11/06/2026
HAPPY BIRTHDAY T. LUX FEININGER 🎂
Wer an T. Lux Feininger denkt, denkt oft zuerst an seine Fotografien. Schließlich verdanken wir ihm einige der bekanntesten Bilddokumente des Bauhauses. Doch der Künstler, dessen Geburtstag wir heute feiern, wollte nie nur Fotograf sein.
Theodore Lux Feininger wurde am 11. Juni 1910 als dritter Sohn von Lyonel und Julia Feininger geboren. Er wuchs in einem Umfeld auf, in dem Kunst zum Alltag gehörte. Wie seine Brüder besuchte auch er das Bauhaus, an dem sein Vater zunächst in Weimar und später in Dessau als Meister lehrte.
Schon früh zeigte sich seine außergewöhnliche Vielseitigkeit. Neben der Fotografie arbeitete er als Grafiker und Illustrator, entwarf gebrauchsgrafische Arbeiten und entwickelte eine eigene künstlerische Handschrift. Ab den 1950er Jahren rückte jedoch die Malerei immer stärker in den Mittelpunkt seines Schaffens – und wurde schließlich zu seinem wichtigsten Ausdrucksmittel.
Seine Gemälde nannte T. Lux Feininger selbst „Traumbilder“. Sie verbinden Beobachtungen der Wirklichkeit mit Erinnerungen, literarischen Anregungen und imaginären Szenen. Häfen, Städte, Landschaften, Figuren und vor allem Frauen erscheinen darin wie Akteure einer Welt, die vertraut wirkt und zugleich etwas Geheimnisvolles bewahrt.
Während viele Künstler seiner Generation nach immer neuen Formen der Abstraktion suchten, blieb T. Lux Feininger der erzählerischen Kraft des Bildes verpflichtet. Seine Werke laden dazu ein, Geschichten zu entdecken, Stimmungen nachzuspüren und sich für einen Moment zwischen Realität und Traum zu bewegen.
Mit der Ausstellung „Magic Moments: T. Lux Feininger“ würdigte das Museum Lyonel Feininger 2024/25 einen Künstler, der weit mehr war als der Sohn eines berühmten Vaters oder der Fotograf des Bauhauses: einen eigenständigen Maler von großer poetischer Kraft.
Credits |
T. Lux Feininger, Einfahrt nach Havanna, 1930, Öl auf Leinwand, Museum Lyonel Feininger, Leihgabe aus Privatbesitz, Foto: Ray Behringer