser liegt fast immer im System: Im Pferd oder im Reiter.

Ein Punkt, den ich dabei immer sehe: Verdrehte Vorderhufe.
Nicht auffällig.
Nicht dramatisch.
Gut zu übersehen, aber konstant.

Wenn der Rumpf nicht angehoben wird, organisiert das Pferd seine Bewegung anders. und genau diese Verschiebung setzt sich fort.
Durch den Körper- in die VOrderbeine und natürlich bis unter den Sattel.

Der Sattel rutscht dann nicht ohne Grund, er folgt der Bewegung.

Adresse

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Walferdange
7238

Heures d'ouverture

Mardi 10:00 - 18:00
Mercredi 08:00 - 18:00
Jeudi 08:00 - 18:00
Vendredi 08:00 - 18:00
Samedi 08:00 - 16:00

Téléphone

+352621254703

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