05/09/2026
Als Mutter gehört der Schulstart nach den Sommerferien für mich persönlich zur stressigsten Zeit des Jahres und ich bin froh, wenn alles endlich wieder in geregelten Bahnen läuft. So vieles muss gekauft, bestellt, beschriftet und beachtet werden.
Dass es auch anders geht, haben wir in Marseille gesehen. Meine Kinder sind dort zwei Jahre zur Grundschule gegangen.
Dort gab es keine Einkaufsliste. Stattdessen bekam jedes Kind ein Startset von der Stadt ausgehändigt (ihr seht es auf dem letzten Bild). Praktisch für die Eltern, weil man enorm viel Zeit und Geld spart, und auch für die Lehrer, weil jeder das gleiche Material hat.
Auch einen Stundenplan gab es nicht. Die Lehrer konnten jeden Tag frei entscheiden, welches Fach und welches Thema am dringendsten war. Sport wurde draußen auf dem Schulhof gemacht, denn eine Turnhalle oder Umkleiden gab es sowieso nicht 😉 Dafür fanden regelmäßig Sportprojekte in Kooperation mit Vereinen statt: Tennis, Rugby oder Schwimmen.
Auch auf das "gesunde Pausenbrot" wurde verzichtet. Kein langwieriges Schneiden von Gurkensticks, kein Schmieren von Vollkornbrot ... Da die Unterrichtszeiten von 8:30 Uhr bis 11:30 Uhr und von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr sind und dementsprechend früh zu Mittag gegessen wird, ist kein zusätzlicher Imbiss nötig. Praktisch, oder?
Manchmal vermisse ich diese Unkompliziertheit im deutschen Schulsystem ... Was meint ihr?
PS: Mir ist bewusst, dass es sich bei dem oben Geschilderten und persönliche Eindrücke handelt, die sicher von Stadt zu Stadt und sogar von Schule zu Schule ganz unterschiedlich ausfallen können.
----
Theresa Maierhofer-Lischka
Fachlektorin für Französisch, Pädagogik, Kunst und Musik
www.lektoratschriftbild.com