09/07/2026
Hallööööchen liebe Leserinnen und Leser, ein letztes Mal bitte ich Sie einen Trommelwirbel zu starten. Aber diesmal nicht für Ihre reizende, charismatische sympatische und mitreißende Lieblingsreporterin - (Betonung beachten!) Kaaaaaaarlaaaa Koluuuummmnnnaaaa, sondern für Ihre fantastischen Kinder.
Liebe Eltern, im Abschlussgespräch mit der Tanzschule wurde mir nochmals und abernochmals klar, dass sich in diesem Jahr eine ganz besondere Truppe junger Menschen zusammengefunden hat. Sie denken jetzt sicher, klar….“das schreibt sie doch sicher bei jeder Reise“, aber da liegen Sie leider komplett falsch, denn ich bin NICHT! engagiert um Sie oder Ihre Kinder zu Bauchpinseln, sondern um live und in Farbe, vor allem aber ungeniert, frech und ehrlich aus Playa de Aro zu berichten. Und wie Sie sicher festgestellt haben bin ich dabei auch noch richtig witzig. Jaaaaa, das ist immer die Sache mit dem Eigenlob, aber wissen Sie ich bin nicht umsonst die legendäre, immer ausgebuchte und schrillste Reporterin meiner Branche. Okay! Aus immer ausgebucht machen wir des Öfteren gebuchte Karla Kolumna.
Normalerweise halten wir unser Abschlussgespräch immer recht kurz, da der Abreisetag an sich schon eine Herausforderung ist.
Aber diesmal bedarf es trotzdem sich nochmals bewusst zu machen, welche - (Achtung bewusste Wiederholung) tolle Jugendliche in diesem Jahr dabei waren.
Und Ihre Annahme ist korrekt, wir haben immer tolle Jugendliche dabei, aber wenn mann mehrere Tage miteinander verbringt, kommt selbstverständlich die ein oder andere Diskussion auf und selbstverständlich kommt irgendwann der Punkt, an dem mal eine „ordentliche“ Ansage her muss. Und nun schrieben wir in diesem Jahr Geschichte, denn trotz 58 Personen, die konstant beieinander waren, war keine Ansage nötig, keine Diskussion fällig und an etwaige Gespräche unter vier Augen war erst gar nicht zu denken. Und daher wird das Jahr 2026 in die Historie der Schmitt-Seehaus Jugendreise, als - völlig zurecht - die „bravste“ aller Jugendreisen eingehen. Bitte spenden Sie Ihren Kindern einen Applaus und seien Sie stolz, dass Sie solch ein Exemplar hervorgebracht haben! Chapeau! Hiervor ziehen alle Betreuer als auch meine Wenigkeit den Hut!
Ich sitze übrigens gerade, ebenfalls ein letztes Mal, in meiner Lieblingsbar und Ihre Kinder befinden Sich bereits auf dem Weg in die Heimat. Bis ich all meine Gedanken gesammelt und zu Papier gebracht habe, dürften sich der Bus bereits weit entfernt von diesem wunderschönen Ort - Playa de Aro - befinden. Sie werden dann einen Teenager vorfinden, der nicht nur allerlei zu erzählen hat, sonder vor allem Fix und Foxy in Worms ankommt. Nicht etwa weil die angebotenen Lebensfähigkeitskurse letzte Kräfte raubten, sondern wegen der sogenannten HIP. HIP heißt übrigens „HEUTE IST PARTY“ - eine Sache die ich zu meiner Schande erst nach vielen Jahren als Reporterin herausgefunden habe! Und „Heute ist Party“ war in der gestrigen Nacht Programm! Wobei man hier das Wort Programm eher in Großbuchstaben schreiben müsste. Eine Party der Superlative, im größten Club Nordspaniens, dem Millennium in Girona. Das haben viele Ihrer Kinder sicher noch nicht erlebt. Und ich muss sagen, dass dies auch für mich jedes Jahrs aufs neue die Nacht der Nächte ist. Treue Leser wissen, dass ich mich hier extra in Schale werfe und meine Discomoves der legendären 80er Jahre aufbereite, nur um dieses Gefühl wieder zu erleben. Dieses Gefühl wenn der Scheinwerfer mich trifft, während ich die Arme nach oben werfe. Wie im Rausch die Hände von rechts nach links bewege und die Musik durch meinen Körper pulsiert.
Gut, Sie haben vielleicht davon gehört, dass mich 2017 nicht nur das Licht eines Strahlers traf, sondern der Strahler an sich, so dass meine Nacht ein jähes und schnelles Ende nahm oder an meinen persönlichen Tiefpunkt im Jahr 2018 als man mir den Einlass verwehrte, da man dachte ich sei eine Teilnehmerin, die laut den Türstehern „Ihren Zenit“ bereits überschritten habe!
Eine unglaubliche Geschichte die bis heute an mir nagt. Aber daraus habe ich gelernt, habe den Paillettenrock und meinen damaligen Disco-Glamour-Look überarbeitet und freue mich vor allem, dass ich das Geschehen heutzutage aus der Ü-18 Lounge verfolgen darf. Und auch wenn ich nicht vor Ihnen sitze, so nehme ich Ihr Schmunzeln wahr! Jaaaa auch in der Ü-18 Lounge könnte ich die Mutter des Türstehers sein, aber dort steht genügend Platz zur Verfügung, um in alten Zeiten zu schwelgen und meinen Körper in angebrachter 2026-Situation zu bewegen. Glauben Sie mir, sobald ich mich dem Takt der Musik hingebe, geht kein Blick mehr an mir vorüber und ich nehme sehr wohl war, dass ich für Gesprächsstoff sorge, während Ihre Kinder auf der überfüllten Tanzfläche Teeniekörper an Teeniekörper gedrängt zu den aktuellsten Beats tanzen oder Achtung berechtigter - ich glaube „Gossip“ heißt es im Teenager-Jargon - das ein oder andere Küsschen wagten! Jaaaa, da hat wohl wer geknutscht! Zu süß kann ich Ihnen sagen. Alles in Allem also ein Körpergeruchs-Festival vom feinsten, vor allem aber eine Erinnerung fürs Leben!
Die vorfindende Müdigkeit wurde zusätzlich noch verstärkt durch die RUF-Reisen Weckparty. Denn kaum war man gegen 04:00 Uhr im Camp angekommen, wurde man bereits um 07:00 Uhr geweckt, da um 08:00 Uhr die Zelte abgenommen wurden und der ein oder andere junge Mann noch einen Crash-Kurs im Fegen belegen musste. Glücklicherweise standen starke Mentoren zu Seite, die sogar zeigten, wie man unter einem Bett und neben einem Bett Fegen kann. Der Höhepunkt hierbei, man kann sogar den Schrank zur Seite rücken, um auch dort zu fegen. Sie sehen es wurde keine Gelegenheit ausgelassen Ihre Kinder auf das spätere Leben vorzubereiten. Gerne können Sie sich die neu erworbenen Skills zuhause vorführen lassen.
Fegen, Spülen, Zuhören, und Verstehen sind die Eigenschaften, die Sie nun bewundern können.
Frühstück, Wasserpark und Schmierspaß (so nennt RUF-Reisen das schmieren etwaiger Lunchpakete) stand auf dem Tagesprogramm, bevor es dann ganz pünktlich um 17:15 Uhr zum Bus ging. Und Sie wissen ja selbst die Zeit rennt dahin, und schon entfernte sich der Bus immer weiter von mir, bis er dann rechts abbog und aus meinem Sichtfeld verschwand. Ich habe in diesem Moment Ihre Kinder aus den Augen verloren, aber Ihre Kinder können sich sicher auf ein Wiedersehen freuen, denn einmal Mitglied in der Tanzschule = immer Mitglied in der Tanzschule sagte man mir, so dass diese wunderbaren Exemplare schon bald auf der nächsten Tanzschule-Party feiern können.
In diesem Sinne sage ich nun auch auf Wiedersehen und bewerbe mich hiermit offiziell, die Tanzschulreise auch im kommenden Jahr begleiten zu können. Entschuldigung liebe Tanzschule, aber wie Sie sicher gelesen habe ist die Tanzschule der Meinung, dass solche Berichte doch etwas „überholt“ seien, so dass mein Engagement auf das Jahr 2026 beschränkt wurde. Gerne möchte ich aber neben der Klöppelreise den netten Damen des Klöppel-Club Ostfriesland (früher Klein-Winsen) auch die Jugendreise im Jahr 2027 begleiten. Mit etwas Werbung in eigener Sache und der Bitte die Tanzschule auf die Notwendigkeit meiner Teilnahme hinzuweisen, bitte ich Sie nicht nur allen Menschen in Umfeld von der Reise zu erzählen, sondern explizit meine großartigen Berichte zu thematisieren. Ich wäre Ihnen höchst dankbar.
Bis dahin wünsche ich Ihnen eine wunderbare Zeit, das Buch 2026 ist nun geschrieben und die letzte Seite wird nun von mir persönlich zugeschlagen. Einst hieß es: „In diesem Moment werden Erlebnisse zu Erinnerungen!“ Und so ist es! Ihre Kinder sind nun bald zu Hause und das hier erlebte wird für die Ewigkeit überdauern. Freundschaften sind geschlossen und gemeinsame Geschichten wurden wieder mal geschrieben. Auch ich habe nun genug geschrieben und hoffe Sie haben mich genauso lieb gewonnen wie ich Ihre wirklich sehr liebenswerten Kinder und Sie als treue Leserinnen und Leser.
Dies war ein letztes Mal live und in Farbe.
Ihre Karla Kolumna.
Bevor ich nun ganz die Bühne verlasse, möchte mich auch dafür bedanken, dass Sie gedanklich gerade für mich applaudieren. Es fühlt sich son an, als ginge ich durch den Vorhang und komme ein weiteres und weiteres Mal zurück um diesen Applaus zu geniessen. Auch auch wenn man denkt, das war es nun endlich und das war das endgültige Auf Wiedersehen, trete ich wieder in das Scheinwerferlicht und winke Ihnen zu und singe „HAPPY BIRTHDAY LIEBE FRIEDA“
Küsschen und ein letzten Mal, Ihre Kaaaaaarlaaaaa Kooooluma!