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ringelnatz.wortspieler Wir halten das Erbe des großen Joachim Ringelnatz lebendig und betreiben sein Geburtshaus in Wurzen. Freigeist, Dichter, Schriftsteller, Maler und Kabarettist.

Unser Team aus Ehrenamtlichen und Angestellten gestaltet ganzjährig ein vielfältiges Programm zu Literatur, Kunst und Gegenwartslyrik. Wir pflegen das Erbe des großen deutschen Universalkünstlers Joachim Ringelnatz. Meister der Sprachphantastik und des erfinderischen Spiels der Worte. Der Joachim-Ringelnatz-Verein e.V. organisiert Kleinkunst, Ausstellungen, Vorträge, Lesungen und zahlreiche andere

Veranstaltungen rund um Joachim Ringelnatz, betreibt dessen Geburtshaus in Wurzen als Literaturhaus mit Kunstbühne und veranstaltet das alljährliche Festival RingelnatzSommer. Für weitere Informationen über Ringelnatz und den Joachim-Ringelnatz-Verein e.V. freut sich unsere Webseite www.ringelnatz-verein.de über Euren Besuch.

„Die Leistung seines gelebten Lebens war eigentlich größer als sein schmales Dichtwerk. Ihm gelang, was so wenigen Poeten gelingt: Er hat es verstanden, seine ganze Existenz durchweg zu stilisieren. Die Sicherheit und heimliche Melancholie, mit der er die torkelnde Poetengestalt erst schuf und dann konsequent selbst lebte, ist bei dieser erstaunlichen Erscheinung gewiss das Erstaunlichste.“
(Friedrich Luft)

Ringelnatz und die Menschen seiner Zeit - Oskar SchlemmerAm 4. September 1888 wurde in Stuttgart Oskar Schlemmer geboren...
04/09/2026

Ringelnatz und die Menschen seiner Zeit - Oskar Schlemmer

Am 4. September 1888 wurde in Stuttgart Oskar Schlemmer geboren. Schlemmer war Maler, Bildhauer, Bühnenkünstler und einer der prägenden Köpfe des Bauhauses. Von 1921 bis 1929 lehrte er in Weimar und Dessau und entwickelte dort seine Idee des Menschen als Teil eines geometrisch geordneten Raums.

Sein bekanntestes Werk ist das „Triadische Ballett“, das 1922 uraufgeführt wurde und mit seinen abstrakten Kostümen und Formen bis heute als Meilenstein der Avantgarde gilt. Schlemmer verband Malerei, Tanz, Architektur und Theater zu einer völlig neuen Kunstform. Auch sein Gemälde „Bauhaustreppe“ von 1932 zählt zu den Ikonen der Moderne und befindet sich heute im Museum of Modern Art (MoMA), New York. Zeitgleich mit Ringelnatz war er in den späten 1920er Jahren auf wegweisenden, großen Kunstausstellungen der Moderne (wie 1929 in der Kasseler Orangerie) vertreten.

Die Machtergreifung Adolf Hitlers 1933 läutete Schlemmers letztes Lebensjahrzehnt ein; für ihn eine Zeitspanne geistig-existentieller Verdüsterung. Zum gesellschaftlichen Unglück trat das private: Bereits im Januar 1933 starb sein bester Freund und geistiger Partner Otto Meyer-Amden. Seine Werke wurden wie die von Ringelnatz im Nationalsozialismus gleichermaßen als „entartet“ diffamiert oder verboten. Nach und nach wurde Schlemmer aus der öffentlichen Kunstszene ausgeschaltet. Bekannte vermittelten Schlemmer einen relativ sicheren Ort in Baden nahe der Schweizer Grenze. Er ließ sich mit seiner Familie nieder und entzog sich damit weiteren Auseinandersetzungen im nationalsozialistischen ‚Kunstbetrieb‘.

Die fremdbestimmte Lebenszeit durch Auftragsarbeiten sowie die fehlende Möglichkeit, eigenes Kunstschaffen vorantreiben zu können, lösten bei ihm in jener Zeit seelische und körperliche Erschütterungen aus, die in einen chronischen Schwächezustand mündeten. Er starb am 13. April 1943 in Baden-Baden.



Quelle: Wikipedia | Foto: Hugo Erfurth, gemeinfrei

Der 3. September ist der Tag der Erbsensuppe in Deutschland. Mahlzeit! 🍵🧼😋🥄
03/09/2026

Der 3. September ist der Tag der Erbsensuppe in Deutschland. Mahlzeit! 🍵🧼😋🥄

01/09/2026

Unser neues Programmheft für die Saison 2026/27 ist da! Wenn ihr also lieber durch Seiten blättert als online zu scrollen, könnt Ihr euch ab sofort euer kostenfreies Exemplar zu den Öffnungszeiten im Ringelnatz-Geburtshaus oder der Tourist-Information Wurzen abholen. Und nehmt gern auch gleich noch ein Heftchen für Freunde und Bekannte mit. 📖🎭🎫🎶😊

Das Heft gibt es zum Download natürlich auch auf unserer Website. (Link in Bio)

Der 1. September ist der Welttag des Briefschreibens. ✍️📃✉️  Was heutzutage eine Seltenheit geworden ist, war zu Ringeln...
01/09/2026

Der 1. September ist der Welttag des Briefschreibens. ✍️📃✉️ Was heutzutage eine Seltenheit geworden ist, war zu Ringelnatz' Lebzeiten gang und gäbe.

Von seinen Reisen und Stationen schrieb er regelmäßig Briefe, an Freunde wie Asta Nielsen oder seinen Verleger Kurt Wolff, vor allem aber an seine Frau Muschelkalk. Die Briefe, die Ringelnatz in den Jahren 1920 bis 1934 aus Berlin schrieb, waren nicht für die Veröffentlichung gedacht. Sie sind durch glückliche Zufälle, abenteuerliche Umwege und nur als Kopien erhalten geblieben. Ringelnatz schreibt die Briefe nicht als Dichter, sondern als ein gebeutelter Abenteurer. Seine Frau Muschelkalk selbst hat 1963 noch 23 Briefe ausgewählt und zusammengestellt, welche zuletzt in der Friedenauer Presse unter dem Titel «Kunterbunte Nachrichten: Briefe aus Berlin» erschienen sind. (ISBN: 978-3-93210-968-3)

"Es spricht immer eine warmherzige und zuweilen etwas melancholisch getränkte Hoffnung aus den Zeilen dieser Briefe aus der Berliner Zeit, die niemals für die Öffentlichkeit gedacht waren und einem ganz einfachen, spontanen Duktus folgen – umso anrührender wirkt der etwas kindlich-überschwängliche Stil der meist von alltäglichen Sorgen gefüllten Zeilen." NZZ

Joachim Ringelnatz und seine Zeit.Am 31. August 1928 wurde im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin „Die Dreigroschenoper...
31/08/2026

Joachim Ringelnatz und seine Zeit.

Am 31. August 1928 wurde im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin „Die Dreigroschenoper“ uraufgeführt. Das Theaterstück von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill wurde die erfolgreichste deutsche Theateraufführung der Weimarer Republik, einige Musiknummern wie „Die Moritat von Mackie Messer“ (englisch Mack the Knife) wurden Welthits.

Obwohl Ringelnatz zu dieser Zeit in Berlin lebte, ein fester Bestandteil der dortigen Künstler- und Kabarettszene war und Bertolt Brecht auch flüchtig kannte, taucht sein Name in den zeitgenössischen Beschreibungen der Premiere nicht auf. Jedoch war das Stück in aller Munde, denn die Uraufführung war im Vorfeld von Pannen und Chaos geprägt, und niemand rechnete mit dem überwältigenden Erfolg. Weshalb der Zuschauerraum am Premierenabend nicht die übliche, lückenlose Prominentendichte aufwies, die sich erst bei den darauffolgenden Vorstellungen einstellte.

Be der Uraufführung herrschte zunächst eisige Stimmung und offensichtliche Ablehnung im Zuschauerraum. Erst mit dem Kanonensong brach das Eis. Beifallsstürme erklangen, das Publikum trampelte, der Song musste sogar wiederholt werden. Von da an wurde jeder Satz beklatscht, und „Die Dreigroschenoper“ sollte das erfolgreichste deutsche Stück des 20. Jahrhunderts werden. Allein zum Ende der Saison 1928/29 verzeichnete man 4000 Aufführungen in 200 Inszenierungen – schon damals ein Jahrhundertrekord. Elias Canetti schrieb später: „Es war eine raffinierte Aufführung, kalt berechnet. Es war der genaueste Ausdruck dieses Berlin. Die Leute jubelten sich zu, das waren sie selbst, und sie gefielen sich. Erst kam ihr Fressen, dann kam ihre Moral, besser hätte es keiner von ihnen sagen können. Das nahmen sie wörtlich.“

1933 wurde die Dreigroschenoper von den Nationalsozialisten verboten. Das Stück war bis dahin in 18 Sprachen übersetzt und mehr als 10.000 Mal an europäischen Bühnen aufgeführt worden. Ihre erste Wiederaufführung im Nachkriegs-Berlin erlebte sie bereits im August 1945.

Was ist eine große Liebe wert, wenn die Gesellschaft ihr keinen Platz lässt? Und wie viel ist ein Mensch bereit zu opfer...
23/08/2026

Was ist eine große Liebe wert, wenn die Gesellschaft ihr keinen Platz lässt? Und wie viel ist ein Mensch bereit zu opfern, um Würde, Ansehen und die eigene Freiheit zu bewahren?

Mit „Die Kameliendame“ schuf Alexandre Dumas der Jüngere einen Roman, der bis heute nichts von seiner emotionalen Wucht verloren hat. Im Mittelpunkt steht Marguerite Gautier – eine faszinierende, widersprüchliche Frau, die sich gegen die Vorurteile und moralischen Regeln ihrer Zeit behaupten muss. Ihre Geschichte ist eine Geschichte von Liebe und Verzicht, von Sehnsucht und gesellschaftlicher Doppelmoral – und von der zerstörerischen Kraft eines Urteils, das keine zweite Chance kennt.

Am Freitag, 4. September 2026, um 19 Uhr bringt Etienne Genedl den berühmten Stoff als kommentierte Lesung mit musikalischer Umrahmung ins Ringelnatz-Geburtshaus. Dabei begegnet uns „Die Kameliendame“ nicht nur als literarischer Klassiker, sondern als erstaunlich moderne Geschichte über Menschlichkeit, Würde und die Frage, wer eigentlich darüber entscheidet, was „anständig“ ist.

Nicht zuletzt inspirierte Dumas’ Marguerite Gautier Giuseppe Verdi zu seiner weltberühmten Oper „La Traviata“. Wer Verdis Oper kennt, darf gespannt sein auf die literarische Vorlage – und wer sie nicht kennt, entdeckt an diesem Abend eine Geschichte, die direkt ins Herz trifft.

Eintrittskarten sind online sowie in der Tourist-Information und im Ringelnatz-Geburtshaus in Wurzen zu den jeweiligen Öffnungszeiten erhältlich.

18/08/2026

Im Rahmen des Jahrs der jüdischen Kultur in Sachsen, Tacheles 2026, lädt die Veranstaltung des Transformatorenwerks Leipzig in Kooperation mit dem Ringelnatz-Geburtshaus Wurzen zu einem Abend ein, der sich mit der Frage beschäftigt, wie Menschen in Zeiten von Ausgrenzung, Gewalt und gesellschaftlicher Spaltung Haltung bewahren können. Im Mittelpunkt stehen Texte und Gedichte, die sich mit den Erfahrungen von Menschen auseinandersetzen, die Hass und Verfolgung ausgesetzt waren – und dennoch Wege fanden, ihre Menschlichkeit zu bewahren. Die Auswahl von musikalischen zu literarischen Beiträgen, verstärken die emotionale Tiefe und tragen den Abend atmosphärisch.

Mit Liedern von Viktor Ullmann (1898-1944) und Erik Zeisl 1905-1959) sowie Klezmer-Improvisationen erinnert Sieglinde Schneider (Sopran) im Zusammenspiel mit Robert Herrmann (Klavier) an die jüdische Kultur in Mittel- und Osteuropa. Die Heiterkeit der Lieder zeugt von der Zeit vor dem Nationalsozialismus. Zur besseren Verständlichkeit werden die jiddischen Lieder jeweils vorgängig in Übersetzung ohne musikalische Begleitung vorgetragen. Die Gedichte der jüdischen Literaturnobelpreisträgerin Nelly Sachs (1891-1970) und des jüdischen Büchnerpreisträgers Paul Celan (1920-1970) blieben zeitlebens Versuche, einen Umgang mit der Unfassbarkeit des Holocaust zu finden. Bis heute haben sie nichts von ihrer Dringlichkeit eingebüsst.

Eintrittskarten sind online sowie in der Tourist-Information und im Ringelnatz-Geburtshaus in Wurzen zu den jeweiligen Öffnungszeiten erhältlich.



Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Der Leiter des Ringelnatz-Geburtshauses und Geschäftsführer des Joachim-Ringelnatz-Vereins, Etienne Genedl, heute zu Bes...
15/08/2026

Der Leiter des Ringelnatz-Geburtshauses und Geschäftsführer des Joachim-Ringelnatz-Vereins, Etienne Genedl, heute zu Besuch in der Sonderausstellung "Es hat sich selbst aus mir gemalt" in Bernried am Starnberger See.

Unter anderem zu sehen sind vier Leihgaben aus Ringelnatz' Geburtsstadt Wurzen. Noch bis zum 4. Oktober hier im Buchheim Museum und abschließend vom 25.10.2026 bis 07.02.2027 im Ernst Barlach Haus in Hamburg.

Adresse

Crostigall 14
Wurzen
04808

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