Der Salmen Offenburg

Der Salmen Offenburg Der Salmen ist ein Erinnerungsort und ein Kulturdenkmal zugleich. Er repräsentiert zwei Pole deutsche

„Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie alleine den Männern überlassen könnte.“ (Käte Strobel, Bundesmi...
03/06/2026

„Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie alleine den Männern überlassen könnte.“ (Käte Strobel, Bundesministerin 1966-1972)

Die Frauen der Bonner Republik leisteten echte Pionierinnenarbeit! Politikerinnen wie Rita Süssmuth (CDU), Waltraud Schoppe (Die Grünen) und Hildegard Hamm-Brücher (FDP) brachten Gesetze voran, waren Ministerinnen und boten gleichzeitig erfolgsbesessenen und amtstrunkenen Kollegen die Stirn. Der Film „Die Unbeugsamen“ von Torsten Körner erzählt scharfsinnig, unaufgeregt und dabei doch unheimlich witzig die Geschichte der Frauen, die in der BRD Politik machten. Die Politikerinnen von damals kommen heute zu Wort. Verflochten mit zum Teil ungesehenen Archiv-Ausschnitten entsteht ein Dokumentarfilm – unterhaltsam, absurd und bitter zugleich.
Wir empfehlen euch „Die Unbeugsamen“ aus vollem Herzen! Schaut ihn mit uns am 12. Juni 2026 um 20 Uhr im Salmen.

Davon nicht genug! Am 3. Oktober 2026 zeigen wir die "Unbeugsamen 2. Guten Morgen ,ihr Schönen!" Einen Film über die starken Frauen der DDR.



Bild: Frauen an die Spitze - Die Grünen setzen mit einem komplett weiblichen Parteivorstand 1984 ein politisches Signal: v.l.n.r. Heidemarie Dann, Annemarie Borgmann, Antje Vollmer, Erika Hickel, Waltraud Schoppe, Christa Nickels ©Majestic/picture_alliance-SvenSimon

Ein Monat voller Highlights! 🤩Der Juni beginnt mit zwei tollen Führungen! Am 7. Juni tauchen wir ein in die Lebensläufe ...
01/06/2026

Ein Monat voller Highlights! 🤩Der Juni beginnt mit zwei tollen Führungen! Am 7. Juni tauchen wir ein in die Lebensläufe der Männer und Frauen, die sich in Offenburg und Baden 1847 für Freiheit und Gleichheit einsetzten und die wir heute Revolutionär*innen nennen. Am 11. Juni dreht sich alles um die Entstehung, Motivwahl und Geschichten hinter den Graffiti in der Bauerngasse.
🎥Am 12. Juni laden wir zum Filmabend! Unglaublich schlagfertig, lustig und bildgewaltig erzählt die Doku „Die Unbeugsamen“ von den aberwitzigen Herausforderungen, denen sich Politikerinnen wie Rita Süssmuth, Petra Kelly, Herta Däubler-Gmelin und viele weitere Mitstreiterinnen in der Bonner Republik konfrontiert sahen. Empfehlen wir!
Außerdem wollen wir euch einladen zum herrlichen Musiktheater „Heute Abend: Lola Blau“ am 19. Juni im Salmen. Das Ein-Personen-Musical von Georg Kreisler handelt von der jüdischen Künstlerin, die, ihrer Heimat beraubt und unglücklich im amerikanischen Exil plötzlich einen Anruf aus der Heimat erhält. Scharfsinniger Gesellschaftskritik trifft hier auf schwungvolle und zugleich witzig Melodien. Wir freuen uns auf einen berührenden Abend mit dem Theater der zwei Ufer Kehl. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein e.V. und unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg statt. Der Sommer kann kommen!🌞

Marlene Dietrich gilt als absolute Ikone!Ihre unverkennbare Persönlichkeit und stilistisches Auftreten hatten einen maßg...
29/05/2026

Marlene Dietrich gilt als absolute Ikone!
Ihre unverkennbare Persönlichkeit und stilistisches Auftreten hatten einen maßgeblichen Einfluss auf die Kultur des 20. Jahrhunderts.
Als eine der ersten deutschen Schauspieler*innen wurde Marlene Dietrich zum Hollywood-Star, aber wusstet ihr auch von ihrem politischen Engagement während des 2. Weltkrieges?
Marlene Dietrich kommt 1901 als Marie Magdalene in Berlin zur Welt. Bereits als junges Mädchen verfolgt sie eine Karriere als Geigerin, wechselt jedoch bald zum Theater und schließlich zum Film. 1930 erhält Dietrich durch ihre Hauptrolle in „Der Blaue Engel“ internationale Bekanntheit und wird in den USA unter Vertrag genommen. Aus Deutschland nach Hollywood, das haben vor ihr nur wenige geschafft! Im Frühling 1933 plant sie in ihre Heimat zurückzukehren, doch ihr Ehemann rät ihr davon ab. Seit der Machtübernahme durch Adolf Hi**er, nur wenige Monate zuvor, sei der Zustand in Berlin zu kritisch. Den aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland verurteilt Marlene Dietrich immer wieder aufs Schärfste. Mehrfach versuchen die Nationalsozialist*innen sie für Propagandafilme zurückzugewinnen, doch sie engagiert sich auf Seiten der USA. Zusammen mit den Regisseuren Billy Wilder und Ernst Lubitsch gründet sie in den 1930er Jahren einen Hilfsfonds für jüdische Flüchtlinge und nimmt 1939 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. 1943 unterbricht Marlene ihre Arbeit als Schauspielerin und tritt für viele Monate als Truppenbetreuerin für Soldaten und Verwundete im Lazarett und an der Front auf.
Nach Ende des Krieges wird sie in den USA mit der Medal of Freedom und in Frankreich als Ritter der Ehrenlegion geehrt.
Marlenes Einsatz auf Seiten der Alliierten machte sie für viele zu einer Heldin- in Deutschland warfen ihr jedoch einige Vaterlandsverrat vor.

Bild:
Morocco(film)1930.JosefvonSternberg,director.MarleneDietrichwithtop hat.jpg (Public Domain)

Bilder Story:
[1] MarleneDietrichParamount.jpg (Public Domain)

„Matei entdeckt die Freiheit“ von Catalin Dorian Florescu ist ein eindringlicher Roman über die Zerbrechlichkeit der Fre...
26/05/2026

„Matei entdeckt die Freiheit“ von Catalin Dorian Florescu ist ein eindringlicher Roman über die Zerbrechlichkeit der Freiheit und die langen Schatten diktatorischer Gewalt. Der Autor Catalin Dorian Florescu zeigt, warum die Gewaltgeschichte des Kommunismus in Osteuropa bis heute nachwirkt – und führt eindrucksvoll vor Augen, welch kostbares Gut Freiheit ist. Eine literarische Mahnung von großer sprachlicher Kraft.
Kann man Freiheit wieder fühlen lernen, wenn sie einem über Jahre hinweg genommen wurde?
Matei wird im Rumänien unter Stalin und später Ceaușescu wegen regimekritischer Gedichte zu sieben Jahren Zwangsarbeit im Donaudelta verurteilt. Als er aus dem Lager zurückkehrt, findet er keinen Weg zurück ins Leben. Obwohl ihn seine Frau und seine Tochter lieben, bleibt etwas in ihm gefangen. Erst Jahre später, als er seinem ehemaligen Peiniger wieder begegnet, beginnt sich etwas zu verändern.
Florescu erzählt diese Geschichte in einer leisen, poetischen Sprache voller Würde und Anmut – und gerade darin liegt ihre Wucht. Kein Satz ist zu viel. Mal beinahe dokumentarisch, dann wieder zart und voller Menschlichkeit beschreibt er die Schrecken eines Systems, das Menschen ihre Freiheit, ihre Hoffnung und ihre Sprache nahm. Ein wertvolles Stück Literatur mit Nachhall.
Der heutige Buch-Tipp kommt von der Buchhandlung AKZENTE.
Im Rahmen unserer monatlichen Reihe – im Wechsel mit dem Salmen und der Buchhandlung Roth – stellen wir Bücher vor, die sich mit Geschichte, Demokratie und Menschenrechten beschäftigen.

🎈Wir gratulieren!   vor 77 Jahren, am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik verkündet. Heute legen 202 A...
23/05/2026

🎈Wir gratulieren! vor 77 Jahren, am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik verkündet. Heute legen 202 Artikel die wichtigsten Regeln unseres Staates fest. Direkt auf den ersten Seiten des Grundgesetzes sichern 19 Grundrechte die Würde und die Freiheit aller Menschen in Deutschland. Das Grundgesetz ist ein Geschenk! Indem wir es achten und weiterentwickeln, erfüllen wir uns selbst den Traum von einem würdevollen und selbstbestimmten Leben.


Foto: Jigal Fichtner

💪Wessen Gesicht fällt euch zum Civil Rights Movement der 1950er und 1960er Jahre ein? Vermutlich Martin Luther King Jr.!...
19/05/2026

💪Wessen Gesicht fällt euch zum Civil Rights Movement der 1950er und 1960er Jahre ein? Vermutlich Martin Luther King Jr.! Manche Aktivist*innen stehen stellvertretend für ganze Bewegungen und geraten genau deshalb ins Visier von Attentätern und gezielten Anschlägen. Malala Yousafzai, Martin Luther King, Salman Rushdie, Jamal Khashoggi, Carla del Ponte und Giovanni Falcone waren Ziele dieser Stellvertreter*innengewalt. Trotz allem ließen sie sich nicht einschüchtern. Falcone hat dazu Folgendes zu sagen: „Es ist nicht so wichtig, ob man mehr oder weniger Angst hat, sondern, dass man lernt, sich nicht von ihr bestimmen zu lassen“.

Manche von ihnen überlebten die Attentate nur knapp. Hat sich ihr Aktivismus dadurch verändert? In unserer Sonderausstellung „33 Demokrat*innen - Mut, der die Welt verändert“ könnt ihr mehr erfahren.


Bilder

💪Politisches und gesellschaftliches Mitspracherecht sind in einer Demokratie unverzichtbar- doch was tun, wenn deine Sti...
16/05/2026

💪Politisches und gesellschaftliches Mitspracherecht sind in einer Demokratie unverzichtbar- doch was tun, wenn deine Stimme politisch unterdrückt wird? Víctor Jara, Narges Mohammadi und L**h Wałęsa stehen mit ihrem Widerstand repräsentativ für den Kampf für Demokratie und Freiheitsrechte.

Unermüdlich setzen sie sich für eine gerechtere, bessere Welt ein. So zeugen die Liedtexte des chilenischen Musikers und Theaterregisseurs Víctor Jara von seinem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. Mit seinen Visionen, spendete er auch anderen Hoffnung. Als Gewerkschaftsführer gelang es L**h Wałęsa Menschen im Kampf für einen Regimewechsel zusammenzubringen. Dabei begaben sie sich immer wieder in Lebensgefahr. Die iranische Anwältin und Menschenrechtsanwältin Narges Mohammadi wurde etwa 13 mal festgenommen und mehrfach für ihr Engagement eingesperrt. Ihr Gesundheitszustand ist aktuell kritisch und Unterstützer*innen befürchten, dass Mohammadi in Haft sterben könnte. Wie weit würdet ihr gehen, um eure Stimme zu verteidigen?

Wenn ihr mehr über diese beeindruckenden Menschen und die anderen 33 Demokrat*innen erfahren wollt, kommt doch bis zum 6.September in unsere Sonderausstellung!

Delacroix‘s Allegorie der Freiheit steht übrigens symbolisch für den Freiheitskampf ;)


Bilder: Catarina Chietti

Auf ein Wort, Herr Rée! Nach Gustav Rée ist in Offenburg sogar ein Einkaufszentrum benannt. Doch was ist die Geschichte ...
11/05/2026

Auf ein Wort, Herr Rée! Nach Gustav Rée ist in Offenburg sogar ein Einkaufszentrum benannt. Doch was ist die Geschichte des Mannes, der 1847 quasi die Revolution nach Offenburg holte? Was ist sein Beitrag zur Demokratie?
Dem gehen wir nach! Bei unserer Führung am Internationalen Museumstag um 11.15 Uhr begeben wir uns auf die Spuren des progressiven Offenburger Bürgermeisters!

Doch das ist nicht der einzige in unserer Ausstellung! Freut euch außerdem auf spannende Geschichten zu Eva Mendelsson, Peter Benenson und Nadia Murad!

Kommt vorbei! Der Eintritt in die Ausstellungen ist 17. Mai 2026 frei. Für die Führungen erheben wir unsere normale Führungsgebühr von 4€.

Bild 1: Dimitri Dell Bild 2: Stadtarchiv Offenburg

Ein Ende des Schreckens.   vor 81 Jahren kapitulierte die Wehrmacht. Die NS-Terrorherrschaft brach zusammen. Die Nationa...
08/05/2026

Ein Ende des Schreckens. vor 81 Jahren kapitulierte die Wehrmacht. Die NS-Terrorherrschaft brach zusammen. Die Nationalsozialist*innen hinterließen nach 12 Jahren an der Macht und 6 Jahren Krieg ein Trümmerfeld: mehr als 60 Millionen Opfer, zerrissene Familien, Hunger und zerrüttete Beziehungen mit den Nachbarstaaten.
Nur eine Neugestaltung konnte wieder Perspektiven schaffen!
Am heutigen „Tag der Befreiung“ möchten wir an die Spuren erinnern, die Terrorregime und Krieg in so vielen Biografien und Familien hinterließen. darf keine Parole bleiben, sondern muss ein fortwährender Auftrag sein uns für ein demokratisches, gleichberechtigtes und respektvolles Miteinander in diesem Land einzusetzen!


Bild: Wikimedia, Keitel unterzeichnet unterzeichnet die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht im Hauptquartier der Roten Armee in Berlin-Karlshorst.

Dem Überleben so nah. Wir gedenken der Opfer der Explosion in der ehemaligen Ihlenfeldkaserne in Offenburg am 4. Mai 194...
04/05/2026

Dem Überleben so nah. Wir gedenken der Opfer der Explosion in der ehemaligen Ihlenfeldkaserne in Offenburg am 4. Mai 1945.
vor 81 Jahren wurden 114 Menschen in den Räumen der ehemaligen Ihlenfeldkaserne (heute Kulturforum) hinterhältig von Wehrmachtssoldaten ermordet. Bevor die Wehrmacht kurz vor Kriegsende aus Offenburg abzog, brachten die Soldaten Zeitminen in den Kasernenräumen an. Als die Minen am 4. Mai 1945 detonierten, waren „Displaced Persons“, ehemalige Zwangsarbeiter*innen, im Gebäude untergebracht. Die Opfer kamen zumeist aus Osteuropa. Sie waren aus ihren Heimatorten nach Deutschland verschleppt und hier zur Zwangsarbeit gezwungen worden. Nun war man dabei, ihre Heimreise zu organisieren. Ihre Namen sind nicht bekannt.

Unsere Gedanken sind heute bei den Angehörigen der Opfer, die nicht um das Schicksal und den Verbleib ihrer Lieben wissen. In Offenburg erinnert eine Baumgruppe von Birken und eine Tafel an der nordöstlichen Ecke des Platzes der Verfassungsfreunde an die Opfer des Verbrechens.



Bild 1 und 3: Lea Braun
Bild 2: Stadtarchiv Offenburg

Adresse

Lange Straße 52
Offenburg
77652

Öffnungszeiten

Dienstag 13:00 - 18:00
Donnerstag 13:00 - 18:00
Freitag 13:00 - 18:00
Samstag 11:00 - 17:00
Sonntag 11:00 - 17:00

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