28/03/2026
Corona verfolgt uns alle
Nicht nur gesundheitlich, gesellschaftlich aber auch unternehmerisch und vor allem finanziell.
Als Schneiderei wurden wir zu „körpernahen Dienstleistungen“ gezählt, wie viele andere Gewerke z.B. Friseure, Kosmetiker uvm.
Es hat nicht gereicht uns die Öffnung unseres Ateliers seinerzeit zu verbieten und uns unsere Lebensgrundlage zu entziehen.
Nun werden wir bestraft unternehmerisch flexibel gehandelt zu haben und in unserem Fall Masken hergestellt zu haben. Dadurch konnten wir die laufenden Kosten etwas abpuffern.
Zu der Zeit hatte ich 3 Azubis, die nicht in Kurzarbeit gehen durften. Diese Kosten liefen weiter und auch ich selbst sollte irgendwie weiterleben und private Kosten decken wie Krankenversicherung, Strom, Gas etc.
Alle Firmenkosten habe ich soweit es ging gesenkt.
Und genau dieses Konstrukt soll mir und vielen anderen jetzt zum Verhängnis werden.
Die 3 Monate, die das Ministerium nachgewiesen haben möchte spiegeln natürlich nicht den Verlust wieder, der durch die längere Schließung entstanden ist. Nur Kosten innerhalb der 3 Monate werden akzeptiert. Wurde zb die Firmenversicherung fürs ganze Jahr vorher gezahlt…Pech, fällt halt leider gerade nicht in die drei Monate.
Auch Löhne der Azubis und ein Unternehmerlohn werden nicht akzeptiert.
Ich schließe mich gerne den Forderungen der Friseur- und Kosmetiker-Innung an und befürworte eine Neubewertung der Rahmenbedingungen. Denn was damals vor 6 Jahren !!! Firmen retten sollte, wird jetzt in einer akuten wirtschaftlichen Krise mit Auftragsrückgängen etc vielen Firmen das Genick brechen.
Wenn es nun kein Einlenken der Politik geben sollte, war die „Hilfe, um die Existenz zu sichern“ nur eine Farce.
Faire Neubewertung der Corona-Hilfen – Existenzgefährdende Rückforderungen stoppen!