01/07/2012
Wiederaufnahme unseres Konzert-Hörspiels nach "Jeff Koons" von Rainald Goetz in einer überarbeiteten Version
Am 07.07.2012
Im Salon der Kunstakademie München (Altes Gebäude)
„Es geht um einen Augenblick, den es auch gibt, im Menschenleben kurz, zumindest manchmal gibt es das
Es geht, so blöd es klingt um Harmonie.
Stimmt gar nicht, halt, stop, Lüge, falsch
im Gegenteil, es geht ums Nie der Harmonie."
Eine wilde Nacht, zwei Menschen die sich finden, kurz ansehen, und dann wieder aus den Augen verlieren. Eine zweite noch viel wildere Nacht.
Es wird viel getanzt, gelacht und gehustet. Viel Lärm gemacht, wahrscheinlich auch geweint. Viel geredet, hier und dort auch geflüstert, diskutiert. Man hat sich viel zu erzählen und doch wird wenig gesagt.
Ausgehend von Texten aus dem Theaterstück „Jeff Koons“ von Rainald Goetz ist eine Klangcollage entstanden – ein elektronisches Musik-Hörspiel der Nacht. Ein Puzzle aus sinnlichen Eindrücken, wirren Gesprächsfetzen und absurden Szenen eines Abends. Es geht um das seltsame Gefühl, das einen manchmal überkommt, wenn man beim Tanzen kurz innehält und sich überlegt was man da eigentlich gerade tut; um die Sinnhaftigkeit des Sinnlosen. Laute Leere. Gespräche über Filme, deren Regisseure und Titel uns nicht einfallen, Euphorie über Tänzchen mit Fremden, eine lustige Krawatte, ernste Trauer über Getränkepreise...., das endlose Dröhnen, Schlafdefizit. Wozu brauchen wir diesen ganzen Lärm? Am Ende für die Stille?