Künstlerhof Schreyahn

Künstlerhof Schreyahn Die Niedersächsische Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn bietet seit 40 Jahren Autoren und Komponisten Aufenthaltsstipendien an.

Darüber hinaus gibt es Lesungen und Konzerte.

Herzliche Einladung zum Vortrag des Germanisten Dr. phil. Lacina Yéo (Abidjan, Elfenbeinküste): „Gekreuzte Blicke zwisch...
16/06/2026

Herzliche Einladung zum Vortrag des Germanisten Dr. phil. Lacina Yéo (Abidjan, Elfenbeinküste): „Gekreuzte Blicke zwischen Vergangenheit und Gegenwart: der deutsch-afrikanische Dialog im Zeitalter der Globalisierung“

Donnerstag, den 02.. Juli 2026 um 19:00 Uhr

Moderation: Britta Gansebohm & Gerhard Harder

Ort: Künstlerhof Schreyahn, Rundling 19, 29462 Wustrow
Kulturbeitrag: 10 Euro / ermäßigt 5 Euro

Wir freuen wir uns über Platzreservierungen unter [email protected]

Parkplätze werden direkt nebenan auf dem Hof der Familie Oelke zur Verfügung gestellt. Bitte nicht im Rundling auf Rasenflächen parken.
Getränke, Salzgebäck und Brot auf Spendenbasis
Der Künstlerhof Schreyahn ist barrierefrei

Wie werden wir Deutsche in Afrika gesehen? Dr. phil. Lacina Yéo, der vor über 25 Jahren einen Teil seiner Ausbildung im Wendland absolviert hat, kommt für einen Vortrag zurück nach Lüchow-Dannenberg. Der Professor für Germanistik und globale Studien an der Universität in Abidjan, Elfenbeinküste, wird zum Thema „Gekreuzte Blicke zwischen Vergangenheit und Gegenwart: der deutsch-afrikanische Dialog im Zeitalter der Globalisierung“ sprechen. Dabei geht es in seinem Vortrag um koloniale Erbschaften, postkoloniale Perspektiven und kulturelle Transfers in Afrika - und Deutschlandbildern.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Gerhard Harder, Sprecher der Regionalen Arbeitsgruppe Wendland des Vereins „Gegen Vergessen - für Demokratie e.V.“, Britta Gansebohm, Leiterin der Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn und dem Verein „Tu Was e.V.“.

Dr. phil. Lacina Yéo
Professor of Germanic and Global Studies
Head of the German Department
- Université Félix Houphouet-Boigny Abidjan-Cocody- (Côte d'Ivoire)
Research Associate at the University of the Witwatersrand Johannesburg (South Africa)

1970 in Naniefongo/Ferkessedougou (Côte d’Ivoire) geboren. Nach Abschluss seiner Maîtrise-Arbeit 1996 an der Universite de Cocody-Abidjan promovierte er 2003 im Fach Germanistik an der Freien Universität Berlin und an der Université de Paris IVSorbonne über das Thema: „Die Rehabilitierung Schwarz-Afrikas in der neuesten deutschen Literatur – dargestellt vor dem Hintergrund des postkolonialen Diskurses“ und absolvierte (2002) ein Master in interkultureller Pädagogik. Seit 2003/2004 doziert er Deutsche Literatur und Landeskunde an der Université de Cocody-Abidjan und Interkulturelle Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seine Habilitationsschrift verfasste er zu dem Thema: „Triangulaerer Kulturtransfer Deutschland-Afrika-Frankreich. Eine diachronische und synchronische Untersuchung der deutsch-afrikanischfranzösischen Kulturbeziehungen“.

Heute, Freitag, den 12. Juni, wurde Harald Martenstein mit dem Deutschen Sprachpreis 2026 der Henning-Kaufmann-Stiftung ...
12/06/2026

Heute, Freitag, den 12. Juni, wurde Harald Martenstein mit dem Deutschen Sprachpreis 2026 der Henning-Kaufmann-Stiftung im Rathaus Kassel ausgezeichnet. Für sein meisterhaftes publizistisches Handwerk, seinen zeitgemäßen - witzigen Schreibstil sowie seinen eigenständigen Umgang mit der deutschen Sprache wird er durch diesen Preis geehrt. Die Laudatio hielt Julia Klöckner, die Präsidentin des Deutschen Bundestages.

Kurz zuvor, am Sonntag, den 7. Juni war Harald Martenstein zu Gast im Künstlerhof Schreyahn.

Zu dem ernsten Thema in der Reihe „Erinnerungskultur“ zur transgenerationalen Weitergabe von Kriegstraumata hatten sich 120 Menschen angemeldet.

Harald Martenstein war erstmals ins Wendland gereist, um aus seinem autofiktionalen Roman “Wut“ (erschienen als Hardcover im Februar 2021, seit November 2024 liegt der Titel als Ullstein Taschenbuch vor) im Künstlerhof zu lesen.

Nach der Pause las er Kolumnen aus den Bänden „Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff: Optimistische Kolumnen“ (C. Bertelsmann Verlag, 2022) sowie
„Es wird Nacht Señorita. Gedanken über die Beglückungen der Gegenwart“ (C. Bertelsmann Verlag, 2024).

Ganz zum Schluss erntete der Schriftsteller und Kolumnist Applaus ohne Ende vom Publikum, es gab frenetischen Beifall für Harald Martenstein. Wir haben ein Video dieser grandiosen Veranstaltung erstellt, welches demnächst veröffentlicht wird.

Den Büchertisch organisierte die Buchhandlung Buch und Musik, Doris Haase-Mohrmann, Hitzacker

Harald Martenstein, geboren 1953 in Mainz, schreibt Kolumnen und Romane und ist Autor zahlreicher Bücher. Er lebt in Berlin und in der Uckermark. Für seine Arbeit wurde er mit dem Egon-Erwin-Kisch-, dem Henri-Nannen- und dem Theodor-Wolff-Preis sowie dem Curt-Goetz-Ring und dem Georg-K.-Glaser-Preis ausgezeichnet. 2023 erhielt er den Medienpreis für Sprachkritik der Gesellschaft für deutsche Sprache.

Im Februar 2007 erschien Harald Martensteins Roman „Heimweg“, eine deutsche Familienchronik der Nachkriegszeit, für den er im selben Jahr mit dem Corine-Debütpreis ausgezeichnet wurde. Außerdem erschienen regelmäßig Bände mit gesammelten Zeit-Kolumnen.

Harald Martenstein war mehr als 30 Jahre Redakteur und Autor beim „Tagesspiegel“ sowie 24 Jahre Kolumnist bei der Zeit außerdem präsentierte er seine Kolumnen in Radiosendern wie dem rbb und dem NDR.

Aktuell schreibt er Kolumnen für die Welt am Sonntag sowie die Kolumne „Mail von Martenstein“ für die Bild.

In seinem vierten Roman „Wut“ setzt sich Harald Martenstein mit der körperlichen und seelischen Misshandlung durch eine gewalttätige Mutter auseinander. Der Ich-Erzähler Frank ist der Wut seiner Mutter Maria ausgeliefert, die selbst aus einem traumatischen Umfeld stammt und ihr misslungenes Leben an ihrem Sohn abreagiert.

Das traumatische Umfeld ist die Kindheit im 2. Weltkrieg, Mißbrauch im frühen Kindesalter, Aufwachsen im Bordell, parallel dazu Besuch einer Klosterschule

Nachdem Frank als Jugendlicher aus dem Fenster springt und den Kontakt abbricht, versucht er als Erwachsener, die Hintergründe der Gewalt zu verstehen, indem er die Lebensgeschichte seiner Mutter rekonstruiert.

Der Roman beleuchtet die Themen Kindesmisshandlung, generationenübergreifende Gewalt, Nachkriegszeit und Heilungsprozess, in dem der Teufelskreis der Gewalt, die Schwierigkeit, die Wunden der Kindheit zu heilen, und die ambivalenten Gefühle von Verachtung, Mitleid und Abhängigkeit zwischen Mutter und Sohn literarisch bearbeitet werden.

Pressestimmen

„Ein Kind, ein Jugendlicher, misshandelt und verwirrt, kämpft sich ins Leben. Ein Erwachsener erzählt davon, wach, wütend, witzig und empathisch, zeithistorisch bewusst, atmosphärisch dicht. Großartig, mitnehmend. Und mitreißend.“
Der Tagesspiegel

„Das hat mir am Roman so gut gefallen – dass Sie ihn wirklich als Erkenntnisinstrument benutzen, weil Sie der Geschichte dieser Mutter nachgehen und die Frage stellen: Wie wird ein Mensch so?“
SWR2Lesenswert

Herzliche Einladung zur Lesung mit Gespräch der ehemaligen Stipendiatin Lisa Sommerfeldt am Donnerstag, den 07. Mai 2026...
04/05/2026

Herzliche Einladung zur Lesung mit Gespräch der ehemaligen Stipendiatin Lisa Sommerfeldt am Donnerstag, den 07. Mai 2026 um 19:30 Uhr im Künstlerhof Schreyahn.
Lisa Sommerfeldt präsentiert ihren Debüt-Roman „Schlaglichter“ (parasitenpresse, erschienen im März 2026)

Lesung mit Gespräch
Moderation: Britta Gansebohm

Ort: Künstlerhof Schreyahn, Rundling 19, 29462 Wustrow

Kulturbeitrag: 10 Euro / ermäßigt 5 Euro
Wie freuen wir uns über Platzreservierungen unter [email protected]
• Parkplätze werden direkt nebenan auf dem Hof der Familie Oelke zur Verfügung gestellt. Bitte nicht im Rundling auf Rasenflächen parken.
• Getränke, Salzgebäck und Brot auf Spendenbasis
• Der Künstlerhof Schreyahn ist barrierefrei
• Buchhandlung: Alte Jeetzel-Buchhandlung, Lüchow

Lisa Sommerfeldt war im Jahr 2019 Stipendiatin des Künstlerhofes Schreyahn. Nun hat sie im März 2026 ihr Prosadebüt mit dem Roman „Schlaglichter" beim Kölner Verlag parasitenpresse veröffentlicht. Das Werk besteht aus 22 Erzählungen, die von Sehnsucht und beklemmenden Beziehungen getriebene Protagonisten in unterschiedlichen Sprachwelten beleuchten.

Über das Buch:

In „Schlaglichter“ verwebt Lisa Sommerfeldt die Geschichten ihrer Protagonisten zu einem dichten Roman in 22 Erzählungen. Alle sind von Sehnsucht getrieben, aber oft in beklemmenden Beziehungen gefangen. Wie können sie sich daraus befreien? Oder gelingt vielleicht sogar eine Verständigung zwischen den Figuren, deren unterschiedliche Realitäten im Roman auch durch verschiedene Sprachwelten sichtbar werden? Lisa Sommerfeldt wirft Spots auf ihre Protagonistinnen, die für eine Zeit im grellen Licht dastehen und alles preisgeben. Hier muss man mit Schlägen rechnen, die ausgeteilt oder eingesteckt werden, aber manchmal blitzt etwas Schillerndes wie Pailletten auf.

Über die Autorin:

Lisa Sommerfeldt, geboren 1976 in München, ist Dramatikerin und Hörspielautorin. Zahlreiche Auftragswerke für Theater, unter anderem für die Kulturstiftung von Landestheater Eisenach und Staatstheater Meiningen, das Theater Altenburg Gera, das Staatstheater Karlsruhe und die Oper Bonn. Für ihre Texte wurde Lisa Sommerfeldt mehrfach ausgezeichnet, so war sie u.a. Stipendiatin der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur im Künstlerhaus Edenkoben, Stipendiatin des 1:1 Mentoring der NRW Literaturbüros, des Künstlerhofes Schreyahn und der Fondation Jan Michalski (Schweiz). Sie erhielt Arbeitsstipendien des Landes NRW, der Film- und Medienstiftung NRW und der Kunststiftung NRW. Außerdem war Lisa Sommerfeldt Stipendiatin der Villa Decius in Krakau und erhielt ein INITIAL Sonderstipendium der Akademie der Künste. Ihre Hörspiele wurden vom Bayerischen Rundfunk, von Deutschlandfunk Kultur, WDR, MDR, ORF und RAI Südtirol (Radiotelevisione Italiana) gesendet. Sie lebt in Bonn. Ihre bisherigen Werke erschienen unter anderem im S. Fischer Verlag, während „schlaglichter" nun ihr erstes prosaisches Werk bei parasitenpresse darstellt.

Lisa Sommerfeldt wuchs gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Sara Sommerfeldt in München auf. Theodor Fontanes Schwester Jenny, die den Apotheker Hermann Sommerfeldt heiratete und Vorbild für die Titelfigur seines Romans Frau Jenny Treibel war, ist ihre Urururgroßmutter.

Weitere Informationen unter: https://lisa-sommerfeldt.de/

„Lisa Sommerfeldt, (...) die sich unter der geschmeidigen Moderation der Literaturexpertin Katja Schlonski über eine gute Literaturstunde hinweg als großartige Meisterin eines Genres entpuppt, das für die gelernte Schauspielerin, Hörspielautorin und Dramatikerin nach eigenem Bekunden neues literarisches Terrain bedeutet. Es ist schlicht die Prosa, die aus der Perspektive der Theaterfrau eine ungeheuer sinnliche Qualität bekommt (...) Die packenden Bilder, die die detailverliebte Autorin in ihren zahlreichen Hörspielen auf rein auditivem Weg zu transportieren gewöhnt ist, entwickeln in der für sie mit fast diebischer Freude neu entdeckten Gattung eine ganz eigene Wirksamkeit, die ohne das profunde Handwerk der Dramatikerin kaum vorstellbar wäre. (...) Gelungen ist das Experiment bereits. Nun wartet das bemerkenswerte Prosadebut auf zwei Buchdeckel und eine sensible Leserschaft."
Andreas Sprachmann, Heilbronner Stimme

Herzliche Einladung zur Stipendiatenpräsentation amSamstag, den 18. April 2026 um 16:00 UhrJudith Kuckart präsentiert ih...
08/04/2026

Herzliche Einladung zur Stipendiatenpräsentation am
Samstag, den 18. April 2026 um 16:00 Uhr

Judith Kuckart präsentiert ihren elften Roman „Die Welt zwischen den Nachrichten“ (DuMont Buchverlag, 2024)
Lesung und Gespräch; Moderation: Britta Gansebohm

Ort: Künstlerhof Schreyahn, Rundling 19, 29462 Wustrow
Kulturbeitrag: 10 Euro / ermäßigt 5 Euro

Wir freuen uns über Platzreservierungen bis einen Tag vor der Veranstaltung unter [email protected]

• Parkplätze werden direkt nebenan auf dem Hof der Familie Oelke zur Verfügung gestellt. Bitte nicht im Rundling auf Rasenflächen parken.
• Getränke, Kaffee, Kuchen und Brot auf Spendenbasis
• Der Künstlerhof Schreyahn ist barrierefrei
• Buchhandlung: Buch und Musik, Hitzacker

»Am 17. Juni, Tag der Deutschen Einheit, wurde ich geboren. Ich blieb das einzige Kind. Am 2. Juni 1967 saß ich im Trikot des Kinderballetts vor der Tagesschau. Benno Ohnesorg war erschossen worden. Ich schlug meinem Vater während der Meldung aufs Knie: Papi, wenn ich groß bin, erschieß ich dich auch. 1989 stand ich zum letzten Mal als Tänzerin auf der Bühne. Eine wichtige und schüchterne Verlegerin saß im Publikum und meinte: Sie könnten auch mal einen Roman schreiben, Judith. Am 17. Juni 2023 weiß ich noch keinen Titel für diesen elften Roman. Aber ich weiß, ab jetzt habe ich noch zwanzig grandiose Sommer vor mir – oder?«

Mit einer sprachlichen Dichte, die berührt, erzählt Judith Kuckart entlang ihrer Biografie und beleuchtet damit eine ganze, ihre Generation.

JUDITH KUCKART, geboren 1959 in Schwelm (Westfalen), lebt als Schriftstellerin und Regisseurin in Berlin. Sie veröffentlichte bei DuMont den Roman ›Lenas Liebe‹ (2002), der 2012 verfilmt wurde. Ihr Roman ›Die Verdächtige‹ stand 2008 und ihr Roman ›Wünsche‹ 2013 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. ›Die Welt zwischen den Nachrichten‹ war für den Wilhelm-Raabe-Preis nominiert. Judith Kuckart wurde mit zahlreichen Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet. 2026 wurde Judith Kuckart für ihr schriftstellerisches Schaffen mit einem dreimonatigen Stipendium auf dem Künstlerhof Schreyahn ausgezeichnet.

Pressestimmen zum Buch

»Es ist eine Art bundesrepublikanische Geschichte, aber eine ganz persönliche. Erinnerungen mit Gedanken kommentarisch zusammengefasst, mal lyrisch, mal als Text.«
Sebastian Wellendorf, WDR 5 SCALA

»Das Buch wirft einen faszinierenden Blick darauf, wie man eigentlich zu dem Menschen wurde, der man heute ist.«
Torben Rosenbohm, NORDWEST ZEITUNG

»Judith Kuckart verwebt aus Fantasie und Realität eine ›Welt zwischen den Nachrichten‹, die die Erfahrungswelt einer ganzen Generation lebendig werden lässt.«
Eric Brinkmann, WDR WESTART

»Judith Kuckart gibt ihrer Leserschaft eine Angel, um im eigenen Leben nach den Erinnerungen zu fischen.«
»Judith Kuckart gibt ihrer Leserschaft eine Angel, um im eigenen Leben nach den Erinnerungen zu fischen.«
Annemarie Stoltenberg, NDR KULTUR

»Kuckart [...] schneidet dieses Patchwork in Einzelteile, die sie mit präzisem, nostalgiefreiem Blick betrachtet – ohne das größere Ganze aus den Augen zu verlieren: Die Zeit, in der sie lebt.«
Patrick Wildermann, GALORE

»[Judith Kuckart] kann wirklich wie in einer Choreographie verschiedene Motive, verschiedene Stränge miteinander verflechten.«
Wiebke Porombka, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR LESART

05/04/2026

Frohe Ostern mit dem "Osterspaziergang"

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche,
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weisses,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus Strassen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluss, in Breit' und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet Gross und Klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.

Johann Wolfgang von Goethe

Herzliche Einladung zur Buchpremiere „Monkey“ am Samstag, den 28. März 2026 um 16:00 Uhr. Jens Feuerriegel präsentiert s...
05/03/2026

Herzliche Einladung zur Buchpremiere „Monkey“ am Samstag, den 28. März 2026 um 16:00 Uhr. Jens Feuerriegel präsentiert seinen druckfrischen und zweiten Roman „Monkey“ (Golkonda Verlag, März 2026)
Lesung und Gespräch; Moderation: Britta Gansebohm

Ort: Künstlerhof Schreyahn, Rundling 19, 29462 Wustrow
Kulturbeitrag: 10 Euro / ermäßigt 5 Euro

Wir freuen uns über Platzreservierungen bis einen Tag vor der Veranstaltung unter [email protected]

• Parkplätze werden direkt nebenan auf dem Hof der Familie Oelke zur Verfügung gestellt. Bitte nicht im Rundling auf Rasenflächen parken.
• Getränke, Kaffee, Kuchen und Brot auf Spendenbasis
• Der Künstlerhof Schreyahn ist barrierefrei
• Buchhandlung: Alte Jeetzel-Buchhandlung, Lüchow

Haben John F. Kennedy und Marilyn Monroe ihren Tod nur inszeniert, weil sie zu viel wussten?
Ein spannendes Verwirrspiel über Schein und Sein im Amerika der 1960er- und 1970er-Jahre führt in eine düstere Welt der Geheimdienste und ihren kriminellen Machenschaften.

Inhalt: Autor Milton Grower hat sich nach Flagstaff, Arizona, zurückgezogen, um in Ruhe an seinem zweiten Roman zu arbeiten. Stoff dafür bieten ihm ausgerechnet seine Nachbarn: Melody Amber und Carl Sandfort. Als er sie 1975 näher kennenlernt, fügen sich für ihn immer mehr Indizien wie Mosaiksteine zusammen und bringen ihn zur Überzeugung, dass es sich um die für tot erklärten Marilyn Monroe und John F. Kennedy handelt. Waren die Todesfälle der Schauspielerin 1962 und des Präsidenten 1963 bloß inszeniert, um die beiden mit neuen Identitäten in Sicherheit zu bringen? Denn beide, Monroe und Kennedy, wussten zu viel über die Machenschaften der Mafia und des Auslandsgeheimdiensts CIA. Grower recherchiert und schreibt und gerät damit ins Fadenkreuz von FBI, CIA, der Mafia und Exilkubanern.
Unbekannte locken ihn nach Nogales, Mexiko, und versprechen ihm Informationen. Grower gerät gleich mehrfach in lebensbedrohliche Situationen und sieht sich dadurch in seinem Verdacht bestärkt.

Der Thriller und Mysteryroman „Monkey“ erweckt zwei Mythen der amerikanischen Geschichte wieder zum Leben. Nach seinem Debüt „Pigs“ geht es dem Autor auch diesmal wieder um sein großes Thema: das Ende des amerikanischen Traumes. Eine Fiktion, die implizit die auch heute noch aktuellen Fragen aufwirft: Wer regiert die USA wirklich? Was ist Schein – was ist Sein?

Am 1. Juni 2026 ist der 100. Geburtstag von Marilyn Monroe.

Jens Feuerriegel, Jahrgang 1961, studierte zwischen 1983 und 1987 Germanistik und Politik an der Universität Braunschweig und war danach 36 Jahre als Journalist bei der Elbe-Jeetzel-Zeitung in Lüchow-Dannenberg tätig, die letzten acht Jahre bis 2023 als deren Chefredakteur. Er schrieb über Jahrzehnte für die Lokalzeitung regelmäßig unter anderem über die Auseinandersetzungen um den Atommüll-Standort Gorleben und über die mysteriösen Göhrde-Morde (1989) und die Ermittlungen dazu. 2025 erschien sein Debütroman „Pigs“ bei Golkonda in der Europa Verlage GmbH.

Morgen am Samstag, den 28. Februar: Wendlandpremiere um 16:00 Uhr im Künstlerhof Schreyahn. Die derzeitige Stipendiatin ...
27/02/2026

Morgen am Samstag, den 28. Februar: Wendlandpremiere um 16:00 Uhr im Künstlerhof Schreyahn. Die derzeitige Stipendiatin Franziska Hauser präsentiert ihren druckfrischen Roman „Am Ende der Kleinigkeiten“ (Frankfurter Verlagsanstalt, Erscheinungstermin: 26.02.2026)
Ort: Künstlerhof Schreyahn, Rundling 19, 29462 Wustrow
Kulturbeitrag: 10 Euro / ermäßigt 5 Euro
Wir freuen wir uns über Platzreservierungen bis einen Tag vor der Veranstaltung unter [email protected]
• Parkplätze werden direkt nebenan auf dem Hof der Familie Oelke zur Verfügung gestellt. Bitte nicht im Rundling auf Rasenflächen parken.
• Kaffee und Kuchen, Getränke, Salzgebäck und Brot auf Spendenbasis
• Der Künstlerhof Schreyahn ist barrierefrei
• Buchhandlung: Alte Jeetzel-Buchhandlung, Lüchow

Franziska Hauser, die für ihr schriftstellerisches Schaffen mit einem 6-monatigem Aufenthaltsstipendium auf dem Künstlerhof Schreyahn ausgezeichnet wurde, erzählt in ihrem neuen Roman, der am 26. Februar 2026 erscheint, von Irma, die raus will aus den Rollen, die andere ihr zuschreiben. Ein warmherziger, emotionaler und kraftvoller Roman über den Mut zum Neuanfang, kämpferische Mutterschaft und die Suche nach der eigenen Stimme.
Inhalt: Vor ihrer Mutter nach Berlin geflüchtet, strandet die junge Irma vor dem Theater. Dass sie bald schon auf der Bühne steht, hat sie nicht zu hoffen gewagt. Der Alltag am Theater ist weniger glamourös als erwartet, und doch aufregend anders als die alternative Siedlungsgemeinschaft, in der die vaterlose Irma aufgewachsen ist. Da ist die Star-Schauspielerin Blanda, Helene, die Irma bei sich aufnimmt, und der exzentrische Regisseur Taron Capla, der ihr eine wichtige Chance gibt. Irma stolpert durch die Dramen auf und hinter der Bühne, während sie von ihren Erinnerungen eingeholt wird. Die schmerzlichste ist jene an ihre Mutter, ihr warmes Strahlen, ihre kalte Verachtung. Als Irma ihre Rolle so zu sprechen beginnt, wie ihre Mutter sie gesprochen hätte, erntet sie von allen Seiten Applaus. Und doch wird klar: Sie muss aufhören, ihr Leben nur zu spielen, und den Fluch brechen.
Franziska Hauser schreibt über das, was Mütter und Töchter, Freiheit und Abhängigkeit, den Einzelnen und die Gemeinschaft verbindet und abstößt – und über all die schönen und schrecklichen Kleinigkeiten dazwischen. Mit viel Witz und in direktem Ton umarmt sie ihre Figuren und fordert sie heraus, sich zu zeigen. Ein Roman über Wunden, die nie heilen, und Wunder, die trotzdem passieren.
»Hier werden keine Kleinigkeiten verhandelt. Hier wird von Gewalt und Mutterschaft, von Hingabe und Demütigung erzählt. Und dabei gelingt Franziska Hauser etwas Unglaubliches: Zwischen all das setzt sie behutsam ein Mädchen, das zur Frau wird. So durchlässig, dass sie mir das Herz öffnet. Ich darf mit Irma wachsen und heilen. Ich liebe diese Irma. Ich liebe dieses Buch!«
Maren Wurster (Schriftstellerin, ehemalige Stipendiatin auf dem Künstlerhof Schreyahn und nun auch Wendländerin )
Über die Autorin:
Franziska Hauser, 1975 in Berlin-Pankow geboren, studierte an der Kunsthochschule Weißensee und an der Ostkreuzschule für Fotografie. Auf ihren Debütroman »Sommerdreieck« folgte 2018 »Die Gewitterschwimmerin«, der für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Nach ihren Romanen »Die Glasschwestern« und »Keine von ihnen« gab sie zusammen mit Maren Wurster die im Frühjahr 2025 in der FVA erschienene und viel beachtete Anthologie »Ost*West*frau*« heraus. Franziska Hauser hat zwei Kinder und lebt teilweise in Berlin.

Herzliche Einladung zum Vortrag mit Gespräch am Sonntag, den 1. März 2026 um 17:00 Uhr - Jacob Weizman präsentiert sein ...
24/02/2026

Herzliche Einladung zum Vortrag mit Gespräch am Sonntag, den
1. März 2026 um 17:00 Uhr - Jacob Weizman präsentiert sein Buch „Smartphone aus – Leben an“ (Ambrosia Verlag, November 2025)
Vortrag und Gespräch - Moderation: Britta Gansebohm

Ort: Künstlerhof Schreyahn, Rundling 19, 29462 Wustrow
Kulturbeitrag: 10 Euro / ermäßigt 5 Euro
Wir freuen uns über Platzreservierungen unter [email protected]

• Parkplätze werden direkt nebenan auf dem Hof der Familie Oelke zur Verfügung gestellt. Bitte nicht im Rundling auf Rasenflächen parken.
• Getränke, Kaffee und Kuchen, Brot auf Spendenbasis
• Der Künstlerhof Schreyahn ist barrierefrei
• Buchhandlung: Buch und Musik, Doris Haase-Mohrmann, Hitzacker

Wegen der großen Nachfrage von Lehrern, Eltern und Jugendlichen zu diesem Thema wiederholen wir die Veranstaltung mit Jacob Weizman, dessen Vorpremiere und damit die allererste Lesung aus dem Buch wir bereits am 7. Januar 2026 auf dem Künstlerhof Schreyahn ausgerichtet haben. Die Buchpremiere „Smartphone aus – Leben an“ fand am 15. Januar in München statt.

Inhalt: Wie entkommen wir der digitalen Überforderung? Nahezu 100% der unter 60-Jährigen in Deutschland nutzen ein Smartphone. Alle elf Minuten greifen wir danach. Rund vier Stunden am Tag verbringen wir an unserem Suchtgerät Nummer 1. Doch was bedeuten diese Zahlen wirklich für unser Leben? Dauerstress, Überforderung und Reizüberflutung sind zu unseren ständigen Begleitern geworden. Wir sind stets erreichbar, aber immer weniger wirklich da. Wir schauen anderen beim Leben zu, anstatt unser eigenes mit Leben zu füllen. Obwohl das Smartphone noch keine 20 Jahre in unserem Leben ist, kann sich kaum jemand auch nur eine Stunde ohne vorstellen. Meist ist es das Erste, das wir in der Früh zur Hand nehmen, und das Letzte, das wir vor dem Schlafen zur Seite legen.

“Wie geht es uns wirklich mit unserem Handy und wie können wir der Sucht und dem Automatismus selbstbestimmt entgegentreten?” Diese und weitere zentrale Fragen stellt Jacob Weizman in seinem neuen Buch. Nach einem persönlichen Burnout durch seine hohe Online-Dauerpräsenz und ständige Verfügbarkeit entwickelte er eine klare Mission: anderen Menschen dabei helfen, ihre digitale Selbstbestimmung zurückzugewinnen und wieder mehr am echten Leben teilzunehmen.

Dieses Buch verbindet:
• Authentische Erfahrungen aus dem echten Leben, gesammelt über Interviews.
• Konkrete und umsetzbare Werkzeuge, um das eigene digitale Verhalten nachhaltig zu verändern.
• Die ehrliche und persönliche Geschichte des Autors.

Jacob Weizman zeigt: Es geht nicht darum, das Smartphone zu verteufeln, sondern es wieder unter unsere Kontrolle zu bringen und es als das hilfreiche Werkzeug zu nutzen, das es ist. Denn: Ob wir täglich vier Stunden am Gerät verbringen oder zwei. Ob wir es 88 Mal aktivieren oder 44 Mal. Das gibt uns nicht nur mehr Zeit, sondern auch Lebensqualität. Der Leser wird aktiv in den Veränderungsprozess eingebunden und lernt, die Lücke zwischen Impuls und Handlung zu finden und sich wieder bewusst für oder gegen den Griff zum Smartphone zu entscheiden. Sein Buch enthält Interviews, Fragebögen, Challenges und Erfahrungsberichte, um den Leser als „Regisseur seines eigenen Lebens“ zu stärken.

Weitere Informationen: www.jacob-weizman.com

Über den Autor
Jacob Weizman, geboren am 27.08.1989 in München, ist gelernter Hotelfachmann und Hotelbetriebswirt.
Danach arbeitete er 10 Jahre im Vertrieb, in unterschiedlichen Rollen: Aufbau eines Vertriebs für Photovoltaikanlagen, Bindeglied zwischen Geschäftsführung sowie Vertriebsleitung und Standortleiter in Berlin mit einem Team aus 20 Mitarbeitern. Seit über 15 Jahren beschäftigt sich Jacob Weizman intensiv mit den Auswirkungen des Smartphones auf unseren Alltag. Mit seiner Initiative Daily4climate hat er bereits gezeigt, dass kleine Schritte Großes bewirken können. Dafür wurde er mit dem „Smart Hero Award 2022“ in gleich zwei Kategorien ausgezeichnet und für den Deutschen Engagementpreis 2023 nominiert. In Smartphone aus - Leben an, teilt er seine Erfahrungen mit der Smartphone-Sucht und den Weg heraus, hin zu einem bewussten Umgang mit der digitalen Welt.

Herzliche Einladung zur Wendlandpremiere am Samstag, den 28. Februar 2026 um 16:00 Uhr im Künstlerhof Schreyahn. Die der...
04/02/2026

Herzliche Einladung zur Wendlandpremiere am Samstag, den 28. Februar 2026 um 16:00 Uhr im Künstlerhof Schreyahn. Die derzeitige Stipendiatin Franziska Hauser präsentiert ihren druckfrischen Roman „Am Ende der Kleinigkeiten“ (Frankfurter Verlagsanstalt, Erscheinungstermin: 26.02.2026)
Ort: Künstlerhof Schreyahn, Rundling 19, 29462 Wustrow
Kulturbeitrag: 10 Euro / ermäßigt 5 Euro

Wir freuen wir uns über Platzreservierungen bis einen Tag vor der Veranstaltung unter [email protected]
• Parkplätze werden direkt nebenan auf dem Hof der Familie Oelke zur Verfügung gestellt. Bitte nicht im Rundling auf Rasenflächen parken.
• Kaffee und Kuchen, Getränke, Salzgebäck und Brot auf Spendenbasis
• Der Künstlerhof Schreyahn ist barrierefrei
• Buchhandlung: Alte Jeetzel-Buchhandlung Und Verlag Gmbh, Lüchow

Franziska Hauser, die für ihr schriftstellerisches Schaffen mit einem 6-monatigem Aufenthaltsstipendium auf dem Künstlerhof Schreyahn ausgezeichnet wurde, erzählt in ihrem neuen Roman, der am 26. Februar 2026 erscheint, von Irma, die raus will aus den Rollen, die andere ihr zuschreiben. Ein warmherziger, emotionaler und kraftvoller Roman über den Mut zum Neuanfang, kämpferische Mutterschaft und die Suche nach der eigenen Stimme.

Inhalt: Vor ihrer Mutter nach Berlin geflüchtet, strandet die junge Irma vor dem Theater. Dass sie bald schon auf der Bühne steht, hat sie nicht zu hoffen gewagt. Der Alltag am Theater ist weniger glamourös als erwartet, und doch aufregend anders als die alternative Siedlungsgemeinschaft, in der die vaterlose Irma aufgewachsen ist. Da ist die Star-Schauspielerin Blanda, Helene, die Irma bei sich aufnimmt, und der exzentrische Regisseur Taron Capla, der ihr eine wichtige Chance gibt. Irma stolpert durch die Dramen auf und hinter der Bühne, während sie von ihren Erinnerungen eingeholt wird. Die schmerzlichste ist jene an ihre Mutter, ihr warmes Strahlen, ihre kalte Verachtung. Als Irma ihre Rolle so zu sprechen beginnt, wie ihre Mutter sie gesprochen hätte, erntet sie von allen Seiten Applaus. Und doch wird klar: Sie muss aufhören, ihr Leben nur zu spielen, und den Fluch brechen.
Franziska Hauser schreibt über das, was Mütter und Töchter, Freiheit und Abhängigkeit, den Einzelnen und die Gemeinschaft verbindet und abstößt – und über all die schönen und schrecklichen Kleinigkeiten dazwischen. Mit viel Witz und in direktem Ton umarmt sie ihre Figuren und fordert sie heraus, sich zu zeigen. Ein Roman über Wunden, die nie heilen, und Wunder, die trotzdem passieren.

»Hier werden keine Kleinigkeiten verhandelt. Hier wird von Gewalt und Mutterschaft, von Hingabe und Demütigung erzählt. Und dabei gelingt Franziska Hauser etwas Unglaubliches: Zwischen all das setzt sie behutsam ein Mädchen, das zur Frau wird. So durchlässig, dass sie mir das Herz öffnet. Ich darf mit Irma wachsen und heilen. Ich liebe diese Irma. Ich liebe dieses Buch!«

Maren Wurster (Schriftstellerin, ehemalige Stipendiatin auf dem Künstlerhof Schreyahn und nun auch Wendländerin )

Über die Autorin:
Franziska Hauser, 1975 in Berlin-Pankow geboren, studierte an der Kunsthochschule Weißensee und an der Ostkreuzschule für Fotografie. Auf ihren Debütroman »Sommerdreieck« folgte 2018 »Die Gewitterschwimmerin«, der für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Nach ihren Romanen »Die Glasschwestern« und »Keine von ihnen« gab sie zusammen mit Maren Wurster die im Frühjahr 2025 in der FVA erschienene und viel beachtete Anthologie »Ost*West*frau*« heraus. Franziska Hauser hat zwei Kinder und lebt teilweise in Berlin.

Impressionen von der Veranstaltung am Samstag, den 24. Januar 2026 zum Thema "Transgenerationale Trauma-Weitergabe krieg...
31/01/2026

Impressionen von der Veranstaltung am Samstag, den 24. Januar 2026 zum Thema "Transgenerationale Trauma-Weitergabe kriegsbelasteter Kindheiten" in der Reihe "Erinnerungskultur".
Über 100 Menschen kamen zu dem Kunstmaler und Autor Raymond Unger, der in Lesung und Gespräch die erweiterte Neuausgabe seines Buches „Die Heimat der Wölfe. Ein Kriegsenkel auf den Spuren seiner Familie“ (Europa Verlag) präsentierte.
Buchhandlung vor Ort: Buch und Musik, Hitzacker

Inhalt:
Die Heimat der Wölfe
Ein Kriegsenkel auf den Spuren seiner Familie – Eine Familienchronik
Roman/Autobiografie
256 Seiten | Gebunden

Haben die traumatischen Erlebnisse von Eltern und Großeltern Einfluss auf die nachfolgende Generation? Gibt es ein transgenerationales Erbe?

Ungers Großeltern stammen aus einem Teil Moldawiens, früher Bessarabien genannt, einer deutschen Enklave in Russland. Die Winter waren von großer Härte geprägt, in den eisigen Nächten wurde der Hof immer wieder von Wölfen angegriffen. In einer solchen Nacht beginnt das Buch, für das Raymond Unger, Jahrgang 1963, persönliche Erinnerungen, Tonbandaufzeichnungen sowie Tagebücher von Familienmitgliedern auswertete. Ihm gelingt dabei eine eindrucksvolle, ganz eigene literarische Form, indem er seine spannend erzählte Familienchronik durch essayhafte Einschübe und psychologische Interpretationen flankiert. Die Schatten des Krieges lasten noch immer auf uns. Sie werden uns erst dann freigeben, wenn wir uns ihnen wirklich stellen.

Die Auswirkungen von verdrängten traumatischen Erfahrungen sind vielen Menschen nicht bewusst, doch sie vererben sich auf die nächste Generation und üben bis in die Gegenwart einen starken Einfluss auf die persönliche Biografie aus. Sehr oft sind sie der Schlüssel, um das eigene Leben besser zu verstehen.

Raymond Unger legt in „Die Heimat der Wölfe“ offen, worüber in den meisten Familien nicht gesprochen wurde und wonach man heute kaum noch fragen kann, da es bald niemanden mehr gibt, der die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, Flucht und Vertreibung selbst erlebt hat. Eindringlich schildert er anhand seiner eigenen Familiengeschichte, wie die Generation der Kriegskinder traumatisiert wurde und dadurch ihren eigenen Kindern – die heute zwischen 50 und 70 Jahre alt sind – häufig nur verschlossen, körperlich/seelisch unnahbar und wenig empathisch begegnen konnte.

Raymond Unger lebt als Autor und bildender Künstler in Berlin. Er ist als Kunstmaler in eigenem Atelier tätig, schreibt Essays und Bücher und hält Vorträge zu den Themen Kunst, Psychologie und Politik. Ein Kernthema in Ungers Arbeit ist die transgenerationale Traumaweitergabe kriegsbelasteter Kindheiten. Als ehemaliger Therapeut leitete er bis Ende der 1990er-Jahre eine Naturheil- und Psychotherapiepraxis in Hamburg und bekleidete eine Dozentur für Naturmedizin an einer Hamburger Fachschule für Heilpraktiker. Für sein bildnerisches Schaffen erhielt Raymond Unger 2011 den internationalen Lucas-Cranach-Kunstpreis für Malerei. In seiner Eigenschaft als Maler und Autor bekam er 2014 eine Einladung des Präsidenten der Europäischen Kommission José Manuel Barroso zur dritten Generalversammlung NEW (Narrative for Europe). Raymond Unger ist mit seinen Werken in Privatsammlungen im In- und Ausland vertreten.

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Wustrow
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