04/04/2025
Ganz besondere Ehrung
Am Mittwochabend (02.04.) durften wir Teil einer ganz besonderen Ehrung sein. Einem Rechberghäuser Bürger wurde das Bundesverdienstkreuz für besonderes Engagement im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, geistigen und ehrenamtlichem Gebiet verliehen.
Er ist im Ländle bekannt und hat schon vieles bewirkt. Daher ist er auch aus dem Musikverein Rechberghausen nicht mehr wegzudenken. Er prägte u.a. auch die Vereinsgeschichte - bis heute.
Die Rede ist von Eugen Haugg.
Geboren wurde Eugen 1939 in Bayern und begann dort mit 11 Jahren Trompete zu spielen. Als junger Mann wollte er eigentlich eine Lehre in Ulm anfangen, aber schon damals suchte der Musikverein Rechberghausen aktive Musiker und auch Ausbilder an den Instrumenten. Von seinem musikalischen Hobby geleitet, verschlug es ihn, anstatt nach Ulm, letztendlich nach Göppingen bzw Rechberghausen. Er machte im Landkreis eine Lehre als Chemielaborant und arbeitete dann paar Jahre auf diesem Gebiet. Doch letztendlich ist er als Kassier bei der Kreissparkasse Göppingen gelandet und ging als solcher auch in Rente.
Im Musikverein übernahm er kurz nach seinem Beitritt das Blasorchester und die Jugendkapelle als Dirigent. Zudem übernahm er auch noch verschiedene ehrenamtliche Ämter im Musikverein, sowie auch in der Gemeinde oder in der Politik. Fr. Dörner (Bürgermeisterin) beschrieb ihn in ihrer Rede als “Hans-Dampf in allen Gassen” und als “Tausendsassa”.
Ja, genau so kennen wir ihn alle!
Fr. Baehrens (ehemaliges Mitglied im deutschen Bundestag, SPD) beschrieb ihn als hartnäckig, ja fast stur, aber bei jeder Begegnung mit ihm hatte er immer ein freundliches, lachendes Gesicht und er genoss über alle Generationen hinweg ein hohes Ansehen. Und das bis zum heutigen Tag.
Es war daher für den Musikverein eine leichte Aufgabe, sich bei der Beantragung des Bundesverdienstkreuzes bereits im Jahr 2022 zu beteiligen.
Die Spielgemeinschaft umrahmte musikalisch diese sehr schöne Ehrung zu Beginn mit dem Marsch “Berliner Luft”, natürlich der deutschen Nationalhymne nach der Verleihung, der Polka “Wir Musikanten” und zu guter letzt durfte Eugen selbst den Taktstock schwingen und zählte schnell, aber routiniert den “Fliegermarsch” als Abschlussstück ein.
Eugen fand kaum Worte bei seiner Dankesrede. Er war gerührt und einfach nur sprachlos. Er wird sicher noch eine Weile benötigen, um alles zu realisieren.
Aber das Bundesverdienstkreuz steht ihm sichtlich sehr gut.
Anmerkung:
Bilder sind von Gerhard Skutta, der an diesem Abend als Fotograf tätig war. Auf seiner Homepage mobbele.de gibt es noch viele weitere Impressionen rund um Rechberghausen. Also, schaut mal rein...