20/10/2024
In diesen Tagen könnt ihr in den L***rn Torhaus Döhlitz und Markleeberg und dem Dorf Liebertwolkwitz-1813 die Zeit Napoleons erleben. Und diesen Worten von Dirk Heinze ihre Gewichtung erkennen. Doch dass Napoleon auch in Weißenfels und Naumburg Niederlagen kassierte ... dem sind sich nur wenige gewahr.
"Gedanken im Biwak"
von Dirk Heinze
Auf blutgetränkter Erde,
soll unser Biwak stehn,
den Heutigen zu zeigen,
was einstmals hier geschen,
In bunten Uniformen,
gedenken wir der Zeit,
als Europas Freiheitssehnsucht,
lag mit Größenwahn im Streit.
So zogen aus zum Kampfe
Vater, Tochter Sohn
die Freiheit die sie wollten,
sie wurde nicht ihr Lohn.
Wofür die litten, starben,
soll nie vergessen sein.
Wir, ihre fernen Enkel,
stehen dafür ein.
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Wenn man in Leipzig in die Biwaks in Markkleeberg oder Döhlitz schaut, da ist man manchmal gewillt, sich so als Mensch von heute zu fragen: "Warum machen die das? - Warum schlafen die hier in Dreck auf Stroh in zugigen Zelten und p***l sich in olle miefige Klamotten, gehn auf'm Dixi pi***ln und futtern aus dem Kessel Suppe, bei einer Schweinekälte?" Warum?
Weil Geschichte nie vergessen sein darf. Weil vergangenes Unrecht nicht im Dunkel der Erinnerung entschwinden darf. Weil unsere Nation in diesen Tagen gereift ist und vieles, dass heute uns zu Ehre gereicht, damals ihren Anfang nahm.
Wenn man sieht, welch schreckliches Gesicht Krieg, Tod und Zerstörung haben, dann und nur vielleicht dann, wird vergangenes Unrecht, vergangene Fehler, vergangenes Leid nicht wiederholt.
Die malerisch im Nebel gelegenen Zelte in Leipzig sind ein "Luxus" der heutigen Zeit, denn 1813 hatten viel Truppen kaum mehr Zelte. Der Tross kam nicht hinterher, viele Zelte waren verloren, zerschlissen oder für die Offiziere reserviert, die meisten bauten sich solche Unterstände.
Sie schliefen auch nicht, so wie heute, auf weichem, trockenen Stroh, mit Federdecke oder Daunenschlafsack. Die Meisten hatten eine zu kurze Pferdedecke, oder nur ihren Mantel, der Boden war L***r genug, mit viel Glück hatte man ein wenig Moos am Boden, das etwas weicher war und die Nächte in Leipzig, in den kalten Tagen des Oktobers ließen viele Männer vor Zittern nicht schlafen.
In welch Luxus wir heute schweben, mit einem festen Dach über dem Kopf, trockenen und sauberen Kleidern, Essen in den Vorratsschränken, Kühlschrank oder Speisekammern, malen sich Manche gar nicht aus. - Wie leicht es für uns ist, noch schnell was zu kaufen und das größte Glück, den größten Luxus, den wir haben - aber kaum zu würdigen wissen, ist FRIEDEN und FREIHEIT.
Wenn Reese und Ërnst am Sonntag bei einander hocken, wird so manch abenteuerliche Geschichte aus der Region erzählt: Heute ist Napoleon der Mittelpunkt der G...