12/07/2025
5 Jahre ALTAR DER EUROPA
Ein Kunstwerk für Europa – errichtet von Geflüchteten, gewidmet der gemeinsamen Herkunft, gefeiert für seine Kraft zur Verständigung
Am 15. Juli 2020, wurde im Schlossgarten-Salon von Merseburg ein monumentales Werk feierlich aufgerichtet: der ALTAR DER EUROPA der Leipziger Künstlerin ANTOINETTE.
Dass Menschen aus Syrien halfen, den ALTAR zu Ehren der mythologischen Figur Europa, einer phönizischen Königstochter – Phönizien entspricht heute großen Teilen Syriens –, aufzurichten, verleiht dem Ereignis eine tiefgreifende Symbolik.
ANTOINETTE schuf die „Merseburger Zaubertafeln“. Die Verbindung zu den berühmten Merseburger Zaubersprüchen, wurde so zu einem Leitmotiv der künstlerischen Arbeit: Sprache, Mythos, Magie – all das, was Europa geprägt hat, fließt in diese Werke ein.
Der ALTAR DER EUROPA ist mit seiner Größe von 5 Metern Höhe und 20 Metern Breite nicht nur ein physisches Monument. Er ist ein Ort des Denkens, ein Tempel der Reflexion, ein Spiegelbild der aktuellen Herausforderungen unseres Kontinents. Er steht für die Auseinandersetzung mit Wahrheit und Täuschung, mit Licht und Dunkel, mit dem europäischen Traum – und dessen Fragilität.
Durch spektakuläre Videos und durch die Ausweitung in den virtuellen Raum (ALTAR DER EUROPA 3.0 im Metaverse), wird das Werk weltweit rezipiert.
Merseburg ist durch den ALTAR DER EUROPA und die Zaubertafeln Teil einer neuen europäischen Kulturerzählung geworden. Die Merseburger Zaubersprüche, lange nur Fachleuten bekannt, erhielten durch ANTOINETTE eine künstlerische Renaissance. In einer Zeit der Spaltung und Unsicherheit wurde Merseburg zum Ort der Zusammenkunft, der Erinnerung und der Vision.
Zum fünften Jubiläum ruft ANTOINETTE AkteurInnen aus Kunst, Politik und Gesellschaft dazu auf, den ALTAR erneut als Ort der Begegnung und Inspiration zu begreifen. Gemeinsam könnten so Vorträge, Führungen, Schulprojekte und ein Fest der Kulturen organisiert werden – als Zeichen dafür, dass Europa immer dann lebendig wird, wenn es seine Geschichte nicht verdrängt, sondern Symbole für Entwicklung erschafft.
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