13/12/2013
Nachdem wir fast zwei Wochen auf Ibiza - winterlich ausgestorben und mit viel Starkwind/ Wellen aus falscher Richtung - verbracht haben, dann ca. 1 Woche in Torrevieja superruhig hinter dem Breakwater vor der Marina ankerten - (ohne jeglichen Wind) - trafen wir am Mittwoch abend gegen 20:30 Uhr, in Saidia ein, nach einem wunderschönen, 34 Stunden Starkwind-Törn:
DI um 10:30 gingen wir im Hafen von Torrevieja ankerauf. Unter Grossegel, Besan und Genua ging es zunächst ein Stück die Küste entlang, wo wir mangels Wind 2 1/2 Std. motoren mussten, sodass wir aufs offene Meer raus zuhielten, und auf Höhe des Cap Palos endlich der Wind zunahm.
Wir hatten eine schöne, klare Nacht mit rasanter Fahrt unter Vollzeug (7-8kn/h); bei achterlichem Wind bis zu 25kn zeitweise und etwas ruppiger achterlicher 3m-Welle, passierten wir die Hauptschifffahrtsroute unter sorgfältigem Ausguck nach den vielen Frachtschiffen. Morgens um 8:00 tauchte das erste algerische Kap querab auf, gegen Mittag wurden Wind und Wellen weniger; wir machten jedoch noch weiterhin 6-7 kn/h - jetzt bei superruhiger See und strahlend warmem Sonnenschein, ohne ein einziges, weiteres Schiff zu sichten. Die Einfahrt in die Hafenmauern um 20:30 gestaltete sich aufgrund der ca 3m hohen, sich bereits brechenden Wellen, etwas abenteuerlich, dahinter wartete jedoch bereits ein kleines - unbeleuchtetes - Boot, das uns sicher durch den grossen Hafen an den Waitingkey führte. Natürlich standen unmittelbar nach dem Festmachen bereits Hafenpolizei, örtliche Polizei und der Zoll vor uns und inspizierten grob das ganze Schiff.
Wetter hier - genial - von winterlicher Kälte nichts zu spüren, sommerlich wie auf Mallorca im Mai!
Am Donnerstag erkundeten wir ein bisschen die nähere Umgebung, fuhren mit dem Bus in den Ort (4 km für umgerechnet 0,25 EUR). Es gibt nicht wirklich viel zu sehen hier ausser Sonne, Strand und einer wirklich 'sterilen' Touristenurbanisation, alles neu aus dem Boden gestampft. Auch der Ort, übrigens unmittelbar an der algerischen Grenze, hat einen kleinen Tourismuskern mit Restaurants, ähnlich wie ein spanischer Küstenort. Es dauerte etwas, bis wir die kleine Souk entdeckten, da fühlten wir endlich ein bisschen wirklich einheimisches Leben.
Na, der richtige Platz um sich voll auf die Winterarbeiten (Antifouling) zu konzentrieren ;-), um bald wieder zurück auf Mallorca zu sein.
Bald mehr, wenn es der schlechte Internezustand hier zulässt, auch Fotos...
Euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit und
sonnige Grüsse von der EMELY-Crew - Dieter und Antje