30/05/2026
Zwei Flächen, zwei Atmosphären, zwei Bilder – verbunden durch Stille und Struktur.
Das untere Werk von Sigrid Maria Schulte ist geerdet. Eine horizontale Komposition, ruhig und schwerer im Gewicht. Ein kühles Grau zieht sich wie ein weiter Himmel oder eine ruhige Wasserfläche über die Mitte, darunter ein massiver, heller Körper – dicht, beinahe greifbar. Die dunklen Einschlüsse wirken wie Brüche oder Spuren von Zeit, während vereinzelte warme Akzente Spannung halten.
Das obere Bild wirkt wie eine aufgebrochene Landschaft aus Licht. Ein großes, fast leuchtendes Weiß breitet sich aus, durchzogen von zarten Spuren und fragmentierten Formen. Dunkles Petrol sammelt sich an den Rändern wie Schatten von etwas Vergangenem, während warme Rosttöne leise aufglimmen – wie Erinnerungen, die durch die Oberfläche dringen. Es ist offen, luftig, fast schwebend.
Zusammen erzählen sie von Kontrasten: oben Bewegung und Auflösung, unten Ruhe und Verdichtung. Zwei Zustände – ein Dialog zwischen Leichtigkeit und Substanz von