17/06/2026
Die meisten Menschen haben nicht zu wenig Energie. Sie geben sie nur an die falschen Stellen ab.
Wenn du das Gefühl hast, dass dir Energie fehlt für deinen Alltag, für Dinge, die du eigentlich tun möchtest, oder für das, was dir wirklich wichtig ist, dann ist die entscheidende Frage nicht: Wie bekomme ich mehr Energie?
Sondern: Wo geht meine Energie hin?
Stell dir deine Energie wie einen Kreis mit 100 Prozent vor.
Ein Teil davon wird allein für die normalen Körperfunktionen gebraucht. Atmung, Verdauung, Stoffwechsel, Immunsystem, Denken, Fühlen, Schlaf. Alles läuft im Hintergrund, ohne dass du es bewusst steuern musst.
Wenn Krankheit, chronischer Stress oder dauerhafte Belastungen dazukommen, wird zusätzlich Energie gebunden, die dir für dein Leben nicht mehr frei zur Verfügung steht.
Und dann gibt es die Bereiche, die viele Menschen nicht bewusst wahrnehmen.
Gedankenschleifen, in denen du immer wieder dieselben Themen durchgehst, ohne Lösung.
Konflikte, die nicht geklärt sind und trotzdem täglich wirken.
Beziehungen, in denen du dauerhaft ausgleichst, erklärst oder Spannungen hältst.
Entscheidungen, die längst fällig wären, aber offen bleiben und dadurch konstant Energie ziehen.
Das sind keine lauten Energiefresser. Sie sind leise. Und genau deshalb werden sie so oft übersehen.
Ich arbeite deshalb oft mit einer einfachen Visualisierung.
Zeichne einen Kreis. Teile ihn in Tortenstücke.
Und dann frage dich ehrlich: Welche Bereiche in meinem Leben bekommen meine Energie?
Und wie groß sind diese Anteile wirklich?
Nicht so, wie ich es mir wünsche. Sondern so, wie es tatsächlich ist.
Ich kenne diesen Mechanismus sehr gut. Und genau deshalb ist diese Frage so zentral.
Denn oft brauchst du nicht mehr Energie.
Du brauchst Klarheit darüber, wohin deine vorhandene Energie fließt.
Meine Frage an dich: Welches Tortenstück in deinem Leben ist größer geworden, als es dir guttut?
Herzlichst
Daniela