Der Salmen Offenburg

Der Salmen Offenburg Der Salmen ist ein Erinnerungsort und ein Kulturdenkmal zugleich. Er repräsentiert zwei Pole deutsche

Es ist offiziell Pridemonth!  Im Juni findet ihr zahlreiche Angebote, Veranstaltungen und Inhalte rund um die Themen Ide...
18/06/2026

Es ist offiziell Pridemonth! Im Juni findet ihr zahlreiche Angebote, Veranstaltungen und Inhalte rund um die Themen Identität, Vielfalt und LGBTQIA+. Vielleicht wart ihr sogar schon einmal auf einem Christopher Street Day (CSD)! Doch warum wird Pride eigentlich im Juni gefeiert? Und wer war die sogenannte „Bürgermeisterin der Christopher Street“ und Andy Warhol Muse Marsha P. Johnson? Marsha P.

Johnson wurde am 24. August 1945 in New Jersey geboren. Nach ihrem Schulabschluss zog sie nach New York, wo sie Teil der queeren und Drag-Szene wurde. Sie experimentierte mit Make-up, weiblicher Kleidung, trat als Drag Queen auf und lebte ab 1969 als Frau. Ihr ikonisches Aussehen, der auffällige Haarschmuck und ihre liebevolle Art machten sie schnell zu einer lokalen Bekanntheit! Ende der 1960er kam es dann in der Christopher Street zu mehrtägigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Auslöser war eine Razzia im „Stonewall Inn“, einem bekannten queeren Lokal, in der Nacht auf den 28. Juni 1969. Polizeieinsätze gegen queere Menschen waren damals alltäglich. Doch diesmal wehrten sich die Betroffenen erstmals öffentlich gegen die staatlichen Repressionen. Unter ihnen auch Marsha P. Johnson und ihre Freundin Sylvia Riviera. In den nächsten Tagen schlossen sich weitere Schwule, Lesben, Drag Queens und Transmenschen an und aus den mehrtägigen Protesten entstanden die Stonewall-Aufstände, die heute als Beginn der internationalen LGBTQIA+-Bewegung gelten. Die Tradition im Juni für die Rechte queerer Menschen auf die Straße zu gehen, zieht sich bis heute und wird jährlich auf der ganzen Welt gefeiert! Der erste Christopher Street Day in Deutschland fand übrigens 1979 mit etwa 450 Teilnehmer*innen in Berlin statt :). Durch ihr unermüdliches Engagement wurde Marsha bald liebevoll „the mayor of Christopher Street“ („Die Bürgermeisterin der Christopher Street“) genannt.

Marsha gilt als eine der bedeutendsten Ikonen der LGBTQIA+-Bewegung! Heute erinnern mehrere Statuen und Widmungen an ihren Einsatz für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Solidarität. Ohne Menschen wie Marsha kein Pride!
Auch dieses Jahr findet in Offenburger wieder der CSD statt! Wen sieht man dort?

Ein paar der bekanntesten Demokrat*innen sind auch gleichzeitig sehr religiös und/oder spirituell!Sie schöpfen viel Kraf...
10/06/2026

Ein paar der bekanntesten Demokrat*innen sind auch gleichzeitig sehr religiös und/oder spirituell!
Sie schöpfen viel Kraft aus ihrem Glauben und manche von ihnen benennen ihn sogar als Fundament und Antrieb ihres Aktivismus.
Beispielsweise waren für Bürgerrechtler und Kirchenprediger Martin Luther King, Demokratie und Glaube untrennbar miteinander verbunden- das friedliche Zusammenleben war für ihn eine direkte Konsequenz der christlichen Nächstenliebe.

„Die Kirche muß daran erinnert werden, daß sie weder Herr noch Diener, wohl aber das Gewissen des Staates ist. Sie muß Wegweiser und Kritiker des Staates sein, niemals sein Werkzeug.“ (Martin Luther King)

Aber nicht jeder von ihnen konnte Glauben und Politik so selbstverständlich miteinander vereinbaren. Ursprünglich vereinte die Rolle des Dalai Lama die politische und geistliche Führung der Tiberter*innen. Um die Demokratie in seinem Land zu fördern, trat der 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso, 2011 als politisches Oberhaupt der tibetischen Exil-Regierung zurück. Über die Bedeutung der Religion für individuelles und politisches Handeln sagte er:

„Wir kommen nicht als Mitglied einer bestimmten Religion auf die Welt. Aber Ethik ist uns angeboren“ (བསྟན་འཛིན་རྒྱ་མཚོ་, Tenzin Gyatso)

Auch der gläubige Hindu und Asket Gandhi und der dänische Pfarrer und Wissenschaftler Nikolai F.S. Grundtvig beschäftigten sich viel mit der Vereinbarkeit der eigenen spirituellen Prägung, anderen Glaubensrichtungen und verschiedenen politischen Wegen. Wie seht ihr das Ganze? Welches Zitat spricht euch mehr an?


Bilder

Vorhang auf! Am 19. Juni zeigen wir „Heute Abend: Lola Blau“ im Salmen. Lolas Traum vom ersten großen Engagement im Linz...
06/06/2026

Vorhang auf! Am 19. Juni zeigen wir „Heute Abend: Lola Blau“ im Salmen. Lolas Traum vom ersten großen Engagement im Linzer Landestheater platzt. Schon muss die junge jüdische Künstlerin ins amerikanische Exil fliehen. Sie verliert nicht nur ihre Heimat, sondern auch ihre große Liebe; findet den Weg zurück auf die große Bühne und ist doch unglücklich...Und dann?
In seinem Ein-Personen-Musical erzählt Georg Kreisler scharfsinnig und satirisch ein Stück Zeitgeschichte. Begleitet von schwungvollen und berührenden Melodien schafft er ein Komposition unverwechselbarer musikalischer Brillianz mit einem unverfrorenem Blick auf seine Zeit!

Wir freuen uns auf einen unvergesslichen Abend mit dem Theater der zwei Ufer Kehl. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein e.V. und unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg statt.


Bild: Christian Möhle

„Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie alleine den Männern überlassen könnte.“ (Käte Strobel, Bundesmi...
03/06/2026

„Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie alleine den Männern überlassen könnte.“ (Käte Strobel, Bundesministerin 1966-1972)

Die Frauen der Bonner Republik leisteten echte Pionierinnenarbeit! Politikerinnen wie Rita Süssmuth (CDU), Waltraud Schoppe (Die Grünen) und Hildegard Hamm-Brücher (FDP) brachten Gesetze voran, waren Ministerinnen und boten gleichzeitig erfolgsbesessenen und amtstrunkenen Kollegen die Stirn. Der Film „Die Unbeugsamen“ von Torsten Körner erzählt scharfsinnig, unaufgeregt und dabei doch unheimlich witzig die Geschichte der Frauen, die in der BRD Politik machten. Die Politikerinnen von damals kommen heute zu Wort. Verflochten mit zum Teil ungesehenen Archiv-Ausschnitten entsteht ein Dokumentarfilm – unterhaltsam, absurd und bitter zugleich.
Wir empfehlen euch „Die Unbeugsamen“ aus vollem Herzen! Schaut ihn mit uns am 12. Juni 2026 um 20 Uhr im Salmen.

Davon nicht genug! Am 3. Oktober 2026 zeigen wir die "Unbeugsamen 2. Guten Morgen ,ihr Schönen!" Einen Film über die starken Frauen der DDR.



Bild: Frauen an die Spitze - Die Grünen setzen mit einem komplett weiblichen Parteivorstand 1984 ein politisches Signal: v.l.n.r. Heidemarie Dann, Annemarie Borgmann, Antje Vollmer, Erika Hickel, Waltraud Schoppe, Christa Nickels ©Majestic/picture_alliance-SvenSimon

Ein Monat voller Highlights! 🤩Der Juni beginnt mit zwei tollen Führungen! Am 7. Juni tauchen wir ein in die Lebensläufe ...
01/06/2026

Ein Monat voller Highlights! 🤩Der Juni beginnt mit zwei tollen Führungen! Am 7. Juni tauchen wir ein in die Lebensläufe der Männer und Frauen, die sich in Offenburg und Baden 1847 für Freiheit und Gleichheit einsetzten und die wir heute Revolutionär*innen nennen. Am 11. Juni dreht sich alles um die Entstehung, Motivwahl und Geschichten hinter den Graffiti in der Bauerngasse.
🎥Am 12. Juni laden wir zum Filmabend! Unglaublich schlagfertig, lustig und bildgewaltig erzählt die Doku „Die Unbeugsamen“ von den aberwitzigen Herausforderungen, denen sich Politikerinnen wie Rita Süssmuth, Petra Kelly, Herta Däubler-Gmelin und viele weitere Mitstreiterinnen in der Bonner Republik konfrontiert sahen. Empfehlen wir!
Außerdem wollen wir euch einladen zum herrlichen Musiktheater „Heute Abend: Lola Blau“ am 19. Juni im Salmen. Das Ein-Personen-Musical von Georg Kreisler handelt von der jüdischen Künstlerin, die, ihrer Heimat beraubt und unglücklich im amerikanischen Exil plötzlich einen Anruf aus der Heimat erhält. Scharfsinniger Gesellschaftskritik trifft hier auf schwungvolle und zugleich witzig Melodien. Wir freuen uns auf einen berührenden Abend mit dem Theater der zwei Ufer Kehl. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein e.V. und unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg statt. Der Sommer kann kommen!🌞

Marlene Dietrich gilt als absolute Ikone!Ihre unverkennbare Persönlichkeit und stilistisches Auftreten hatten einen maßg...
29/05/2026

Marlene Dietrich gilt als absolute Ikone!
Ihre unverkennbare Persönlichkeit und stilistisches Auftreten hatten einen maßgeblichen Einfluss auf die Kultur des 20. Jahrhunderts.
Als eine der ersten deutschen Schauspieler*innen wurde Marlene Dietrich zum Hollywood-Star, aber wusstet ihr auch von ihrem politischen Engagement während des 2. Weltkrieges?
Marlene Dietrich kommt 1901 als Marie Magdalene in Berlin zur Welt. Bereits als junges Mädchen verfolgt sie eine Karriere als Geigerin, wechselt jedoch bald zum Theater und schließlich zum Film. 1930 erhält Dietrich durch ihre Hauptrolle in „Der Blaue Engel“ internationale Bekanntheit und wird in den USA unter Vertrag genommen. Aus Deutschland nach Hollywood, das haben vor ihr nur wenige geschafft! Im Frühling 1933 plant sie in ihre Heimat zurückzukehren, doch ihr Ehemann rät ihr davon ab. Seit der Machtübernahme durch Adolf Hi**er, nur wenige Monate zuvor, sei der Zustand in Berlin zu kritisch. Den aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland verurteilt Marlene Dietrich immer wieder aufs Schärfste. Mehrfach versuchen die Nationalsozialist*innen sie für Propagandafilme zurückzugewinnen, doch sie engagiert sich auf Seiten der USA. Zusammen mit den Regisseuren Billy Wilder und Ernst Lubitsch gründet sie in den 1930er Jahren einen Hilfsfonds für jüdische Flüchtlinge und nimmt 1939 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. 1943 unterbricht Marlene ihre Arbeit als Schauspielerin und tritt für viele Monate als Truppenbetreuerin für Soldaten und Verwundete im Lazarett und an der Front auf.
Nach Ende des Krieges wird sie in den USA mit der Medal of Freedom und in Frankreich als Ritter der Ehrenlegion geehrt.
Marlenes Einsatz auf Seiten der Alliierten machte sie für viele zu einer Heldin- in Deutschland warfen ihr jedoch einige Vaterlandsverrat vor.

Bild:
Morocco(film)1930.JosefvonSternberg,director.MarleneDietrichwithtop hat.jpg (Public Domain)

Bilder Story:
[1] MarleneDietrichParamount.jpg (Public Domain)

„Matei entdeckt die Freiheit“ von Catalin Dorian Florescu ist ein eindringlicher Roman über die Zerbrechlichkeit der Fre...
26/05/2026

„Matei entdeckt die Freiheit“ von Catalin Dorian Florescu ist ein eindringlicher Roman über die Zerbrechlichkeit der Freiheit und die langen Schatten diktatorischer Gewalt. Der Autor Catalin Dorian Florescu zeigt, warum die Gewaltgeschichte des Kommunismus in Osteuropa bis heute nachwirkt – und führt eindrucksvoll vor Augen, welch kostbares Gut Freiheit ist. Eine literarische Mahnung von großer sprachlicher Kraft.
Kann man Freiheit wieder fühlen lernen, wenn sie einem über Jahre hinweg genommen wurde?
Matei wird im Rumänien unter Stalin und später Ceaușescu wegen regimekritischer Gedichte zu sieben Jahren Zwangsarbeit im Donaudelta verurteilt. Als er aus dem Lager zurückkehrt, findet er keinen Weg zurück ins Leben. Obwohl ihn seine Frau und seine Tochter lieben, bleibt etwas in ihm gefangen. Erst Jahre später, als er seinem ehemaligen Peiniger wieder begegnet, beginnt sich etwas zu verändern.
Florescu erzählt diese Geschichte in einer leisen, poetischen Sprache voller Würde und Anmut – und gerade darin liegt ihre Wucht. Kein Satz ist zu viel. Mal beinahe dokumentarisch, dann wieder zart und voller Menschlichkeit beschreibt er die Schrecken eines Systems, das Menschen ihre Freiheit, ihre Hoffnung und ihre Sprache nahm. Ein wertvolles Stück Literatur mit Nachhall.
Der heutige Buch-Tipp kommt von der Buchhandlung AKZENTE.
Im Rahmen unserer monatlichen Reihe – im Wechsel mit dem Salmen und der Buchhandlung Roth – stellen wir Bücher vor, die sich mit Geschichte, Demokratie und Menschenrechten beschäftigen.

🎈Wir gratulieren!   vor 77 Jahren, am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik verkündet. Heute legen 202 A...
23/05/2026

🎈Wir gratulieren! vor 77 Jahren, am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik verkündet. Heute legen 202 Artikel die wichtigsten Regeln unseres Staates fest. Direkt auf den ersten Seiten des Grundgesetzes sichern 19 Grundrechte die Würde und die Freiheit aller Menschen in Deutschland. Das Grundgesetz ist ein Geschenk! Indem wir es achten und weiterentwickeln, erfüllen wir uns selbst den Traum von einem würdevollen und selbstbestimmten Leben.


Foto: Jigal Fichtner

💪Wessen Gesicht fällt euch zum Civil Rights Movement der 1950er und 1960er Jahre ein? Vermutlich Martin Luther King Jr.!...
19/05/2026

💪Wessen Gesicht fällt euch zum Civil Rights Movement der 1950er und 1960er Jahre ein? Vermutlich Martin Luther King Jr.! Manche Aktivist*innen stehen stellvertretend für ganze Bewegungen und geraten genau deshalb ins Visier von Attentätern und gezielten Anschlägen. Malala Yousafzai, Martin Luther King, Salman Rushdie, Jamal Khashoggi, Carla del Ponte und Giovanni Falcone waren Ziele dieser Stellvertreter*innengewalt. Trotz allem ließen sie sich nicht einschüchtern. Falcone hat dazu Folgendes zu sagen: „Es ist nicht so wichtig, ob man mehr oder weniger Angst hat, sondern, dass man lernt, sich nicht von ihr bestimmen zu lassen“.

Manche von ihnen überlebten die Attentate nur knapp. Hat sich ihr Aktivismus dadurch verändert? In unserer Sonderausstellung „33 Demokrat*innen - Mut, der die Welt verändert“ könnt ihr mehr erfahren.


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💪Politisches und gesellschaftliches Mitspracherecht sind in einer Demokratie unverzichtbar- doch was tun, wenn deine Sti...
16/05/2026

💪Politisches und gesellschaftliches Mitspracherecht sind in einer Demokratie unverzichtbar- doch was tun, wenn deine Stimme politisch unterdrückt wird? Víctor Jara, Narges Mohammadi und L**h Wałęsa stehen mit ihrem Widerstand repräsentativ für den Kampf für Demokratie und Freiheitsrechte.

Unermüdlich setzen sie sich für eine gerechtere, bessere Welt ein. So zeugen die Liedtexte des chilenischen Musikers und Theaterregisseurs Víctor Jara von seinem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. Mit seinen Visionen, spendete er auch anderen Hoffnung. Als Gewerkschaftsführer gelang es L**h Wałęsa Menschen im Kampf für einen Regimewechsel zusammenzubringen. Dabei begaben sie sich immer wieder in Lebensgefahr. Die iranische Anwältin und Menschenrechtsanwältin Narges Mohammadi wurde etwa 13 mal festgenommen und mehrfach für ihr Engagement eingesperrt. Ihr Gesundheitszustand ist aktuell kritisch und Unterstützer*innen befürchten, dass Mohammadi in Haft sterben könnte. Wie weit würdet ihr gehen, um eure Stimme zu verteidigen?

Wenn ihr mehr über diese beeindruckenden Menschen und die anderen 33 Demokrat*innen erfahren wollt, kommt doch bis zum 6.September in unsere Sonderausstellung!

Delacroix‘s Allegorie der Freiheit steht übrigens symbolisch für den Freiheitskampf ;)


Bilder: Catarina Chietti

Adresse

Lange Straße 52
Offenburg
77652

Öffnungszeiten

Dienstag 13:00 - 18:00
Donnerstag 13:00 - 18:00
Freitag 13:00 - 18:00
Samstag 11:00 - 17:00
Sonntag 11:00 - 17:00

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