09/01/2026
36. Fürther Jazz Workshop – vier Tage Musik, Freude und viel Inspiration
Der Workshop begann direkt mit einem Höhepunkt: dem Dozentenkonzert am ersten Tag. Die Band hat mich sofort abgeholt – ich saß im Publikum und dachte mir leise: Hier fühl ich mich zuhause.
Am dritten Tag hat mich dann leider ein Infekt aus dem Verkehr gezogen. Mit Fieber war an Jazz nicht mehr zu denken und ich musste abbrechen. Besonders geärgert hat mich, dass ich am vierten Tag beim Teilnehmerkonzert nicht dabei sein konnte. Für den Solopart in der Combo war ich aus insgesamt 18 Sängerinnen und Sängern ausgewählt worden – allein das hat mich sehr gefreut und auch ein bisschen stolz gemacht. Genau diesen Moment hätte ich gerne erlebt.
Zum Glück gab es vorher noch einen Lichtblick: die Jam Session am zweiten Tag. Dort habe ich meine Scat-Einlage bei All of Me beigesteuert. Und plötzlich war da diese seltsame Ruhe – als hätte mein Nervensystem kurz vergessen, dass ich eigentlich noch nie wirklich öffentlich gesungen habe. Das Publikum hat sehr positiv reagiert, was bei mir ein nicht ganz dezentes Dauergrinsen ausgelöst hat.
Auch wenn der Workshop für mich ein bisschen früher endete als geplant, gehe ich mit einer klaren Erkenntnis nach Hause: Das war erst der Anfang. Ich möchte weitermachen, weiter lernen und weitere musikalische Räume betreten. Und da Musik bekanntlich im Rudel noch mehr Freude macht, würde ich mich sehr freuen, wenn sich Musikerinnen und Musiker finden, die Lust auf gemeinsames Musizieren haben. Wer sich angesprochen fühlt: einfach melden – ich bin neugierig und offen für Neues.