23/03/2025
Das PapiertheaterFachwerkhaus sitzt auf den Trockenen. Ist 14 Tagen sind wir ohne Wasser, da unsere Tiefbrunnenpume am Lehm verreckt ist. Die gute alte "Grundvos SP 2 A 27" , die 25 Jahre gehalten hat, ist nun dahin und wir und unsere zwei Mitbrunnennutzer schauen auf die Innereien des Brunnens, die Wasserleitung, die mit der Pumpe an Tageslicht befördert wurde. Wir nutzen Grauwasser aus der Tonne und schaffen Trinkwasser in Flaschen herbei. Das erinnert einerseits an Kindheitstage, als wir noch in der Zinkwanne gewaschen wurden und an einen Waschtisch mit einer ausziehbaren Schublade, in der 2 Emailwannen eingelassen waren und in denen gespült wurde. Andererseits lassen wir uns eine Menge einfallen, um Wasser wieder- und weiterzuverwenden und so einzuteilen, dass wir mit dem Wasser möglichst weit kommen. Das Nudelwasser wird aufgefangen und später werden darin die Kartoffeln für den Salat gekocht. Da ist dann auch gleich schon das Salz drin. Der Messbecher wir zum Mass vieler Dinge. Z.B.das auf dem Gasherd erwärmte Wasser wird zum Spülen damit abgemessen. 2 Liter für normal verschmutztes zuvor abgewischtes Geschirr müssen reichen und eine halbe Plastikflasche zum Nachspülten. Alles benutzte Wasser wir natürlich aufgefangen und der Klospülung zugeführt. Waschen mit Wasser aus der Tonne. 2x wöchentlich in die Schwimmhalle in der 7 km entfernten Stadt. Der nächste Waschsalon ist in 40 km Entfernung. Da wir kein Auto haben, machen wir alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Elektrofahrrad. Die Nachbarin, die in der Stadt arbeitet, versorgt und hin und wieder mit Wasser. Letzte Nacht hat es zum ersten Mal nach 3 Wochen geregnet und unserer Regenfass ist wieder einigermaßen voll. Vorher haben wir das Grauwasser aus dem Bach geschöpft, der durch unseren Garten fließt bei fallendem Wasserstand. Das alles ist mühsam aber man kann es ertragen und macht auch noch die eine oder andere nützliche Erfahrung im Umgang mit dem Wasser, das man an anderer Stelle versucht zu privatisieren und daraus ein Riesengeschäft zu machen. Vielleicht möchte je jemand unserer Befahrungen teilen und ein paar Tage mit uns verbringen. In Gegenzug wäre uns ein Spende für die Wiederbelebung des Brunnens äußerst willkommen.
Wie sind die Perspektiven. Nur eine neue Pumpe reinhängen und hoffen, dass es dann funktioniert, kann sehr teuer werden, wenn die neue Pumpe wieder verreckt. Also muß erst der Brunnen geprüft werden. Wir warten derzeit auf die Firma, die den Brunnen seinerzeit gebohrt hat. Ein anderer Brunnenbauer kam, schaute in unsere Unterlagen und nicht in den Brunnen und empfahl eine Neubohrung und dann sich selbst. Möglicher Kostenpunkt 20.000,- Euro + Eigenleistung. Ein Anschluß an die öffentlichen Wasserleitung (Stadtwasser) würde nach Auskunft des Wasserwerks 45.000,- Euro kosten, da alle 'Leitungen bis in die 3 Häuser komplet neu gelegt werden müssten. Der Mitarbeiter riet ab. Wir harren der Dinge, die da kommen, können aber im Moment nicht hier auftreten, was neue Probleme schafft. Hoffentlich können wir in den nächsten Wochen immer mal wieder mit dem Thespiskarren, unserer fahradgezogenen kleine Bühne auftreten. Anfragen bitte an Peter Schauerte-Lüke, PapiertheaterFachwerkhaus, Tel 0160 5542447 oder [email protected]