19/07/2022
Memoiren eines Schriftstellers:
Ja, für mich war „Das Herz eines Boxers“ vor allem die Inszenierung mit dem dramatischen, tragischen Kontext. Die Aufhebung des anbrechenden Unheils war in diesem Werk der Schauspielkunst sehr deutlich zu spüren. Obwohl ich zugeben muss, dass seine Dramatisierung zeitweise sogar als Komödie empfunden wird, waren es doch mehrere humorvolle Episoden...
Aber die denkwürdigste Szene von „Das Herz des Boxers“ war für mich die, als sich die Boxer und die Jugend wie aus der Zeit in die glorreichen Zeiten des Roten Löwen versetzten.
Als Leo (Waldemar Hooge) wirklich „flatterte wie der Schmetterling“ … zum Glück für den Youngster – The Youth (Mark Alexander) und für die Zuschauer im Odeum hat er auf der Bühne nicht „gestochen wie eine Biene“. Und ich würde mir erlauben darüber zu schmunzeln...
In unserem Leben haben wir manchmal (oder sogar oft) das Gefühl, in die Ecke gedrängt oder sogar bewusstlos geschlagen zu werden. Aber die angedeutete - vermeintliche Befreiung des Boxers aus den gesellschaftlichen und selbstauferlegten dogmatischen Zwängen in „Das Herz eines Boxers“ zu sehen, würde viele der Zuschauer dazu bringen, das Gefühl des Neuanfangs wiederzubeleben und zu bekräftigen, das nach mürrischem Regen und dunklen Wolken, es würden die helleren, sonnigeren Stunden kommen. Dieses Stück ist ein psychologisches Drama, aber wörtlich auch eine lyrisch berührende Geschichte. Mit einem Hoffnungsschimmer. Mit den Strahlen der Sonne am Horizont.
Den kompletten Beitrag zum Theaterstück "Das Herz eines Boxers" findet ihr unter:
Ausbildungs- und Forschungszentrum Ethnos e.V. Integrationsgemeinschaft Dortmund-Silberborne