29/03/2024
Es wäre nicht Ostern bei mir, ohne gefärbte Eier auf dem Küchentisch. Eigentlich immer schon war es Tradition von meiner Familie am Gründonnerstag Ostereier zu färben. Am Karfreitag werden die Eier mit weiteren Köstlichkeiten hübsch angerichtet in einen Korb gepackt und in der Kirche am Ostersamstag/Sonntag gesegnet. Die geweihten Speisen genießt man am Ostersonntag mit der Familie feierlich bei Tisch.
Neben den künstlichen Farben, die man in den Geschäften kaufen kann wird in den letzten Jahren zunehmend auf Großmutters natürliche Färbemethode gesetzt. Dabei werden weiße Eier oder für Zwiebelschalen auch braune Eier, meist mit Blättern, Gewürzen, Gräsern oder Frühlingsblumen beklebt, indem die pflanzlichen Muster mit etwas Wasser befeuchtet werden und somit am Ei haften. Das Ei wird anschließend mit einem Strumpf umwickelt, der straff zugebunden wird. Gemüse- und Gewürzpflanzen werden als Farbgeber eingesetzt, indem vorab ein Farbsud daraus gekocht wird. Die Eier im Strumpf werden in Wasser festgekocht. Dort ruhen sie für mindestens 30 Minuten und nehmen somit die Farbe auf. Die Eier sollten immer wieder gedreht werden, damit die Farbe gleichmäßig aufgenommen wird. Für einen schönen Glänz reibt man die gefärbten Ostereier mit einem mit Speiseöl beträufelten Tuch oder mit einer Speckschwarte ein.