Theaterinitiative

Theaterinitiative Austausch und Informationsplattform für Theaterschaffende, Veranstalter und Interessierte Die Theaterinitiative e.V. stellt hier zunächst Informationen bereit.

Wir möchten einen schnellen, unkomplizierten Austausch über Theater und Kultur ermöglichen. Wir hoffen, Kräfte und Ideen zu bündeln und an einer weitreichenden Zusammenarbeit innerhalb der Theaterlandschaft mitzuwirken.

Zur Situation der Gastspiele bringt theatermanagement aktuell im Juli-Heft (Nr. 95) ein Interview
20/07/2020

Zur Situation der Gastspiele bringt theatermanagement aktuell im Juli-Heft (Nr. 95) ein Interview

12/06/2020

Deutschland gilt als Kulturnation. Noch. Und damit sind nicht nur die Großstädte gemeint, auch (ca. 400 Städte mit Gastspieltheatern, ohne eigenes Ensemble) pflegen ihr öffentliches Stadttheaterprogramm. Bespielt werden sie u.a. von Tourneetheaterunternehmen, die die kompletten Inszenierungen in die Städte und zu den Zuschauer*innen bringen. Ein Kulturangebot für Millionen Menschen ist in akuter Gefahr! Verschwinden die Tourneetheater, verschwindet auch die Kultur. Wir haben keinen subventionierten Rettungsschirm. Die Programme von Bund und Ländern sehen immer noch keine Hilfen für Tourneetheater vor! Land unter! Rettet die Tourneetheater! Bitte teilen!

09/06/2020

die Corona-Krise hat neben den direkten Auswirkungen auf unsere Einkommenssituation auch indirekte, die unsere Arbeitgeber*innen und damit unsere zukünftigen Arbeitsmöglichkeiten betreffen. Ganz besonders hart trifft die Krise derzeit die Privat- und Tournee-Theater, also jene nicht oder wenig sub...

09/06/2020

.fraktion.berlin



Viele Tourneetheaterunternehmen und viele Privattheater, die den ländlichen Raum mit Kultur und Unterhaltung versorgen, stehen in der Corona-Krise vor dem wirtschaftlichen Ruin. Verschwinden sie, verschwindet auch die Kultur auf dem Land. Kultur bald nur noch in großen Städten? Wollen wir das? - RETTET DIE PRIVAT- UND TOURNEETHEATER!

Bitte teilen Sie das.

09/06/2020

Das außerhalb der Ballungszentren so wichtige THEATER IN DER FLÄCHE ist existentiell bedroht...

10/05/2020

Theaterspielbetrieb in Zeiten der Corona-Pandemie

Vorschläge der Theaterinitiative e.V. (T.I.)

zum Ermöglichen des Theaterbetriebs

Vorwort

Die T.I. ist der Meinung, dass der bisher beschrittene Weg der Corona-Maßnahmen richtig und wichtig war, um die Seuche einzudämmen. Wir hoffen, dass die Fallzahlen in Deutschland weiter rückläufig bleiben und appellieren an die Behörden, Gesundheitsämter und Regierungen, die Theater sobald es möglich ist, wieder zu öffnen. Erste Anzeichen dafür gibt es bereits.

Theater erfüllen nicht nur eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, sie sind ganz besonders auch abseits der Metropolen ein unverzichtbares geistiges Lebensmittel für die Bevölkerung. Der Kulturauftrag erfüllt sich zentral in den mittleren und kleineren Kommunen oder Gemeindeverbänden in den Programmen der lokalen Kulturzentren. Theater erhöhen die Lebensqualität für die Bürger*innen, sie dienen der Bildung und qualitativ hochwertigen Unterhaltung, sie dienen als zentrale kommunale Einrichtung dem Gemeinwohl. Ein monatelanger Stillstand würde große Schäden im System der kulturellen Grundversorgung nach sich ziehen.

Theaterproduzenten bringen mit ihren Ensembles fertige Aufführungen in die Theater mit Gastspielbetrieb und füllen damit die Städtischen Programme mit künstlerischem Inhalt und Leben. Auch die Theater-Produzenten mit ihren Ensembles müssen diese Krise überstehen, damit das Theatersystem in der Fläche überleben kann. Lassen Sie uns alles dafür tun, dass wir sobald es geht, wieder spielen können und lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass wir auch im Bewußtsein von Politik und Medien eine wichtige Rolle spielen - nicht nur auf der Bühne! Von Fussball ist in diesen Tagen ständig die Rede. Fakt ist aber auch, dass in Deutschland ca. ein Drittel mehr Menschen die Theater besuchen, als die Fussballspiele der Ersten Bundesliga. Deshalb muss den Kommunen und den Theaterproduzenten geholfen werden, um den Spielbetrieb schnell wieder aufzunehmen und auch in Zeiten wirtschaftlicher Engpässe bei zu behalten.

Die T.I. macht Vorschläge, wie der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Die Lage wird sich ständig ändern: Infektionsgeschehen, Auflagen, die weitere Entwicklung im Bereich der Prävention - all das können wir nicht voraussehen. Maßgeblich werden die jeweils geltenden Auflagen der örtlichen oder überregionalen Behörden sein. Da wir uns voraussichtlich auf eine längere Zeit mit Einschränkungen einstellen müssen, haben wir für Sie einige Punkte zusammengestellt, die zur Aufrechterhaltung des Theaterbetriebs beitragen sollen. Je früher wir Konzepte vorlegen können, desto besser.

1. Das Ensemble und techn. Team der gastierenden Produktion betreffend - (auch schon im Probenbetrieb):

- Wenn es eine Tracking App gibt, ist diese auch von allen Bet. zu installieren.

- Alle Beteiligten müssen dokumentieren können, wo und wann sie sich mit wem innerhalb der vergangenen 14 Tage getroffen haben (Nachweis nur im Falle Nachprüfung durch das Gesundheitsamt)

- Handhygiene bereit stellen: Papierhandtücher und Desinfektionsmittel. Zwingend ist eine Handdesinfektion vor Beginn der Proben und am Ende der Proben

- Mundnasenschutz / Visier beim Proben; Visier könnte ggf. auch während der Vorstellung von den Darsteller*innen getragen werden.

- Tägl. vor der Probe: Fiebermessen f.a. Bet.

- Abstände innnerhalb der Inszenierung prüfen und anpassen

Szenen, die Nähe erfordern künstl. anders lösen

- Desinfektion Toiletten der Probenbühne

- Lüften! Für gute Belüftung sorgen

-Technik und Helfer: Mundnasenschutz (MNS) bei Verladen usw. Abstandregel einhalten!

2. Anfahrt des Ensembles zum Gastspieltheater:

- Mund- Nasenschutz (Maske) muss im Fahrzeug getragen werden

- Abstände im Fahrzeug einhalten. Hände vor Fahrtbeginn desinizieren

- Autoinnenraum regelmäßig desinfizieren.

- Persönliche Dinge immer nach der Fahrt mitnehmen: Jacke, Kissen

usw, und Müll, Zeitungen etc. (jeder ist für seinen Platz verantwortlich)

3. Aufbau im Theater, Vorbereitung

Ensemble/ Team: Fiebermessen (Infrarot-Fiebermesser hat Ensemble dabei), Desinfektion der privaten Kleider (Desinfektionsmittel muss mit geführt werden), Handhygiene, Maskenpflicht - Mund-, Nasenschutz oder Visier- (bis Auftritt auf die Bühne tragen! Möglicherweise auf der Bühne Visier). Wenn das Theater Desinfektions-Vorrichtungen für das Publikum im Foyer hat, soll das Ensemble diese Schleusen (Desinfektion und Wärmebild) auch schon ca. ab 3 Stunden vor der Vorstellung benutzen können.

Maskenbild/ makeup auf Minimum und das Nötigste reduzieren! Bei Perückenaufsetzen gilt dasselbe wie beim Friseur: Mundnasenschutz wird von allen Bet. getragen

Grund make-up macht jeder selber am Garderobenplatz.

Kostüme werden sooft möglich gewaschen und gereinigt, notfalls vor jeder Vorstellung desiniziert

Viele Garderobenräumesind im Theater zu öffnen (gereinigt, belüftet, geheizt), möglichst für jede(n) eine eigene Garderobe - sonst: Abstände einhalten!

4. Vorstellungen - Publikum

- Einlass Publikum: ggf. Fiebermessen (wenn Vorrichtung mit Wärmekamera vorhanden sein sollte), Desinfektion der Kleider (Desinfektionsmittel automatisch in einer Schleuse), Handhygiene (Desinfektionsmittel-Spender aufstellen!)

-Publikum: Pflicht für Mund- Nasenschutz, (Theater hält Reserve-einmal-Masken bereit)

-Desinfektion: Schleuse mit automatischem Desinektionsnebel (Bitte regen Sie die Forderung Ihrer Kommune an: Zuschüsse von Kreisbehörden - Gesundheitsämter - oder von Ländern sollten dafür abrufbar sein!)

- Wärmebildschleuse: Fiebermessen durch Wärmebild (auch hier: Zuschüsse von Kreis oder Land sollten abrufbar sein!)

- Sollte der Veranstalter (Stadttheater, Gastspielbühne, Verein) diese Schleusen nicht haben oder beschaffen können, muss die Bestuhlung voraussichtlich zwingend auf Abstandsregelausgerichtet sein. Hier kann es nötig werden, dass Doppelvorstellungen am gleichen Tag gespielt werden müssen (zB 16 Uhr bis 18 Uhr und 19:30 bis 21:30 Uhr).

- Zuschauer dürfen mit Erkälungssymptomen leider nicht an der Vorstellung teilnehmen (Betretungsverbot des Theaters), einerseits aus Sicherheitsgründen, andererseits, um Panik zu verhindern (zB wegen Hustenanfällen usw.). Bitte prüfen Sie diese Regelung noch rechtlich und achten Sie auf die rechtzeitige Bekanntmachung!

- Der Veranstalter trifft Maßnahmen, dass es an der Abendkasse und im Foyer, an Garderoben und ggf. vor den Schleusen Abstandsregeln eingehalten werden (Einlasszeit auf 1 h erweitern!). Einlasspersonal/ Ordner müssen fachlich eingewiesen worden sein um die Zuschauer informieren und leiten können.

-Videoscreens zeigen im Foyer die Husten- und Niesetikette, Handhygiene, Tragen von MNS, das Einhalten von Abständen, wie man den Platz einnimmt und später verläßt usw. - Abendkasse nur bis 1 h vor Beginn öffnen (nur für evtl. Problemlösungen), Tickets werden grundsätzlich online gebucht oder bis zum Tag vor der Vorstellung abgeholt. Nachverfolgung: Bei Ausgabe von Tickets gegen Barzahlung sind die Kontaktdaten des Zuschauers im System zu hinterlegen.

- Einführungenim Foyer entfallen, können ggf. durch eine Videoeinführung ersetzt werden (kann z.B. auf Smartphone vor der Vorstellung angesehen werden. Veranstalter hängt aus, wo man das aufrufen kann)

- Alle Räume des Theaters müssen vor und nach der Vorstellung desinfiziert und gut gelüftet werden

- Jeder Zuschauer erhält am Anfang bei Eintritt ein kleines Hygiene-kit(Inhalt: Brief des Veranstalters, vielleicht Gruß von T.I., I.G. Tourneetheater, Landesbühnen - alle mit Logos), kleine Süßigkeit, Hustenbonbon, Maske (MNS), Handdesinfektionstücher und ein Kugelschreiber (s. weiter unten!)

- Für das Begrüßungskit sollte vom Veranstalter die lokale Wirtschaft als Sponsor gewonnen werden (z.Bsp. Sparkassenverband). Günstig wäre, die Kits gemeinsam in hoher Auflage bei einem Produzenten zu bestellen (über Verband?)

- Saal-Einlass: Nur die Reihennummerzählt! Wer zuerst kommt, geht zur Mitte seiner Reihe und nimmt dort Platz (Einlasspersonal/ Ordner*innen zur Einweisung gefordert!), Nur Reihennnummern sind gültig wie gekauft, Platznummern sind innerhalb der Reihe nicht gültig (muss vorher durch Veranstalter noch rechtlich geprüft und kommuniziert werden), jeder Zuschauer*in trägt auf das Ticket seine genaue Platznummer ein! (Stifte gratis ausgeben - zB. gesponserte Kugelschreiber - Nachverfolgung). Ausgang: bitte immer nur nacheinander mit Abstand zum nächstgelegenen Seitenausgang gehen.

-Vorstellungsende: Das Ensemble verbeugt sich nur einmal zusammen. Auf weitere Applausordnungen wird verzichtet

- Garderobe: Garderobenpersonal muss ab 1 h vor Vorstellung die Garderobe annehmen können. Personalausstattung: mit ffp2-Masken und Handschuhen, Augenschutz.

Mäntel und Jacken werden mit Sprühnebel desinfiziert (wenn nicht schon durch Schleusen geschehen).

Ausgabe nach Ende: Abstandregel (Markierungen am Boden!). Durch eine Ansage am Ende der Vorstellung (sollte auch auf Handzettel stehen, der bei Eintritt ausgegeben wird) werden Zuschauer*innen gebeten, nach Reihen auf zu stehen und zur Garderobe zu gehen. Einlasspersonal gibt Zeichen, wenn nächste Reihe zur Garderobe darf.

-Vorstellungen ohne Pause spielen

Bei längerer Spieldauer (über 2 Stunden) nur kurze Pause - ohne allgemeinen Wechsel des Publikums vom Saal ins Foyer. Kein Catering!

-Wenn Doppelvorstellung nötig sind (und möglich sind), werden beide Vorstellungen grundsätzlich ohne Pause gespielt! (außer Pause ca. 60-90 Min. zwischen beiden Vorstellungen)

- Gagen/ Aufführungshonorare müssen für die 2. Vorstellung angepasst werden (gem. Vereinbarung). Zusatzkosten für Kommunen / Vereine sollten von Ländern oder Kreisen als pandemiebedingt getragen werden. Die Forderung sollte über die Stadtspitze formuliert werden (ggf. auch Gemeindebund / Städtetag einschalten).

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Gesundheit für Sie, Ihre Teams vor Ort und für Ihr Publikum!

Ihre

Theaterinitiative e.V.

Für den Vorstand:

Stefan Zimmermann und Thomas Luft

Mai 2020

01/11/2015

Unsere Website ist online!
http://www.dietheaterinitiative.de/
Das nehmen wir zum Anlass, unsere Mitglieder noch einmal kurz vorzustellen:
Theater an der Ruhr, TheaterInKempten, Theater Poetenpack, Theaterkommission der Kunstgesellschaft Thun, a.gon Theater München (3.Inthega-Preis für DIE DEUTSCHSTUNDE 2015), Junges Schauspielensemble München, theaterlust (1.Inthega-Preis für DIE PÄPSTIN 2014), eKultur GmbH, Peter Gestwa (Theater Putbus, Rügen)

Adresse

Munich
81369

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