23/05/2026
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Volksfest Rudelzhausen: Festzug und O'zapfn
Rudelzhausen - Wenn in Rudelzhausen Volksfest ist, dann gilt ein ehernes Gesetz: Erst wird marschiert, dann wird gefeiert. Und so setzte sich der Festzug geschniegelt, gestriegelt und musikalisch geschniegelt in Bewegung Richtung Festzelt.
Die wichtigste Figur des gesamten Umzugs war dabei natürlich nicht etwa der Bürgermeister, nicht der Festwirt und auch nicht die Blaskapelle – sondern der Tafelbua. Denn mögen die Musikanten ihre Märsche auch auswendig beherrschen: Ohne jemanden, der vorne das Schild hochhält, würden sie womöglich irgendwann in Niederhummel oder gar im Hopfengarten enden. Musik allein weist schließlich noch lange nicht den Weg zum Bier.
Doch keine Sorge: In Rudelzhausen mangelte es keineswegs an Tafelbuam. Der Festzug fand deshalb zielsicher dorthin, wo er hingehörte – ins Festzelt, hinein in den Duft frisch gebratener Hendl und hinein ins verheißungsvolle Klirren der Maßkrüge.
Nur ein kleines Hindernis stand dem allgemeinen Glück noch im Wege: Das Bierfass war noch verschlossen. Doch auch dieses Problem wurde mit bayerischer Präzision gelöst. Zwei beherzte Schläge später war angezapft – sauber, souverän und ohne größere Kollateralschäden an Mensch oder Holzfass.
Die Hopfenprinzessinnen lächelten huldvoll, die Kapellen spielten auf, die ersten „Prosit“-Rufe schallten durchs Zelt, und damit war endgültig alles angerichtet für jene besondere Mischung aus Gemütlichkeit, Musik und gepflegter Ausgelassenheit, die ein Hallertauer Volksfest ausmacht.
Und so wurde angestoßen, gefeiert, gelacht und musiziert. Und wenn der Sonntag, der 17. Mai, noch nicht vorüber ist, dann feiern sie vermutlich heute noch.
Wenn in Rudelzhausen Volksfest ist, dann gilt ein ehernes Gesetz: Erst wird marschiert, dann wird gefeiert. Und so setzte sich der Festzug geschniegelt, gest...