Hier, wo die widerständige Natur mit der Kunst eine Symbiose eingeht. Landschaft, Wind und Wetter, Abendsonnen und bis zu 200 Zuschauer werden ins Haus geholt. Am Anfang, im Jahr 1998, war die Bühne eine gute Stube für 32 Zuschauer im hundertjährigen Fachwerkhaus. Im Frühjahr 2006 war nur noch Platz auf der grünen Wiese. Ein neues Haus wuchs. Sein schützendes Dach wird getragen von geschälten Eich
enstämmen. Die Schrägheit der Konstruktion, seine Offenheit, die Abwesenheit von rechten Winkeln verweisen auf die Ästhetik der Geschichten. Die Gründer, der Schauspieler Thomas Rühmann und der Akkordeonist Tobias Morgenstern, haben in den 23 Jahren des Bestehens eine eigene Art erzählendes Theater entwickelt. Sie spielen Stücke nach literarischen Vorlagen, meist sparsam umgesetzt ohne viele Requisiten, oft mit eigens komponierter Musik. Im Repertoire sind unter anderem: „Siddhartha“ von Hermann Hesse, „Dshamilja“, von Tschingis Aitmatow, „Die Entdeckung der Langsamkeit“ nach Sten Nadolny. Dazu kommen viele Gastkünstler*innen mit ihren Lesungen und Theaterprojekten. Auch Kindervorstellungen gibt es. Regelmäßig gastieren bekannte Musiker*innen, vor allem mit Jazz und Swing. Ein Höhepunkt ist das jährliche Internationale Akkordeonfestival mit jungen, innovativen Künstler*innen. Jeden Sommer findet das deutsch-polnische Singer-Songwriter-Festival „Liederlauschen am Rand“ statt. Das Theaterrestaurant „Randwirtschaft“ wird betrieben vom Ökodorf Brodowin, einem der wichtigsten Produzenten biologischer Lebensmittel im Land Brandenburg. Die „Randwirtschaft“ ist die einzige bio-zertifizierte Theatergastronomie Deutschlands. Im Theater am Rand gibt es keine Tickets. Es gilt „Eintritt bei Austritt“ – Sie entscheiden am Ende der Vorstellung selbst, was Ihnen der Abend wert ist, und zahlen, was wir brauchen. Bitte reservieren Sie Plätze, auf der Website theateramrand.de, telefonisch unter 033457 66521 oder per Mail an [email protected].