23/02/2019
Liebe Freunde der Künstlerei, Facebook nervt.
Beziehungsweise, Facebook bemmst (nudge). Na gut, denk ich, dann gibts eben mal eine neue Nachricht. Als erstes interessiert mich, hallo, hört mich da draußen jemand ? Jemand da? Künstlerei, kennt die noch wer? Möchte jemand sie kennenlernen? Was, wozu, wie, wer?
Liest das wer? Warum sollte jemand etwas lesen wollen? Das lesen wollen? Weils Menschen allgemein betrifft und weil es spannend ist? Vielschichtig? Seit einiger Zeit, und gerade weil ich das Projekt nochmal neu bewerten möchte, fühlt euch eingeladen. Habt doch bitte die Güte, gebt mal irgendein Lebenszeichen von draußen. Ein „Wow“ es lebt noch, vielleicht. Abhängig von einer Rückmeldung, bei Null, tja, dann schließe ich die Seite. Kämen nun einige Zeichen, Herzchen beispielsweise, erzähl ich euch noch einige Geschichten zu diesem Projekt.
Gut, ich geh mal wieder in Vorleistung, immer das selbe. Ich erzähl die Geschichte vom Pferd.
Netzfund:
„Die Geschichte vom Pferd.
Ein Bauer, dessen Frau gestorben war, hatte nur einen Sohn, der ihn in seinen alten Tagen versorgen sollte und ein Pferd,
einen schönen Hengst, mit dem er seine Feldarbeit verrichtete. Die Leute in seinem Dorf sagten: ‚Er hat es gut. Was für
ein Glück er hat mit seinem Sohn und seinem Pferd‘. Wenn der Bauer das hörte, sagte er: ‚Vielleicht‘.
Eines Nachts brach sein Hengst aus der Koppel aus und verschwand. Die Leute im Dorf sagten: ‚Jetzt kann er seine Felder
nicht mehr bestellen. Was für ein Unglück.‘ Der alte Bauer sagte: ‚Vielleicht‘.
Nach ein paar Tagen kehrte der Hengst mit einer kleinen Herde Stuten zurück. Die Leute im Dorf sagten: ‚Jetzt hat er
eine ganze Herde. Was für ein Glück‘. Der alte Bauer sagte: ‚Vielleicht‘.
Dann beschloss sein Sohn, den Hengst zu reiten. Der aber warf ihn ab und er brach sich das Bein. Die Leute im Dorf
sagten: ‚Was für ein Unglück‘. Der alte Bauer sagte nur: ‚Vielleicht‘.
Am nächsten Tag kamen die Soldaten des Herrschers in das Dorf und nahmen alle jungen Männer mit in den Krieg. Nur
der Sohn des Bauern blieb zurück, da er weder laufen noch reiten konnte. Die Leute im Dorf sagten: ‚Was für ein Glück‘.
Der alte Bauer sagte: ‚Vielleicht‘.
Und wenn wir den alten Bauern fragen: ‚Hat diese Geschichte einen tieferen Sinn‘?, sagt er: …
Wie schnell verfangen wir uns bei dem, was uns äußerlich zustößt, in unseren inneren Bewertungen,
unseren Befürchtungen und Hoffnungen. Ist es ein Glück oder ein Unglück? Wie sehr sind wir dabei
doch abhängig von den Reaktionen unserer Mitmenschen?