10/05/2023
Liebe treue Hommireiter 🥰
Vor wenigen Monaten habe ich mein 10-jähriges Jubiläum gefeiert, und es ist eine Zeit voller Dankbarkeit und Erinnerungen.
Wer hätte vor einem Jahrzehnt gedacht, dass meine Idee einen neuen Trend in den Reitställen setzen würde?
Schon damals, als ich meinen ersten Flyer entworfen habe, stand dort "Der neue Trend im Stall". Obwohl ich zu Beginn nur eine Handvoll Röcke verkauft habe, wusste ich, dass sich etwas Besonderes entwickeln würde. Ich habe immer an den Plan geglaubt. 🙂
Der Name "Hommi" wurde zum Programm und ich habe ihn als Marke registrieren lassen.
Von den Anfängen in meinem Schlafzimmer, dann mich vergrößert und ins Wohnzimmer umgezogen, mit einer einfachen Nähmaschine bis hin zu meinem heutigen 75 qm großen Atelier mit professionellen Industriemaschinen - ich habe eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht.
Trotz einiger Herausforderungen wie Wasserschäden und kalten Wintern habe ich mein Atelier immer geliebt. Es zeigt mir, was man erreichen kann, wenn man den Willen dazu hat.
Reich bin ich mit meiner Arbeit nicht geworden, aber das war auch nie meine Absicht. Mit meinen Hommis konnte ich jedoch mein geliebtes Pferd finanzieren. Vor allem aber mache ich Hommis, weil es mir Freude bereitet. Ich kann mich selbst verwirklichen und es erfüllt mich ungemein, wenn ich euch mit meinen Kreationen glücklich machen kann.
Im Laufe der Jahre habe ich unzählige schöne Fotos von euch erhalten und wundervolle liebe Mails. Eure Gesten haben mich tief berührt und ich habe jede einzelne Nachricht in meinem Herzen gespeichert.
Leider habe ich in den letzten zwei Jahren einen starken Rückgang im Umsatz verzeichnet. Die laufenden Kosten lassen sich gerade noch decken, aber es bleibt nichts übrig, um mein Pferd zu versorgen. Die Auswirkungen von Corona und die Inflation haben auch andere Unternehmerinnen und Unternehmer betroffen. 🤷♀️
Zudem ist mein Herzenspferd Avalon seit Januar 2022 krank. Das vergangene Jahr war hart für uns. Es gab viel Leid, auf und ab, hohe Kosten, viele Tränen und es hat mich an den Rand meiner Belastbarkeit gebracht. Obwohl es mit Avalon tendenziell bergauf geht, habe ich nun erneut Rückschläge erfahren und fürchte, dass sich das alles wiederholt.
Alles zusammen ist einfach zu viel für mich geworden.
Deshalb habe ich die schwere Entscheidung getroffen, meine Selbstständigkeit aufzugeben. Es wird Hommi® nicht mehr geben.
Ich sehne mich nach Ruhe. Ich möchte nicht länger E-Mails checken, Wünsche erfüllen, Aufträge bearbeiten und abends Rechnungen schreiben. Stattdessen möchte ich nur noch 3 Mal die Woche angestellt sein, nach acht Stunden Arbeit nach Hause gehen und mich um mich selbst, meine Familie und mein Pferd kümmern. Das ist vollkommen ausreichend für mich.
Seit Monaten denke ich intensiv darüber nach und es fällt mir wirklich schwer. Letztendlich habe ich jedoch keine andere Wahl, denn allein die Deckung der Kosten ist nicht der eigentliche Zweck.
Ich bin unglaublich dankbar für die persönliche Entwicklung, die ich in dieser Zeit erfahren durfte, und auch für die wunderbaren Begegnungen mit so vielen lieben Menschen. Aus diesen Begegnungen sind wirklich großartige Freundschaften entstanden.
Der ein oder andere von euch wird sicherlich noch einen der allerletzten Hommis und Kuschelplaids ergattern wollen.
Es sind noch fertige Casas auf Lager. In den nächsten Tagen werde ich hier eine Liste veröffentlichen, damit ihr direkt zuschlagen könnt. Außerdem gibt es noch fertige Kuschelplaids und Stoff dafür. Es ist noch etwas Softshell und Walkloden vorhanden, jedoch nicht mehr in großen Mengen. Ich werde keine weiteren Bestellungen mehr aufgeben.
Danach werde ich versuchen, den Rest des Stoffes abzuverkaufen. Was nicht verkauft wird, werde ich vorerst auf dem Speicher lagern. Ich werde für Schränke/ Tische und anderen Kram, der sich nicht verkaufen lässt, Sperrmüll bestellen.
Die Maschinen und alles, was dazu gehört, herausbringen und an einem anderen Ort unterbringen, bis sie wieder gebraucht werden. Ich werde die laufenden Kosten kündigen. Dann heißt es Licht aus und Türe zu.
Letztendlich plane ich, mir zu Hause ein kleines Nähzimmer einzurichten. Denn ganz ohne das Nähen kann ich mir im Moment noch nicht vorstellen, obwohl ich seit Wochen nichts genäht habe. In der letzten Woche habe ich bereits damit begonnen, auszumisten und mich von meinem Atelier zu verabschieden. Es ist ein Abschied mit gemischten Gefühlen - einem weinenden und einem lachenden Auge, denn noch immer brenne ich, wenn ich Menschen von meinen Hommis erzähle. 🥰🥰
Weil es mein Baby ist, weil ich die Hommi bin.
Aber ich habe keine Power mehr.
Ich möchte mich von ganzem Herzen bei euch allen für die wundervolle Zeit bedanken! Es war eine außergewöhnliche Reise und ich bin dankbar für jeden einzelnen Moment.
Mit herzlichen Grüßen,
Eure Hommi :)