Theatermacher, für ein Theater vor dem Theater, das weder durch Material noch als Medium zu definieren ist. Die Mutter aller Künste.
1969 gründet Alexeij Sagerer in München das proT (pronounce "proT" like the german word "Gott"), das er seither leitet. Er bezeichnet sein Theater als Comics, Prozessionstheater, Endlostheater oder Unmittelbares Theater oder ganz anders und überschreitet permanent
die Grenzen zu Bildender Kunst, Musik und Film. Theater heute charakterisierte ihn als einen der letzten freien Radikalen, der nicht die Kalkulationen des Kulturbetriebs bedient sondern geradezu monomanisch seine selbstgesetzte Struktur verfolgt. 1987 wird er mit Küssende Fernseher zur documenta 8 in Kassel eingeladen. 1988 bekommt er den Ernst Hoferichter - Preis (erster Live-Auftritt der Sprechskulptur di dawisch i fei scho no). 1997 wird "Sagerer, berühmt und berüchtigt als bilderstürmender Titan" (Der Spiegel, 43/1994) mit dem Theaterpreis der Stadt München ausgezeichnet. 2003 ist er für drei Wochen in der Pinakothek der Moderne, München präsent. "Sein Live-Projekt birth of nature, star-gates löst den Raum im Unendlichen auf und nimmt den Zuschauer mit auf einen virtuellen Raumflug..." (SZ, 21. Oktober 2003). Am 17. Dezember 2005 beginnt die Kompositionsebene Programm Weiss, die Vision eines Theaters der Handlung selbst. Am 30. Mai 2012 findet die Produktion Weisses Fleisch in der Muffathalle München statt. "Das Mysterium der Wandlung wird zum Akt künstlerischer Transformation." (SZ, 01. Juni 2012).