Der Fluch der Labdakiden stieß sogar mehrere Generationen ins Unglück. Und was passiert, wenn Menschen gezwungen werden, ihre Neigungen und Wünsche zu unterdrücken? Sie fühlen sich schuldig, fürchten sich vor dem Fluch und werden unglücklich. Aber kann es wirklich eine Sünde sein, sich leidenschaftlich hinzugeben? Gibt es eine Balance zwischen animalischer Triebhaftigkeit und zwanghafter Unterdrüc
kung? Die russische Regisseurin Viktoria Naraxsa findet sie in der Figur der Antigone, die das gesellschaftliche Gefüge hinterfragt und sich gegen das staatliche Gesetz auflehnt. Welches politische System auch immer am geeignetsten für die Menschen sein mag - ein System, welches die Menschen unterdrückt und kontrolliert, ist in jedem Fall falsch. Viktoria Naraxsa inszeniert mit dem Nürnberger ArtiSchocken-Kollektiv die griechische Tragödie „Antigone“ im Z-Bau. Wie zuletzt mit der „Harten Marschroute“ wird die neue Produktion ein Promenadentheater. Das bedeutet, die Zuschauer sitzen nicht still auf Stühlen, während die Schauspieler auf der Bühne agieren, sondern sie folgen den Szenen, indem sie von Schauplatz zu Schauplatz „promenieren“. Regie: Viktoria Naraxsa
Dramaturgie: Chriska Wagner
Bühnenbild: Babis Panagiotidis
Kostüme: Polina Pravdikova & Olga Völk
Musik: Alexander Raiev
Sounddesign: Denis Chmelev
Technische Leitung: Anton Yaroschenko & Max Eidelson
Produktionsleitung & Filme: Olga Komarova
Mit: Marina Schmidt, Irfan Taufik, Elizaveta Shlosberg, Weta Slivinska, Aleksej Deliov, Leonid Ovtschinnikov, Lucas Jubl, Ilja Naftolin, Susann Selke, Benina Berger, Juliana Steba, Kai Kopke
Aufführungsort: Z-Bau, Frankenstr. 200
EINTRITT:
VVK: 18,- € normal / 10,- € erm.;
AK: 22,- € normal / 14,- € erm. Mitglieder ArtiSchocken - Integration Nürnberg e.V.: 8€
Das Stück wird Personen unter 18 Jahre und Menschen mit Herz- und Nervenerkrankungen NICHT empfohlen! Gefördert durch: Fonds Soziokultur, House of Resources, Kulturreferat Nürnberg