26/05/2026
3. Sinsheimer Würfel Poetry Slam: Danke!!! 🫶🏼
Letzten Samstag hat der Würfelhof geatmet!
Das Wetter hat mitgespielt, der Hof war voll...und wir hatten das schönste Gefühl das einem Verein passieren kann: zu sehen, dass das Interesse wächst. Dass die Menschen kommen. Dass sie bleiben. Dass sie fühlen.
Wir, die Würfel, wollen nicht nur mit unseren eigenen Stücken bewegen und berühren, wir wollen unsere Bühne bereitstellen.Für Begegnungen. Für Worte. Für genau solche Abende.
Ein riesiges Dankeschön geht an unsere Kooperationspartner Die Landkulturschaffenden Südwest und Slam-Master Rolf Suter, ohne euch wäre dieser Abend nicht möglich gewesen. Ein ebenso großes Danke an die Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ), die im Würfel vor Ort war, um über unseren Abend und die lokale Kulturszene zu berichten.
Und an die Slammer:innen die uns diesen Abend beschenkt haben:
Thon hat eine ganz besondere Gabe: er zaubert uns unfreiwillige Schmunzler: nerdy, skurril, selbstironisch. Sein Text über seine erste Liebe lässt uns unseren Kaffee auf eine ganz andere Art trinken. Und seine zweite Geschichte? Über die Einsamkeit. Ein Einblick in das Leben eines liebevollen Nerds, der nicht nur jemanden sucht um seine Wohnung zu teilen, sondern auch sein Herz.
Veronika Totzeck hat uns mit viel Herz und unglaublichem Mut getroffen. In ihrem ersten Text gab sie einem kleinen Mädchen namens Alexandra ihre Stimme, einem Mädchen das selbst leider nicht mehr für sich sprechen kann. Sie sprach über sexuelle Gewalt an Kindern. Wie wichtig es ist darüber zu warnen. Nicht wegzuschauen. Das Publikum war danach still. Getroffen. Und ich hoffe...genau diese Stille hilft, in solchen Fällen ganz laut zu werden.
Ihr zweiter Text berührte die Folgen des Krieges, nicht nur an den Körpern, sondern in den Seelen, in den Augen. Kinder als stumme Zeugen, die mit den Folgen leben, auch wenn sie selbst nicht im Krieg waren. Ein Text der fragt: was macht Krieg mit uns Menschen? Was bringt er uns wirklich?
Johannes Musielski lud uns ein vor den Spiegel zu treten und ehrlich hinzuschauen. Wie behandeln wir uns selbst? Sein erster Text war eine stille Einladung zur Selbstreflexion. Sein zweiter stellte eine Frage die viele nicht stellen wollen: wann ist ein Mann ein Mann? Denn Männer können weinen. Dürfen weinen. Müssen weinen. Weil Weinen Heilung ist...Erleichterung, Befreiung, ein Zeichen von Stärke und nicht von Schwäche. Eine Einladung: trau dich. Es ist Befreiung.
Semolina hat uns mit ruhiger, klarer, direkter Stimme etwas Besonderes geschenkt: sie hat sich verwandelt. Im ersten Text wurde sie zur Demokratie – stand für uns alle da, nicht immer bequem, aber für unsere Rechte. Eine starke Bitte: übernimm Verantwortung, nutz deine Stimme, damit wir nicht eines Tages in einer Welt aufwachen in der wir das bereuen. Ihr zweiter Verwandlungsakt war genauso berührend, sie wurde das Gefühl der Zuversicht. Die keine lauten Versprechen macht. Die leise flüstert: „Aber vielleicht..."
Maurice Moel, der junge Mann mit der Melone, der auf der Straße Texte auf seiner Schreibmaschine tippt. Er brachte uns einen wundervollen Text über Heimat. Was ist Heimat? Ein Ort? Ein Gefühl? Wir sind zuhause wo wir lieben und fühlen können, wo das Herz sich wohl fühlt. Und vielleicht ist unsere Heimat von allen die gleiche: die Erde. Naturverbunden, philosophisch, tiefgründig, für einen Moment hat er uns mit auf seine Reise genommen. Gracias gitano del sol!
Danke für alle Gefühle die ihr uns an diesem Abend geschenkt habt, die unfreiwilligen Lacher, den Mut, die Stille, das aufrütteln, die Hoffnung.
Danke an unser Würfelteam für die Orga, die liebevoll dekorierte Location, die Bewirtung, die tollen Fotos und das warme, harmonische Miteinander das unsere Abende ausmacht.
Danke an unser wunderbares Publikum, das die schwere Aufgabe hatte als Jury die Texte zu bewerten. Ihr wart großartig.
Das Finale bestritten Veronika Totzeck und Johannes Musielski: zwei Texte, zwei Welten, beide unvergesslich.
Trommelwirbel... 🥁
Den ersten Platz holte sich Johannes!! Herzlichen Glückwunsch!
Aber ehrlich gesagt: gewonnen haben wir alle. Das Publikum, die Slammer-innen, der Abend. Genau so soll es sein.
Wir freuen uns, euch bald wieder bei uns zu haben.
Eure Würfel 🎲🎭