27/05/2025
Conni kommt aus Pottum
Conni ist kein gewöhnliches Mädchen – sie kommt aus Pottum. Und wer aus Pottum kommt, der weiß: Hier ist immer was los – besonders, wenn die Kirmesjugend unterwegs ist.
Es ist Freitagabend, die Sonne versinkt hinter dem Westerwälder Hügelland, und Conni steht mit ihren besten Freundinnen am alten Sportplatz. „Habt ihr die Kästen im Anhänger?“, fragt sie mit ernster Miene. Lina grinst und klopft auf den Planwagen: „Fünf Kästen, drei Bluetooth-Boxen und reichlich Schnaps – wir sind bereit.“
Die Clique zieht los durchs Dorf, vorbei an Kühen, Kirchturm und neugierigen Rentnerblicken hinter Gardinen. „Guck mal, die Jugend von heute!“, murmelt jemand. Und Conni ruft zurück: „Keine Sorge, wir bringen die Stimmung, nicht die Revolution!“
Am Wiesensee machen sie Halt. Musik an, Bier auf, Schuhe aus. Es wird getanzt, gelacht und philosophiert. „Was, wenn der Bürgermeister heimlich TikToks macht?“ fragt Lea, und alle brüllen vor Lachen.
Später sitzen sie auf der Bank am Spielplatz, schauen in den Sternenhimmel und lassen Flachwitze und halbleere Bierflaschen kreisen. Conni lehnt sich zurück und sagt: „Man kann viele Orte bereisen, aber nur einen Pottum erleben.“
Denn in Pottum gibt’s keine Clubs – nur gute Leute, kaltes Bier und Geschichten, die am nächsten Morgen keiner mehr so richtig zusammenbekommt. Und genau das macht es perfekt.
Ende.