Clicky

Exil Archiv

Exil Archiv Exil-Archiv | WORK IN PROGRESS Dieses virtuelle "Zentrum der verfolgten Künste" wird nie fertig werden können, es ist eine unendliche Geschichte.

Zwar sind die prominenten Exilanten erforscht. Aber Tausende von Dichtern, Journalisten, Musikern, Malern, Fotografen und Filmemachern, Architekten, Natur- und Geisteswissenschaftlern und sogar Sportlern, die Gegner und Opfer von Diktaturen waren, sind vergessen. Denn es bleibt die Frage, ob die einzigartigen Verbrechen der N***s und die angeblich kommode DDR-Diktatur die Gründe für die Selbstlähm

Zwar sind die prominenten Exilanten erforscht. Aber Tausende von Dichtern, Journalisten, Musikern, Malern, Fotografen und Filmemachern, Architekten, Natur- und Geisteswissenschaftlern und sogar Sportlern, die Gegner und Opfer von Diktaturen waren, sind vergessen. Denn es bleibt die Frage, ob die einzigartigen Verbrechen der N***s und die angeblich kommode DDR-Diktatur die Gründe für die Selbstlähm

Wie gewohnt öffnen

22/02/2017

Hallo! Heute vor 75 Jahren schieden Lotte und Stefan Zweig durch eine Überdosis Schmerzmittel aus dem Leben. Sie waren Exilanten. Lebten in Brasilien. Ihre Heimat war die deutsche Sprache. Stefan Zweig ("Die Schachnovelle") war zu seiner Zeit der meistgelesene deutschsprachige Schriftsteller. In seinem Abschiedsbrief vom 22. Februar 1942 sprach der aus Österreich vor den Nazis geflüchtete Autor von der "geistigen Vernichtung Europas". Was hätte dieser zu Recht bewunderte (jüdische) Schriftsteller wohl zur heutigen Entwicklung gesagt: Just an seinem Todestag prangert Amnesty international die zunehmende Aushöhlung der Menschenrechte in Europa und den USA an. Im neuen ai-Jahresbericht wird die. „vergiftete Wahlkampfrhetorik” Donald Trumps als Beispiel eines weltweiten Trends hin zu einer Wut- und Spaltungs-Politik bezeichnet. „Die Welt wurde 2016 finsterer und unsicherer”, schreibt Generalsekretär Salil Shetty, eine Welt der Diskriminierung und Hassverbrechen. Deutschland wird von Amnesty für die Verschärfung des Asylrechts und mangelnde Maßnahmen gegen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte kritisiert. Gelobt werden jedoch die „erheblichen Anstrengungen” Deutschlands, Flüchtlinge unterzubringen. Bemängelt wird die weiter fehlende aktive EU-Flüchtlingspolitik.
Viele der Besten aus den von den Nazis unterdrückten Ländern waren Flüchtlinge. Stefan Zweig, Thomas Mann oder Else Lasker-Schüler, Bertolt Brecht, Lilli Palmer und Tausende anderer Menschen wurden in europäischen und Überseeländern aufgenommen. Wie geschichtsvergessen sind wird heute, wenn Kinder und Alte, Gebrechliche und Familien abgeschoben, Grenzen dichtgemacht und so genannte Auffanglager in Wüsteneien errichtet werden. Wir alle machen uns mitschuldig, wenn wir unwidersprochen Menschenrechtsverletzungen in Nordafrika in Kauf nehmen. „Flüchtlinge und Migranten werden dort in Haftzentren gebracht, wo sie oft ohne Kontakt und unter unwürdigen Bedingungen festgehalten werden”, heißt es bei Amnesty. Gut, dass es diese Organisation gibt, aber manchmal kommt sie mir vor wie der sprichwörtliche einsame Rufer in der Wüste.

18/01/2017

Hallo! Jetzt, liebe Follower, helft den frierenden Flüchtlingen auf Lesbos (und vielleicht auch andernorts im kalten Griechenland)! Dies ist eine Bitte an alle Facebookfreunde von mir und der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, Winterkleidung, Schlafsäcke etc. zu spenden und zu verschicken.
"Es ist ein Weinen in der Welt / Als ob der liebe Gott gestorben wär". Else Lasker-Schüler. Die Dichterin hatte im April 1933 nach ihrer Flucht aus Deutschland in Zürich im Freien nächtigen müssen. Viele Deutsche überlebten den strengen Jahrhundertwinter 1947 nur mithilfe von Carepaketen aus den USA. Nun sollten wir anderen Menschen in Not helfen. Damit unsere Hilfe für die Flüchtlinge im armen Mutterland der abendländischen Kultur und Demokratie erfolgreich funktioniert, bitten wir, diesen Aufruf an die eigenen Follower zu teilen und die folgenden Bitten zu befolgen:
1.) Die Pakete zum Sammeltransport zu schicken an unseren Partner:
Pantheon Theater GmbH (Martina Steimer)
Siegburger Straße 42
53229 Bonn
(in der ehemaligen Schauspielhalle Beuel)
2.) Um die Transportkosten von Bonn nach Griechenland bezahlen
zu können, bitte ich jeden, der sich beteiligen möchte, um eine Mail mit Namen, Adresse, Gewichts- und Inhaltsangabe des Pakets an: [email protected]
Wir antworten dann mit einer Kontonummer (bei der Stadtsparkasse Wuppertal). Stichwort: Griechenland. Spendenbescheinigungen können laut Satzung der ELS-Gesellschaft nur für Kulturspenden ausgestellt werden.
Je nach Gewicht des einzelnen Pakets dürften die Kosten pro Stück bei etwa 20,- € bis 30,- € betragen (die Speditionen rechnen nach Kubikmeter und könnten die Sachen maximal in 4 Tagen vor Ort abliefern). Wir stehen für das Verteilen mit diversen Partnern dort in Kontakt.
3.) Jedes Paket muss neben der Inhaltsangabe auch den Absender enthalten!
4.) Die Pakete bollten bis zum 28. Januar in Bonn eintreffen.
Auch human-meschuggene Ideen brauchen konkrete Umsetzung. Versetzt Euch in die Lage der Menschen in den Notzelten. Und helft! Danke.

16/01/2017

Hallo! Die Vorbereitungen der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft für eine Aktion Winterkleidung (Schlafsäcke, Decken etc.) für frierende Flüchtlinge in Notzelten in Griechenland laufen. Dazu werden wir hier und über die Mitglieder-Mailadressen unserer Literaturgesellschaft aufrufen. Wir wollen dazu alle technischen Möglichkeiten nutzen.
iPhone, "soziale Medien" und immer intelligentere Maschinen sind zwar inzwischen aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch die Realität sind auch diese inhumanen Umstände.
Für Menschen ist es nicht gut, wenn ­Maschinen alles dominieren. Wir sind kein Gehirn mit einem Wurmfortsatz genannt «Körper», sondern wir sind in erster Linie Körper; und der braucht Kontakt mit der Wirklichkeit

14/01/2017

Hallo! Die malende Dichterin Else Lasker-Schüler soll nach ihrer Flucht aus Deutschland im kalten April 1933 in Zürich im Freiuen auf Bänken genächtigt haben. Die wunderbare Künstlerin, 64 Jahre alt, musste Mäzene anbetteln, um überleben zu können. In Erinnerung daran versucht die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft eine Hilfsaktion für die in Notzelten frierenden Flüchtlinge auf Lesbos (und anderen Inseln) zu organisieren. Checken im Augenblick über Freunde in Griechenland die Möglichkeiten der Realisierung. Sobald wir mehr wissen, geben wir dies allen Freunden hier bekannt. Und was haltet Ihr/halten Sie davon, der Kanzlerin, Bundesfinanzminister Schäuble und den Fraktionsvorständen der Bundestagsparteien höflich zu mailen, mindestens einen Teil der durch unsere Steuern erzielten Haushaltsüberschüsse für Container-Unterkünfte bereitzustellen??? Denn schließlich hat die Bundesregierung die Grenzen geschlossen, damit die Flüchtlinge, die ja nicht weniger werden, in anderen, ärmeren Ländern wie Griechenland verbleiben. Oder drastischer: Sie werden uns vom Hals gehalten.

Hallo! Erst heute las ich, dass Zygmunt Baumann am 9. Januar 2017 im Alter von 92 Jahren gestorben ist (in Leeds). Eine ...
11/01/2017
Exil-Archiv.de

Hallo! Erst heute las ich, dass Zygmunt Baumann am 9. Januar 2017 im Alter von 92 Jahren gestorben ist (in Leeds). Eine eindrucksvolle Persönlichkeit. Im jüngsten Newsletter der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft (Ausgabe 107, 1. Quartal 2017) hatte ich ihn wie folgt erwähnt:
Dass auch 2017 im Zeichen von Flucht und Einwanderung stehen wird, scheint gewiss zu sein. Dass sich die "Willkommenskultur" des Vorjahrs (leider) gewandelt hat, hätte einen Flüchtling wie Bertolt Brecht kaum überrascht. "Der Flüchtling ist ein Bote des Unglücks", heißt es in seinem Gedicht "Die Landschaft des Exils". Flüchtlinge bringen schlechte Nachrichten und Konflikte vor unsere Haustüren. Damit schlägt die Stunde der Populisten. "Die Angst vor dem/den Unbekannten sucht nach Ventilen. Das Versprechen, die Unerwünschten draußen zu halten, ist eine Art Exorzismus - das Furcht einflößende Gespenst der Ungewissheit soll ausgetrieben werden", meint der Philosoph Zygmunt Baumann. Der 90jährige aus Posen war 14, als er vor den Deutschen in die Sowjetunion flüchtete. Als politischer Offizier kehrte er nach Warschau zurück, um 1997 aus der KP auszutreten. Damit verlor er seine Professur. Er emigrierte nach Israel und erhielt später einen Lehrstuhl in Leeds: "Ich habe in einem langen Leben in den verschiedensten Gesellschaftssystemen mit ihren Hoffnungen und Ängsten gelebt. Vielleicht ist es meine einzige Art von Weisheit, sicher zu sein, dass auf Erden eine gute Gesellschaft nicht existiert." Dieses Zitat leitet Baumanns Biografie ein, eine von rund 2.000, die unter www.exil-archiv.de einzusehen sind.
Hajo Jahn

11/01/2017

Hallo! Der verstorbene Bundespräsident Roman Herzog wusste um die Notwendigkeit einer Erinnerungskultur. Er führte nicht nur den Holocaust-Gedenktag (27. Januar - Befreiung von Auschwitz) ein, sondern er empfing auch in seinem Berliner Amtssitz am 15. März 1996 eine kleine Abordnung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft: Zur offiziellen Präsentation einer Benefiz-CD (mit BAP, BRINGS, PUR, Reinhard Mey, Wolf Biermann, Klaus Hoffmann, Ina Deter, Klaus Lage Annette Humpe, Anne Haigis). Der Reinerlös war für das "Zentrum der verfolgten Künste" bestimmt, das die ELS-Gesellschaft initiiert hat und das inzwischen in Solingen realisiert wurde. Das engagierte Gespräch mit dem Präsidenten bei Kaffee und Keksen drehte sich um Else Lasker-Schüler und andere große Künstler und Persönlichkeiten, die aus Deutschland hatten flüchten müssen. In der Biografie des "Prinzen von Theben" alias Else Lasker fokussiert sich die Bandbreite verfolgter Künste - auch als Beispiel für heute verfolgte Schriftsteller, Filmemacher, Musiker etwa in der Türkei, Russland, China und anderen Ländern. Prof. Herzog zeigte sich von der Idee eines interdisziplinären "Zentrums für verfolgte Künste" besonders angetan, weil junge Menschen anders angesprochen werden sollten als mit dem "Nie wieder Holocaust" (so notwendig das ist!). Er und zitierte aus dem Else-Gedicht "Mein blaues Klavier" un d wünschte uns viel Erfolg.

10/01/2017

Hallo! Während sich die Parteien gegenseitig in Sicherheitsforderungen vor Terroranschlägen überbieten, geht unter, dass es auch zunehmend Gewalt gegen Politiker gibt, die nicht von (wenigen) kriminellen Flüchtlingen ausgeht. Da geben Bürgermeister wegen solcher Angriffe ihr Amt ab, da such die (linke) sächsische Landtagsabgeordnete Susanne Schaper aus Chemnitz ein neues Büro. Sie bekam bereits 7 Absagen, denn es hat sich herumgesprochen, dass ihr bisheriges Domizil 22 Mal angegriffen wurde (Fenster einschlagen, tote Kleintiere im Eingang etc.). Der Vandalismus nimmt überhand, auch gegen andere demokratische Parteien und, das sei nicht verschwiegen, gegen AfD-Einrichtungen. Obwohl mir diese Partei herzlich unsympathisch ist: Sie ist nicht verboten. Frei nach Voltaire (fälschlich oft Rosa Luxemburg zugeschrieben) würde ich selbst meinem erbittertsten Gegner sein Recht verteidigen, öffentlich seine Meinung zu sagen.

09/01/2017
Bing

BENEFIZKONZERT zum
TAG DER BEFREIUNG von Auschwitz
Am 27. Januar 1945 erreichte die Rote Armee das Vernichtungslager.
Im Gedenken daran veranstaltet CAP ANAMUR - Deutsche Notärzte e.V. ein Benefizkonzert zu Gunsten der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft.

ZEIT: Samstag, 28. Januar 2017, 19.00 Uhr
ORT: Ev. Citykirche, Wuppertal-Elberfeld, Kirchplatz

Aufgeführt wird das geheimnisumrankte Messiaen-Quartett "Quatuor pour la fin du temps" sowie zum Auftakt zwei Sätze des Trios für Klarinette, Cello und Geige von dem nach England emigrierten jüdischen Komponisten Hans Gal.
Legenden und Gerüchte umranken die Entstehung des "Quartetts für das Ende der Zeiten", das als ein Schlüsselwerk der Moderne gilt. Messiaen schrieb es 1940/41 in deutscher Kriegsgefangenschaft in Görlitz. Die ungewöhnliche Besetzung für Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier resultiert aus den im Lager verfügbaren Musikern: dem Klarinettisten Henri Akoka, dem Geiger Jean Le Boulaire und dem Cellisten Etienne Pasquier. Messiaen selbst übernahm den Klavierpart. Die Uraufführung des achtsätzigen Werkes fand am 15. Januar 1941 vor 400 Kriegsgefangenen statt.

Die Projektregie liegt bei Graham Waterhouse, Komponist und Cellist
Tatiana Sikorskaja, Klavier
Önder Baloglu, Violine (Konzertmeister der Duisburger Symphoniker)
Hans-Joachim Büsching, Soloklarinettist des Bonner Symphonie-Orchesters
Prof. Matthias Brzoska, Essener Musikhistoriker,
stellt seine neuen Forschungsergebnisse zu Messiaen
und seinem bedeutendsten Werk vor: MESSIAEN -
QUARTETT - LEGENDEN UND WAHRHEIT.

06/06/2016

Nach der Sommerpause...
... laden wir zu einer PowerPoint-Präsentation über die "STURM-Frauen" am Samstag, d.8 Oktober, ins Frauenmuseum Bonn, Im Krausfeld 10, ein. Beginn 18 h. Ohne Else Lasker-Schüler und Nell Walden hätte es die STURM-Galerie nie gegeben. Ich hoffe, wir sehen uns. Hajo Jahn

29/04/2016

EINLADUNG!

Ein kleines, aber besonders feines Stück Weltkultur stellen wir am Mittwoch, d. 25. Mai 2016 ab 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Solingen, Mummstr.10, vor:

• "Der blaue Reiter präsentiert Eurer Hoheit sein blaues Pferd". Eine PowerPoint-Präsentation. Denn es geht um die gemalte Korrespondenz zwischen Else Lasker-Schüler und Franz Marc, der vor 100 Jahren (am 4. März 1916) vor Verdun im Ersten Weltkrieg gefallen ist.

Die Dichterin und der Maler - Else Lasker-Schüler

und Franz Marc - eine Künstlerfreundschaft in Bildern. Wunderbare Bilder und spannende Geschichten, die von missglückten Rückkäufen handelt und von Obernazi Göring, der sich das Marc-Bild "Turm der blauen Pferde" auf Nimmerwiedersehen angeeignet hat,. Übriggeblieben ist von diesem Werk nur eine Miniatur auf einer Postkarte an den "Prinzen von Theben", an Else Lasker-Schüler. Meine Moderation wird begleitet von Claudia Gahrke, Rezitation, und Harald Eller, Daxophon - ein überaus interessantes Musikinstrument aus der "Familie" der Idiophone und damit aus dem Bereich der Experimental-Musik. Es wurde von dem Wuppertaler Gitarristen Hans Reichel entwickelt.- Herzlich, Hajo Jahn

15/03/2016

Hallo -
ich grüße alle "Tucho"- Fans und hoffe, den einen oder die andere am Donnerstag, d. 14. April begrüßen zu können:
Die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, die diese Website (und das reale Zentrum für verfolgte Künste unter dem Dach des Kunstmuseums Solingen) initiiert hat, lädt am 14. April nach Wuppertal-Elberfeld zu ihrer (öffentlichen) Jahreshauptversammlung ein. Und zwar in die ev. Citykirche, Kirchplatz 1. Das ist nicht Vereinsmeierei, sondern notwendig, z. B. wenn man gemeinnützig bleiben möchte,
Aber da wir eine etwas ungedwöhnliche Literaturgesellschaft sind, gibt es im Anschluss natürlich eine Veranstakltung, die mit Exil und Likteratur zu tun hat, nämlich mit "Panther" Tucholsky
„Mein Weltbild ist mir
fast von der Wand gefallen.“
Kurt Tucholsky – Streitbarer Literat und Aphoristiker
Dialogisches Tucholsky-Porträt
von Friedemann Spicker & Jürgen Wilbert

Donnerstag, 14.April 2016, 20:00 Uhr
• direkt nach der öffentlichen Jahreshauptversammlung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, die um 18:00 Uhr beginnt:
Citykirche, Wuppertal-E., Kirchplatz 1
"Tucho" zählt zu den herausragenden Autoren der Weimarer Republik. Dass seine Texte immer noch etwas zu sagen haben, das möchte dieser literarische Abend zeigen: mit einer Auswahl seiner wortwitzigen aphoristischen Kurztexte und Gedichte, verknüpft mit einer prägnanten Darstellung seiner Lebensstationen. Er selber fragte sich : „Erfolg hatte ich – aber auch Wirkung?“ - Welche Wirkung seine Texte jetzt noch haben, das können Sie am 14. April erleben.
Hajo Jahn

07/03/2016

Frau
Dr. Angela Merkel
Bundeskanzlerin der Bundespublik Deutschland
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
11011 Berlin

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, Wuppertal, 2.3.2016

36 literarische Gesellschaften (Mitglieder der AG Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten) wenden sich in einem Offenen Brief an Sie: Mit der Bitte, im Rahmen einer Regierungserklärung zur Flüchtlingsfrage die Deutschen daran zu erinnern, dass einst Thomas und Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Anna Seghers, Kurt Tucholsky, aber auch Albert Einstein, Paul Hindemith, Max Ernst, Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe, Lilli Palmer oder Willy Brandt und viele andere vor Diktatur und Krieg geflohen sind.

Wir Deutschen haben auch deshalb eine moralische Verpflichtung, eine Bringschuld. Tausende von deutschen Schriftstellern und anderen Künstlern waren während der NS-Diktatur Flüchtlinge. Sie wurden in europäischen und anderen Ländern aufgenommen, Länder, aus denen zum Teil Flüchtlinge stammen, die heute in die Bundes-republik kommen. Die Exilanten von einst blieben in ihren Gastländern unversehrt. Niemand hat sie angegriffen. Das sollte Verpflichtung für alle Deutschen heute sein angesichts zunehmender Ressentiments und Ablehnung gegenüber den Fremden und einer Verwahrlosung der öffentlichen Debatte über die Flüchtlinge.

Die Wuppertaler Else Lasker-Schüler-Gesellschaft hat in Erinnerung an die deutschen Exilanten am 9. November 1992 in 16 Bundesländern und danach ein halbes Jahr lang Dichterlesungen in Asylbewerberheimen durchge-führt. Um so deutsche Nachbarn in die Heime zu holen - zum Schutz der Flüchtlinge und zum gegenseitigen Verständnis. Das war nach den Anschlägen von Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Cottbus, Solingen und vielen anderen Städten. Diese Aktion, an der sich Günter Grass, Herta Müller, Wolf Biermann, Reiner Kunze, Sarah Kirsch und mehr als 50 weitere AutorInnen beteiligten, lässt sich angesichts der dramatisch gestiegenen Anschläge auf Asyle und Flüchtlinge nicht wiederholen.
Nach einer Erhebung des Bundeskriminalamts gab es im vergangenen Jahr 1005 Attacken, Brandanschläge und Gewalttaten auf Asylunterkünfte. Davon haben 901 einen eindeutig rechtsradikalen Hintergrund. Die Zahl hat sich damit binnen eines Jahres verfünffacht: Dies muss zurückgehen. Idealerweise auf Null.

Deshalb gilt es, die deutsche Bevölkerung mitzunehmen im Bemühen, die jetzigen Flüchtlinge nicht nur willkommen zu heißen, was wir begrüßen, sondern sie zu schützen im Namen unserer Flüchtlinge zwischen 1933 und 1945.
Daran sollten Sie bitte in einer Ihrer nächsten Regierungserklärungen zur Flüchtlingsfrage appellieren - unter Verweis auf die deutschen Emigranten und Exilanten.

Mit freundlichen Grüßen
für die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft
haben diesen Aufruf die Ehrenmitglieder Ingrid Bachér, George Dreyfus (Melbourne) und Adolf Burger, Prag, unterzeichnet; die beiden Letztgenannten waren NS-Opfer, George Dreyfus Exilant,
Hajo Jahn, Vorsitzender der ELS-Gesellschaft, war als Kind Heimatvertriebener und Flüchtling.


36 Literarische Vereine - Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V. - und die ehemalige deutsche PEN-Präsidentin Ingrid Bachér, haben inzwischen diesen Offenen Brief der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft an die Bundeskanzlerin unterschrieben, in dem die Regierungschefin in der Flüchtlingsfrage unterstützt wird vor dem Hintergrund jener vielen deutschen Schriftsteller und anderen Intellektuellen, die aus NS-Deutschland flüchten mussten.
Es sind doch immer die Eliten: Nicht die Millionen Mitläufer, sondern die Eliten stützten oder stürzen Regime. Und es sind unsere vertriebenen Eliten, Vorbilder, deren Namen und Werke überdauern. Deren Schicksal Verpflichtung ist für die Unversehrtheit von Flüchtlingen heute angesichts der dramatisch erhöhten Attacken.
Unterzeichner:
Erich Kästner Gesellschaft
Dr. Andreas Bode, 1. Vorsitzender
„Die Erich Kästner Gesellschaft unterstützt Ihren Offenen Brief an die Bundeskanzlerin aus Überzeugung.“ -1-

Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V
Ralph Grüneberger, Vorsitzender
D-04103 Leipzig

Roger-Loewig-Gesellschaft e. V.
Krista Maria Schädlich
Vorstandsvorsitzende, 14806 Bad Belzig

Kleist-Gesellschaft
Prof. Dr. Günter Blamberger, Präsident
("Ich halte diesen Brief und die Formulierungen für unterstützenswert, kann das aber nur für mich persönlich sagen, nicht im Namen aller Kleist-Mitglieder.")

Marburger Literaturforums
PD Dr. Jan Süselbeck, DAAD Associate Professor, University of Calgary
Department of Linguistics, Languages and Cultures
"Ich unterstütze Ihre Initiative voll und ganz. Allerdings bin ich seit letztem Jahr nicht mehr Vorsitzender des Marburger Literaturforums, sondern bereits selbst vor den abstoßenden deutschen Zuständen nach Kanada geflohen. Hiermit leite ich Ihre Nachricht an den neuen Vorstand weiter, an Prof. Dr. Jürgen Joachimsthaler und Malte Dreyer."
Prof. Dr. Jürgen Joachimsthaler
Institut für Neuere deutsche Literatur, Philipps-Universität Marburg
D-35039 Marburg
"...als neuer Vorsitzender des Marburger Literaturforums unterstütze ich Ihren offenen Brief im Namen des Marburger Literaturforums voll und ganz."

Kurt Hiller Gesellschaft e.V.
Dr. Harald Lützenkirchen, 1. Vorsitzender, 41464 Neuss
"... namens der Kurt Hiller Gesellschaft (Kurt Hiller wurde ja auch in Prag und London als Flüchtling aufgenommen) unterzeichnen wir Ihren Appell an die Kanzlerin."

Werner Bergengruen-Gesellschaft e.V.
Eckhard Lange, Präsident
"... gerne schließe ich mich im Namen der Werner Bergengruen-Gesellschaft e.V. Ihrem Apell an Frau Merkel an. Mir würde der Hinweis auf die früheren Emigranten im Rahmen einer der nächsten Regierungserklärungen zur Flüchtlingsfrage genügen."

Heimito von Doderer-Gesellschaft e.V.
Dr. Gerald Sommer, Vorsitzender
c/o Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5
D-14109 Berlin

Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
Dr. Heribert Tommek

Bert Brecht Kreis Augsburg e.V. Dr. Michael Friedrichs, c/o Brechthaus, Auf dem Rain 7
86152 Augsburg
Erich Maria Remaque-Gesellschaft e.V.
c/o Erich Maria Remarque Friedenszentrum
Ursula Führer, Vorsitzende
49074 Osnabrück

Friedrich-Spee-Gesellschaft e.V. Düsseldorf
Friedrich-Spee-Archiv Düsseldorf-Kaiserswerth
Hans Müskens, Vorsitzender, 40489 Düsseldorf

Erich-Mühsam-Gesellschaft e.V.
Lienhard Böhning, 1. Vorsitzender
23562 Lübeck

Ernst-Bloch-Gesellschaft
Prof. Dr. Francesca Vidal
Präsidentin der Ernst-Bloch-Gesellschaft
Mitglied des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften
"Auch Ernst Bloch gehört ja zu den Menschen, die Zeit Ihres Lebens von einem Exilort zum anderen reisen mussten und so unterschreiben wir selbstverständlich Ihren Brief. Zudem bin ich selbst Tochter eines 'Migranten', der aus poltischen Gründen Spanien unter Franco verlassen musste."

Leonhard-Frank-Gesellschaft e.V
Michael Henke, 1. Vorsitzender , 10999 Berlin

Varnhagel-Gesellschaft
Dr. Nikolaus Gatter, Vorsitzender

Wangener Kreis
Ges. f. Literatur u. Kunst „Der Osten“ e. V.
Stefanie Kemper, Vorsitzende

Internationale Novalis-Gesellschaft
Dennis Mahoney, Präsident
"Ich persönlich bin dafür, dass die Internationale Novalis-Gesellschaft als Gesellschaft den Offenen Brief unterzeichnet, aber als Nicht-Deutscher lasse ich mich gern in dieser Hinsicht von meinen Kollegen beraten.
Im Zusammenhang mit Ihrem Briefkopf und dem Anfang des Gedichts "Mein blaues Klavier" finden Sie es hoffentlich vom Interesse, dass meine Abteilung in zwei Wochen ein Konzert des exilierten Wiener Professors und Komponisten Richard Stöhr veranstaltet: Ehrengast dabei ist Hedi Ballantyne, die Tochter von Richard Stöhr, die die Kriegsjahre in England verbrachte und später an der Universität Vermont studierte, wo sie Professor Kahn kennenlernte, der selber Flüchtling aus Nazi-Deutschland war.
Dr. Gabriele Rommel,
Leitung der Intern. Novalis-Gesellschaft
"Ihr Brief spricht die tiefe Besorgnis all der Kollegen aus, die sich mit der Pflege des kulturellen, insbesondere literarischen Erbes und der darin bewahrten humanistischen Werte beschäftigen und das als eine lebendige Tagesaufgabe betrachten. Die Bundeskanzlerin wird es als Untermauerung und Stärkung ihrer Positionen verstehen und auch brauchen.

Armin T. Wegner-Gesellschaft e.V.
Ulrich Klan, Vorsitzender

Literarisches Zentrum Gießen
Prof. Sascha Feuchert
„Ich unterzeichne den Brief nicht nur als Vors. des Literarischen Zentrums Gießen sehr, sondern auch als Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Universität Gießen.“
Peter-Hille-Gesellschaft
Dr. Michael Kienecker, 1. Vorsitzender
NGL - Neue Gesellschaft für Literatur Erlangen
Nevfel Cumart, 1. Vorsitzender

Carl-Zuckmayer-Gesellschaft Mainz e. V.
Peter Krawietz, Präsident
"Ich persönlich unterzeichne den Brief gerne. Schließlich unterstützt er die Politik der Kanzlerin, die anscheinend immer einsamer wird."

E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft e.V.
Prof. Dr. Bernhard Schemmel

Meininger Museen/ Literaturmuseum Baumbachhaus
Dr. Andreas Seifert

Frank Wedekind-Gesellschaft Darmstadt e.V.
Hartmut Vinçon, 1. Vorsitzender

Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft
Silke Gehring, Vorsitzende

Anna-Seghers-Gesellschaft
Hans-Willi Ohl, Vorsitzender

Charles-Bukowski-Gesellschaft
Roni, Vorsitzender
"Ihr Anliegen ist auch mir persönlich wichtig und entspricht dem gesellschaftskritischen, weltoffenen Geist der von mir vertretenen Charles-Bukowski-Gesellschaft. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement in der Sache."

Kulturhistorischer Verein Friedrichshagen e.V. -
Ronald Vierock, Vorsitzender

Deutsche Literatur und Sprache des
Mittelalters und der Frühen Neuzeit
mit dem Schwerpunkt Bayern
D-86159 Augsburg
Prof. Dr. Klaus Wolf

Robert Walser-Gesellschaft
Dr. Kerstin Gräfin von Schwerin, Präsidentin
CH-3011 Bern

Fritz Reuter-Gesellschaft e.V.
Jürgen Grote, Präsident

Friedrich-Spee-Gesellschaft, e.V., Trier
Vorsitzende: Dr. Rita Voltmer

Bettina-von - Arnim - Gesellschaft
Dr. Uwe Lemm, Vorsitzender

Goethe-Gesellschaft in Weimar
Dr. habil. Jochen Golz, Präsident

Sowie:
"... gerne duerfen sie auch das "walter-trier-archiv" in konstanz mit als unterzeichner dieses offenen briefes auffuehren. gerade ein satirisch-taetiger, komisch-kritischer kuenstler wie walter trier, der ab 1935, auf der flucht vor den nationalsozialisten, gleich zweimal in seiner beruflichen karriere von null an beginnen musste, kann zeugnis davon geben, wie gluecklich man sich preisen konnte, wenn man wie er mit seine klein-familie zunaechst in england und spaeter in kanada zuflucht und arbeit fand. gerade heute sind ja auch wieder die dem lachen und leben verpflichteten kuenstler ganz oben auf der liste von fundamentalisten, scharfmachern und hetzern. dr. antje neuner-warthorst

Adresse

Herzogstr. 42
Wuppertal
42103

Allgemeine Information

Virtuelles Zentrum der verfolgten Künste zur Förderung demokratischer Kultur Ziel der Else-Lasker-Schüler-Stiftung ist die Gründung eines realen Zentrums der Verfolgten Künste. Dieses soll ausgebaut werden als Informations- und Dokumentationsplattform zu den Themen Zensur, Verbieten und Verbrennen von Büchern, Verfolgung und Emigration von Schriftstellern, Bildenden Künstlern und anderen Intellektuellen in Vergangenheit und Gegenwart. Das Zentrum der Verfolgten Künste versteht sich als Ort der Kommunikation, in dem Menschen einander begegnen und sich austauschen können. Als ein solcher Ort der Begegnung bietet das Zentrum gleichermassen Raum für historische und politische Bildung, Erinnerungsarbeit mit Zeitzeugen und (interaktive) Recherche im visuellen Archiv. Gemeinsames Ziel aller Aktivitäten des Zentrums der Verfolgten Künste ist die Förderung einer demokratischer Kultur, die zur Herausbildung von Toleranz und Respekt vor Andersdenkenden führt. Die Arbeit des Zentrums ist ein aktiver Beitrag gegen Menschenrechtsverletzungen, Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit. Wie lange das Zentrum der Verfolgten Künste eine Vision bleibt, ist (noch) ungewiss. Die Realisierung hängt u.a. von finanziellen Imponderabilien ab. Doch damit die Vision nicht bloße Utopie bleibt, also eine Idee ohne Ort, soll sie im weltweiten Netz ihren "Ort" haben: Die Website www.exil-archiv.de wird zum virtuellen Platzhalter des realen Zentrums der Verfolgten Künste ausgebaut und mit ihm künftig vernetzt. Als solche kann sie bereits jetzt wesentliche der oben skizzierten Aufgaben des realen Zentrums der Verfolgten Künste erfüllen. In welchem quantitativen und qualitativen Umfang, hängt nicht zuletzt auch von der finanziellen Ausstattung des Projektes ab. Grundsätzlich wünschenswert und auch möglich ist die Wahrnehmung folgender Aufgaben: www.exil-archiv.de ist Kommunikations- und Informationsplattform zu den Themen Zensur, Verbrennen und Verbieten von Büchern, Verfolgung und Emigration von Schriftstellern, Künstlern und anderen Intellektuellen. Die Website fungiert als Online-Magazin, das in wissenschaftlichen, literarischen (Essay, Gedicht, Erzählung, Tagebuch, Roman) und journalistischen Formaten über historische Hintergründe und Zusammenhänge sowie über aktuelle Fälle von Zensur und Verfolgung von Intellektuellen berichtet. In diesem Sinne kann www.exil-archiv.de sukzessive als virtuelle Plattform für Dokumentation, Bildung, Publizistik und Forschung ausgebaut werden. So sollen u.a. auf www.exil-archiv.de publiziert werden: - Porträts und Werkauszüge von Schriftstellern/ Bildenden Künstlern/ Musikern, Liedermachern, Schauspielern, Filmemachern, Natur- und Geisteswissenschaftlern, Journalisten u.a., die in der Ausübung ihres Berufes gehindert wurden bzw. werden. - Berichte von aktuell Betroffenen - Interviews mit, Werkauszüge von und Erinnerungen an Exilierte nach Geburts- und Todesdaten. Wichtige historische Einschnitte wie "Machtergreifung" und "Bücherverbrennung" - Als Hintergrundinformation Berichte und Reportagen über Länder, in denen Meinungsfreiheit und Menschenrechte verletzt werden www.exil-archiv.de bietet die Möglichkeit pädagogischer Vermittlung und versteht sich als Beitrag zur Erinnerungsarbeit für Toleranz und Menschenwürde. Jugendliche sollen "interaktiv" an der Gestaltung der Website beteiligt und zu Ko-Autoren werden. Sie erkennen so strukturelle Zusammenhänge von Gewalt, Rassismus, und Ausländerfeindlichkeit in Vergangenheit und Gegenwart. Ein spezielles Angebot für die Schulen mit Materialien und Unterrichtseinheiten findet man bereits unter www.exil-club.de. Das Exil-Archiv steht auch als virtuelles Forum Exil-Forschern offen. Auf der Website können wissenschaftliche Ergebnisse der Exil-Forschung publiziert werden, um sie einer größeren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. In Vorbereitung einer wissenschaftlichen Begleitung des Zentrums der Verfolgten Künste sammelt und bindet www.exil-archiv.de bereits vorliegende Ergebnisse der Exilforschung im Internet. www.exil-archiv.de ist Erkundungs- und Experimentierfeld des realen Zentrums. So können sich die Inhalte und damit auch die Navigationsstruktur der Seite an der Konzeption des realen Zentrums (vergl.: Hajo Jahn, Hrsg. "Gewissen gegen Gewalt", S. 39ff) orientieren. Es sollten Wort- und Bilddatenbanken als ein virtuelles Archiv der Verfolgung angelegt werden als Beitrag zur Erziehung und Bildung durch Kunst und Kultur. Hierzu gehört u.a.: - Dokumentation der Bilder-Sammlung Dr. Schneider (Werke deutscher Expressionisten "Verfemt, vergessen, wiederentdeckt") - Biografien und Werkauszüge von verfolgten, exilierten oder ermordeten Intellektuellen - Sammlung Jürgen Serke www.exil-archiv.de informiert ausserdem über: - Aktivitäten der Else-Lasker-Schüler-Stiftung sowie assoziierter Institutionen (z.B. Ausstellungen des Museums Baden/ Solingen) - Die Else-Lasker-Schüler-Foren - Prominente ("Exil-Archiv-Paten") - Veranstaltungen und aktuelle Entwicklungen

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 15:00

Telefon

0202 - 305198

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Exil Archiv erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Exil Archiv senden:

Kunst & Unterhaltung in der Nähe


Andere Kunst und Unterhaltung in Wuppertal

Alles Anzeigen

Bemerkungen

Wann geht das Exil-Archiv wieder online? Ich hatte in der Vergangenheit das umfangreiche Quellenmaterial gerne genutzt, um meine Schülerinnen und Schüler Emigrationsschicksale infolge der nationalsozialistischen Verbrechen recherchieren zu lassen. Ich finde es schade, dass ausgerechnet jetzt in der Phase der Schulschließungen, wo viele Lehrende auf der Suche nach Onlinematerial sind, diese wichtige Quelle nicht mehr zugänglich ist.
Das Exilarchiv ist im Umbau befindlich. Es ist im Moment nur mit Passwort Zugang aus datenschutzrechtlichen Gründen erreichbar.