Richard-Wagner-Zentrum Mitteldeutschland

Richard-Wagner-Zentrum Mitteldeutschland Das Richard-Wagner-Zentrum Mitteldeutschland beleuchtet Richard Wagner im Kontext der Heimatregion.

RAUSCH DER SINNE IM STAATSTHEATER MEININGEN UND PARK ALTENSTEINPfingstreise unseres Zentrums ins Wagner-Land ThüringenPf...
16/06/2026

RAUSCH DER SINNE IM STAATSTHEATER MEININGEN UND PARK ALTENSTEIN
Pfingstreise unseres Zentrums ins Wagner-Land Thüringen

Pfingsten neigte sich dem Ende zu und es war heiß. Eigentlich keine schlechte Idee ins GRÜNE HERZ DUTSCHLANDS zu reisen, nach Thüringen. Dort spielt auch eine der markantesten Opern Richard Wagners, TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF WARTBURG, doch Eisenach und die Burg ließen wir auf dem Hin- und Rückweg rechts und links liegen. Unser Ziel war Meiningen, bis 1918 Hauptstadt eines sächsisch-ernestinischen Kleinstaates, dessen vorletzter Herzog Georg II. Sprechtheatergeschichte schrieb und sein Orchester dafür auf Tourneen durch ganz Europa Berühmtheit erlangen ließ. Den Schlachtruf „Die Meininger kommen!“ kehrten wir um und dazu begrüßte uns bei einem gemeinsamen Mittagessen im „Henneberger Haus“ Killian Farrell, heutiger Chef der Meininger Hofkapelle. Derart eingestimmt absolvierten wir eine stimmungsvolle Führung durch die Sonderausstellung zum 200. Geburtstag des „Theaterherzogs“ im prachtvollen Schloss Elisabethenburg. Vieles konnte nur angerissen werden und sollte Appetit auf eigenständige Wiederholung machen.
Die meisten Teilnehmer hatten Farrells Einladung ernst genommen, erwarteten ihn in den vorderen Reihen zu seiner schon legendären Werkeinführung und gaben sich dann der Stimmung im ausverkauften Staatstheater hin. Der Würde des klassizistischen Baus von 1909 tat die farbenfrohe Inszenierung von Richard Wagners DAS RHEINGOLD durch Malerstar Markus Lüpertz überhaupt keinen Abbruch, im Gegenteil, unter Verwendung einiger sehr selbstverliebter Details blieb der 87Jährige seiner Ankündigung treu, nicht sich, sondern den von ihm geschätzten Wagner inszenieren zu wollen und den Zuschauer das Werk lesen zu lassen. Nichts wurde dekonstruiert und nach der pausenlosen Vorstellung setzte eine nie gesehene Jagd der Besucher auf die letzten Programmhefte ein. Der sehr gelungene Theaterabend spricht für die weiteren Aufführungen in der kommenden Spielzeit.
Augen, Ohren, Nase und Mund kamen am folgenden Rückreisetag ebenfalls auf ihre Kosten beim Besuch des Altensteins oberhalb des Kurortes Bad Liebenstein. Die ehemalige Sommerfrische der Herzöge von Sachsen-Meiningen ist ein gebauter und gestalteter Traum gärtnerischer Vielfalt, Romantik, Phantasie und Sentimentalität im Stil englischer Parks. Nicht umsonst ließ Georg II. das kleine Schloss Ende des 19. Jahrhunderts im englischen Landhausstil umbauen. Die immensen Schäden der Brandkatastrophe 1982 sind äußerlich nicht mehr sichtbar. Sanierung und Restaurierung dauern an, die Wiedereröffnung ist für 2027 ins Auge gefasst. Das Gesamtkunstwerk, an dem Gartenkünstler wie Hermann Fürst von Pückler-Muskau und Peter Joseph Lenné beteiligt waren, ist jederzeit einen Besuch wert.
Die Leipziger Polster & Pohl waren uns wieder verlässliche Partner, selbst der „Linzer Hut“ erreichte die Besitzerin noch in Merseburg. Wegen der hohen Nachfrage soll am 7./8. 01. 2027 DAS RHEINGOLD in Südthüringen noch einmal für uns funkeln

Theaterdonner und Jahrhundert-"Ring"VOR 102 JAHREN WURDE DER  REGISSEUR, OPERNDIREKTOR UND INTENDANT JOACHIM HERZ IN DRE...
15/06/2026

Theaterdonner und Jahrhundert-"Ring"
VOR 102 JAHREN WURDE DER REGISSEUR, OPERNDIREKTOR UND INTENDANT JOACHIM HERZ IN DRESDEN GEBOREN
Am 15. Juni 1924 kam der spätere Regisseur und Operndirektor Joachim Herz in Dresden zur Welt. Er inszenierte weltweit, schrieb aber an der Oper Leipzig Opern-und Theatergeschichte, an die er 1957 von Köln her gewechselt war. Neben Händels "Xerxes" ist es vor allem das Werk Richard Wagners, das er teilweise in "heftigem Ringen" der am Werk des Leipziger Komponisten verunsicherten SED-Herrlichkeit abtrotzte. Umso mehr schauten die Herren des Bayreuther Hügels hin, was der Mann da nicht nur aber vor allem in Wagners Geburtsstadt trieb.
Zur Eröffnung des Opernneubaus in Leipzig im Oktober 1960 "Die Meistersinger von Nürnberg", in den Folgejahren dort "Lohengrin" und "Tannhäuser", sowie an der Komischen Oper Berlin "Der fliegende Holländer", von der DEFA 1964 genial verfilmt. Herz' größter Wurf wurde aber in den Jahren 1973 bis 1976 die Inszenierung von Wagners Opus magnum, die Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" an der Oper Leipzig. Oswald Georg Bauer, langjähriger Adlatus von Wolfgang Wagner, Geschäftsführer und Intendant der Bayreuther Festspiele auf Lebenszeit, berichtete gern von den Besuchen in Leipzig, sobald wieder ein Teil Premiere hatte. Im Ergebnis brachte Patrice Chereau 1976 einen auf Herz basierenden "Ring" im Bayreuther Festspielhaus auf die Bühne, der dank Filmaufnahmen und einem professionellen Marketing zum "Jahrhundertring" stilisiert wurde. Die deutsche Teilung machte es möglich.
Die deutsche Wiedervereinigung brachte dann die jahrelange Mißachtung der im Osten geleisteten Arbeit, verbunden mit tiefen Demütigungen. Damit war Herz nicht allein. Aber es schmerzte. Erst spät setzte eine angemessene Würdigung ein, so zu seinem 85. Geburtstag die Verleihung der Ehrendoktorwürde an der Dresdner Musikhochschule. Er war ein Vollblutregisseur, er war ein genialer Künstler, ein "Theaterviech" und ein Mensch, der nie halbe Sachen machte. Herz war auch ein "Poltergeist", der mit seiner zuweilen brutalen Schroffheit so manche Träne in Künstlerkreisen fließen ließ. Im Gegenzug legendär seine menschliche Wärme, wenn er Kunst im Allgemeinen, vor allem aber seine Kunst erklärte. Joachim Herz starb am 18. Oktober 2010 in Leipzig.
Drei Bände "Oper mit Herz", erschienen 2010 bis 2012, bleiben eine unerschöpfliche Quelle über sein Werk und Wirken.

Die stille WagnerWAGNER-URENKELIN IRIS VOR 84 JAHREN IN BAYREUTH GEBORENBlickt man auf ihr Grab, kann man vielleicht ver...
12/06/2026

Die stille Wagner
WAGNER-URENKELIN IRIS VOR 84 JAHREN IN BAYREUTH GEBOREN

Blickt man auf ihr Grab, kann man vielleicht verstehen, warum die private Iris Wagner nicht so sehr das Licht der Öffentlichkeit suchte. Toleranz war nie eine Stärke in Deutschland, von Anhalt oder Preußen einmal abgesehen. Aber auch dort hatte sie Grenzen.
Die älteste Tochter des ältesten Bayreuther Enkels von Richard Wagner wurde am 12. Juni 1942 in Bayreuth geboen, als der anglo-amerikanische Bombenterror noch längst nicht alle Großstädte, geschweige denn Klein- und Mittelstädte im Zweiten Weltkrieg erreichte. Iris Wagner war das erste Kind von Wieland Wagner und Gertrud Reissinger, auf die 1943 Wolf-Siegfried, 1945 Nike und 1946 Daphne folgten.
Iris Wagner wuchs mit ihren Geschwistern in Bayreuth auf. Sie studierte Germanistik, arbeitete auch als Filmemacherin, Fotografin und Malerin, später dann als Übersetzerin aus dem Englischen.
Lange vertrat sie den Wieland-Stamm der Familie im Stiftungsrat der Richard Wagner-Stiftung Bayreuth. Die zurückgezogen Lebende trat selten aus dem Hintergrund und erst als die Streitereien um Richard Wagners Kompositionsklavier von der Ebene Stadt Leipzig gegen Stadt Bayreuth auf die Familienebene gezogen wurden, tauchte ihr Name verstärkt in den Medien auf. Auch bei den Streitereien um den Neubau im Garten des Hauses Wahnfried, Baumfällungen und die Neugestaltung des Gartens sah man sie für ihren Familienstamm auf der Seite der öffentlich wahrnehmbaren Kritiker. Der bekannteste Rechtsvertreter des Wieland-Stamms war der umtriebige wie prominente Polititiker der Linkspartei, früher PDS, Gregor Gysi.
Erlebt hat Iris Wagner die Fertigstellung und Einweihung des kulturhistorisch so wertvollen Areals mit zwei Jahren Verspätung 2015 nicht mehr. Sie starb am 9. Januar 2014 in Berlin und wurde auf dem Bayreuther Stadtfriedhof beigesetzt.
Heute wäre ihr 84 Geburtstag gewesen.

So beging unser Verein des Meisters 213. Geburtstag am 22. Mai 2026EIN TAG FÜR RICHARD WAGNER IN DESSAU-ROßLAU Heute ist...
11/06/2026

So beging unser Verein des Meisters 213. Geburtstag am 22. Mai 2026
EIN TAG FÜR RICHARD WAGNER IN DESSAU-ROßLAU

Heute ist Dessau-Roßlau eine Doppelstadt, geschuldet der katastrophalen wirtschaftlichen und auch demografischen Entwicklung nach dem Zusammenbruch der DDR und lustlosen Anhängung des Gebietes an die BRD von 1990. Das ist aber kein Grund, sich nicht einstiger Größe und Bedeutung zu freuen und wenigstens darauf stolz zu sein. Da haben wir aber unsere Zweifel, nimmt man allein die Entwicklung der letzten Jahre um das Schlossareal der einstigen Hauptstadt Anhalts, die in die kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges noch schwer gezeichnet wurde.
Dessau ist auch Wagner-Stadt, wofür viel vom Fürstenhaus Anhalt-Askanien ausging (Stipendiatenförderung für Bayreuth) und natürlich vom Theater. Der heute nicht nur angesichts der Bevölkerungszahlen und Sozialstruktur überdimensioniert wirkende Bau bräuchte eine zündende Idee. Das Weill-Fest allein macht noch keinen Sommer. Die letzte hauseigene Produktion von Carl Zellers DER VOGELHÄNDLER war ein Fingerzeig: ständig ausverkauft und die Reisebusse standen Schlange vor der Tür.
Aber auch Wagner, dem wir im Kontext der Anhaltiner in Dessau nachspüren wollten. Am spannendsten beim kaum zugänglichen mystischen Mausoleum, ein von Palladio beeinflusster Großbau bei Schloss Georgium, um das man nach dem Krieg einen Tierpark gebaut hat. Alles, was wir sahen, muss vor 20 Jahren noch viel schlimmer gewesen sein, trotzdem waren wir erschüttert. Und das liegt nicht an denen, die dort schaffen. Der Bauleiter einer von Quedlinburg nach Dessau verlegten Jugendbauhütte müht sich redlich, nicht nur auszubilden, sondern auch nachhaltig zu sanieren und zu restaurieren. Hut ab, vor diesen engagierten jungen Menschen, aber das braucht mehr, vor allem politischen Willen und gesamtgesellschaftliches Engagement. Die Frauenkirche in Dresden und die Garnisonkirche in Potsdam lassen grüßen.
Im Restaurant "Am Georgengarten" dann eine hintergündig belegte und spannende Geschichtserzählung unseres Vereinsmitglieds Dr. Theodor Wichmann mit viel Originalmaterial zur Bedeutung Dessaus für Richard Wagner, sein Werk, seine Familie, denn Cosima Wagner inszenierte dort auch. Und ganz nebenbei, Dr. Wichmanns Großmutter war die erste vom Haus Anhalt finanzierte Bayreuth-Stipendiatin. Unerhörtes erfuhren wir über bis heute unausgeschöpfte Potentiale.
Der krönende Abschluss war die leider schlecht besuchte Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion von TRISTAN UND ISOLDE am Anhaltischen Theater, die von den Anwesenden frenetisch gefeiert wurde. Unser teurer Toter Richard Wagner wird es an seinem Geburtstag geschätzt haben, dass wir statt eines Kranzes für ihn, einer der besten "Pflegekräfte" seines Werkes, Iordanka Derilova als ISOLDE, mit einem bunten Blumenstrauß dankten. Nicht nur ein schöner, es war ein denkwürdiger Tag.

Sie sorgte mit "Wagner Theater" für FuroreRICHARDS URENKELIN NIKE WAGNER HAT HEUTE 81. GEBURTSTAGMan erinnere sich, dass...
09/06/2026

Sie sorgte mit "Wagner Theater" für Furore
RICHARDS URENKELIN NIKE WAGNER HAT HEUTE 81. GEBURTSTAG

Man erinnere sich, dass um den 125. Geburtstag der Richard-Wagner-Festspiele Bayreth der Komponist und seine Nachfahren stark im medialen Licht standen. Nichts geschah ohne oder gegen den Willen des letzten Patriarchen Wolfgang Wagner und als nur am Ende des Familienporträts in der ARD der Name seiner Nichte Nike fiel, Tochter seines früh verstorbenen Bruders Wieland, verlor der mit harter Hand und am längsten agierende, aber auch erfolgreichste Festspielleiter vor laufender Kamera die Fassung.

Es war keine gute Zeit für Säuglinge und Kleinstkinder, die 1945 vor oder nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geboren wurden. Wieland Wagner und seine Frau Gertrud Reissinger waren mit ihren zwei Erstgeborenen längst aus dem schwer von den Amerikanern bombardierten und dann kriegsbesetzten Bayreuth geflohen, mit Wielands jüngsten Schwester Verena und deren Familie nach Überlingen am Bodensee. Ein Fluchtversuch in die Schweiz scheiterte. Nike und auch ihre drei jahre ältere Schwester Iris sowie die Kinder von Verena überlebten die "Ernährungsstrategie" der französischen Besatzer.
Die studierte Musik-, Theater- und Literaturwissenschaftlerin Nike Wagner wuchs später mit ihren Geschwistern in Bayreuth auf. Vater Wieland Wagner leitete bis zu seinem Tod 1966 federführend mit seinem Bruder die 1951 wiedereröffneten Richard-Wagner-Festspiele. Arbeit nicht nur in Europa und Promotion boten ihr Möglichkeiten in Theorie und Praxis für die Karriereleiter über den Namen Wagner hinaus. Von 2004 bis 2014 leitete sie künstlerisch das Kunstfest Weimar, 2014 bis 2020 war sie Intendantin des Bonner Beethovenfestes.

Mit dem Buch "Wagner Theater" läutete sie handfeste, über die Medien ausgetragene Auseinandersetzungen um die Nachfolge des greisen Onkels und Festspielleiters Wolfgang Wagner ein, die über Jahre vor und während der Festspiele das mediale Sommerloch füllten. Vielleicht verhalf inzwischen Altersmilde zu Frieden in der Familie. Die Frau mit der beeindruckenden Vita und Mutter einer Tochter aus erster Ehe begeht heute ihren 81. Geburtstag. An Uropa Richards 213. Geburtstag am 22. Mai d. J. trat sie jüngst in dessen Geburtsstadt auf.

Wagner-Weber-Wiese in den Richard-Wagner-Stätten Graupa EIN SCHÖNER TAG ZWISCHEN OSTERZGEBIRGE UND SÄCHSISCHER SCHWEIZ D...
07/06/2026

Wagner-Weber-Wiese in den Richard-Wagner-Stätten Graupa
EIN SCHÖNER TAG ZWISCHEN OSTERZGEBIRGE UND SÄCHSISCHER SCHWEIZ

Das Wetter hatte es in den letzten Tagen nichts so gut gemeint am idyllischen Elbtal mit dem berühmten Malerweg, an dessen Beginn Richard Wagner und seine erste Ehefrau Wilhelmine (Minna) im Sommer 1846, also vor 180 Jahren, urlaubten. Aber es gab noch andere Jubiläen, denn Wagner hatte im Mai 213., Weber hat bald 240. Geburtstag und vorgestern war Webers 200. Todestag.
Petrus hatte aber ein Einsehen mit der Graupaer Wiese, denn all dem musste man gerecht werden zur Freude des Publikum aber auch all jener, die Zeit, Herzblut und Schweiß darein legten. Und es wurde richtig schön und gediegen, kulturell annspruchsvoll und trotzdem für niemanden überfordernd. Kaffee, Kuchen und Bratwurst waren lecker und das ganz Besondere für die Kleinen waren die großen Greifvögel, von denen die 50 Jahre alte Adlerdame Cora sogar gestreichelt werden durfte. Ganz vorsichtig.
Ein Tag für die ganze Familie und alle, die dabei sein wollten. Liebevoll eröffnete Pia Buschbeck mit den Kindern der Grundschule Graupa das Programm, gefolgt von einem Melodienpotpouri verschiedener Genres des Richard-Wagner-Chores Graupa, darunter auch aus der Feder des Sachsen Richard Wagner, versteht sich. Chorleiter und E-Piano-Begleiter seit Febraur 2025 ist Vitali Aleshkevitch, der mit seiner mitreißend positiven Art nicht nur den Chor zu motivieren verstand.
Unter dem Motto "Wald und Zauber - Ein Einblick in den Freischütz" gab es eher Einblicke in Beziehungsgeflechte früher und heute und natürlich die nochmalige Bestätigung, dass Wagner bei Weber abguckte und lernte, denn der Ältere war vor ihm Königlich Sächsischer Hofkapellmeister. Dr. Romy Donath von den Romantikmuseen Dresden, dem innerstädtischen Kügelgenhaus und dem Hosterwitzer Webermuseum (derzeit Endlosbaustelle), und Tom Adler von den Richard-Wagner-Stätten Graupa loteten Objektives aus und standen beim Subjektiven in Konkurrenz, wobei Frau Donath den Kürzeren zog und weiterhin ziehen wird, wenn Sie es nicht schafft, den eigenen Protagonisten ins positive Licht zu stellen, ohne dem anderen, erfolgreicheren immer wieder am Zeug zu flicken. Gesprächsführerin und Moderatorin Katrin Rönnebeck leitete dann geschickt über zum unterhaltsamen Abschluss des Nachmittags durch die Opernklasse der Hochschule für Musik Dresden. Deren Leiter Prof. Susanne Knapp und Prof. Milko Kersten gaben einen Einblick in die Motivation der fünf jungen Künstler, deren aktive Umsetzung das Publikum restlos begeisterte. "Kein Freischuss für Alberich" - Unterhaltsame Kurzfassung des Rheingolds. Wagner und Weber auf Augenhöhe und mit großem Augenzwinkern. Es geht doch, Frau Donath. Man muss auch gönnen können.
(Wir bitten um Verständnis für die Vielzahl der Bilder, es war einfach faszinierend.) 🥰

Vor 157 im schweizerischen Tribschen, damals noch bei LuzernAM 6. JUNI ERBLICKTE SIEGFRIED WAGNER DAS LICHT DER WELT Mit...
06/06/2026

Vor 157 im schweizerischen Tribschen, damals noch bei Luzern
AM 6. JUNI ERBLICKTE SIEGFRIED WAGNER DAS LICHT DER WELT

Mit dem Tod seiner ersten Ehefrau Minna (Wilhelmine), geborene Planer, am 25. Januar 1866 zog erste Entspannung in Richard Wagners neues Liebesleben ein, das er ehenbrecherisch mit Cosima von Bülow, der Tochter seines Freundes und Förderers Franz Liszt und Ehefrau seines ihn vergötternden Dirigentenfreundes Hans von Bülow, führte. Der ahnte noch nichts oder wollte nicht ahnen, was seine Ehefrau da mit dem verehrten Meister trieb. Zwei uneheliche Töchter gab es schon, als am 6. Juni 1869 im schweizerischen Exil der Stammhalter, Thronfolger oder wie man ihn auch nennen wollte, das erste und einzige männliche Kind der beiden zur Welt kam und auf den Namen Siegfried getauft wurde. Richard war von der bayerischen Regierung und der von ihr beeinflussten öffentlichen Meinung (Nichts Neues also.) 1865 aus München und Bayern vertrieben worden und lebte nun im Exil am Vierwaldstätter See. Die Geburt des Sohnes, der, wie auch die beiden Töchter Isolde und Eva, nach der 1870 erfolgten Hochzeit von Richard mit Cosima legitimiert wurde, brachte einen Inspirationsquell zum Sprudeln samt dem notwendigen Produktivitätsschub. Das Ehefrau Cosima gewidmete Siegfried-Idyll floss in den "Siegfried" ein, an dem Wagner seit 1858 nicht mehr gearbeitet hatte. Mit Siegfried sprang der Motor wieder an und nach 26 Jahren konnte 1874 endlich das Mammutwerk, Richard Wagners Opus magnum "Der Ring des Nibelungen" vollendet werden.
Das ereignisreiche Leben von Sohn Siegfried wurde und war ein Fall für die Biografen.

Martin Gregor-Dellin vor 100 Jahren in Naumburg (Sachsen-Anhalt) geborenEIN GANZ GROßER AUS MITTELDEUTSCHLANDHört man ir...
03/06/2026

Martin Gregor-Dellin vor 100 Jahren in Naumburg (Sachsen-Anhalt) geboren
EIN GANZ GROßER AUS MITTELDEUTSCHLAND

Hört man irgendwo die Sektkorken knallen? Literaturvereine, musikwissenschaftliche Gremien, Wagner-Verbände?
Am 3. Juni 1926 wurde in Naumburg/Saale Martin Gustav Schmidt geboren. Späteres Pseudonym Martin Gregor-Dellin, mit dem er weltberühmt wurde. Er schrieb die erste ernst zu nehmende Biografie Richard Wagners der Neuzeit, an der sich später alle orientierten und an ihr korrigierten, denn sie war auch Anlass, daran weiterzuarbeiten. Er gab wissenschaftlich bearbeitet die Tagebücher von Cosima Wagner heraus und hatte ein weiteres breites Spektrum. Zum Heinrich-Schütz-Jahr 1985 erschien seine bahnbrechende Biografie dieses Komponisten. Hätte ihn der Tod nicht 1988 in Gröbenzell bei München ereilt, wäre auch noch eine Biografie Friedrich von Hardenbergs von ihm erschienen, besser bekannt als NOVALIS. Schütz wie Novalis lagen ihm besonders am Herzen, sind sie doch prägende Persönlichkeiten seiner Heimatstadt Weißenfels, in der er bis zum Wehrdienst lebte. Keine fünf Minuten lief er vom Wohnhaus seiner Familie am Markt bis zum Geburtshaus von Richard Wagners Mutter in der Marienstraße, das damals noch stand.
Schule in Weißenfels, Abitur in Schulpforta (Psst, nicht laut sagen, weil damals NAPOLA). Zur Wehrmacht ging es 1944, im Jahr darauf als Kriegsgefangener in die USA. Bereits 1946 kehrte er zurück, wurde 1951 Cheflektor beim Mitteldeutschen Verlag und ging 1958 nach Westdeutschland, nicht ohne vorher Bruno Apitz' "N***t unter Wölfen" zu Ende redigiert und lektoriert zu haben. Eine endlose Reihe an Aktivitäten und Funktionen, bis er 1982 in der Nachfolge von Walter Jens Präsident des westdeutschen P.E.N.-Zentrums wurde. Zum 100. Todestag Richard Wagners ließ die DDR den "Republikflüchtling" sogar zur großen Konferenz nach Leipzig einreisen. Und, und, und ...
Am 13. Oktober 2026, 10 bis 16 Uhr veranstaltet das Richard-Wagner-Zentrum Mitteldeutschland gemeinsam mit der Stadt Weißenfels eine hochkarätig besetzte Tagung im dortigen Rathaus, um zum 100. Geburtstag an den großen Weißenfelser und Mitteldeutschen zu erinnern.

Nachgereicht zum Mai!EIN GEBURTSTAG UND ZWEI STERBETAGEEs gab viel zu tun im Mai und die Personaldecke fürs konstruktive...
02/06/2026

Nachgereicht zum Mai!
EIN GEBURTSTAG UND ZWEI STERBETAGE

Es gab viel zu tun im Mai und die Personaldecke fürs konstruktive Wirken ist dünn. Richard Wagners Geburtstag wurde gebührend gefeiert, aber es gab noch weitere Gedenktage, deren Träger nicht in Vergessenheit geraten sollen. Denn der Zeitgeist, immer mit dem Mantel des Schweigens und Vergessens unterwegs, schläft nicht.

Otto Brückwald, der Erbauer des nach Wünschen Richard Wagners geschaffenen Bayreuther Festspielhauses und gefragter wie viel versprechender Architekt für Schulen, Theater und Wohnhäuser, wurde vor 185 Jahren, am 6. Mai 1841, in Leipzig geboren. Er starb auch 1917 in seiner Vaterstadt. Zwei Leipziger, Sachsen mithin und damit Mitteldeutsche, formten somit das Bild des Grünen Hügels.

Auch an einem 6. Mai, nur 113 Jahre später, starb 1954 Cäcilie, Kronprinzessin von Preußen und Deutschland, Herzogin zu Mecklenburg in Bad Kissingen. Geboren wurde sie am 20. September 1886 im Schloss zu Schwerin, einem der schönsten Residenzschlösser Deutschlands. Seit dem Frühjahr 1909 war sie die Schirmherrin des Richard-Wagner-Verbandes deutscher Frauen, heute Richard-Wagner-Verband International. Ob der das weiß?

Weitere 37 Jahre später, am 8. Mai 1991 starb in Herdecke Friedelind Wagner, zweites Kind des einzigen Sohnes Richard Wagners, Siegfried Wagner, mit der Engländerin Winifred Williams, die nach dem frühen Tod ihres Mannes 1930 die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth bis zu deren kriegsbedingter Schließung im Herbst 1944 leitete. Friedelind, ein exentrisches Kind, das in dieser Rolle auch mit einem gewissen Gerechtigkeitssinn ausgestattet war, verließ 1938 endgültig ihre Familie und Deutschland. Nach Kriegsausbruch und zeitweiliger Internierung in England (1940) ging sie mit Hilfe des Dirigenten Arturo Toscanini über Argentinien in die USA, von wo sie, initiiert von Thomas Mann, qua Rundfunkansprache gegen das nationalsozialistische Regime Deutschlands agitierte.
Die Gelegenheit, mit dem Schweizer Beidler-Sohn die Festspiele nach dem Krieg zu übernehmen, ließ sie vorübergehen. Ihre Bayreuther Meisterklassen bis zur Streichung der Zuwendungen durch Bruder Wolfgang Wagner 1967 wurden vor allem zum Politikum, weil sie stark mit DDR-Größen wie Walter Felsenstein und Joachim Herz zusammenarbeitete. Als die "gute Wagner" war sie auch Ehrengast bei der Eröffnung des Neubaus der Oper Leipzig 1960, der nun als Hauptspielstätte der wagnerschen Opern und Musikdramen im Osten Deutschlands gedacht war.
Mausi, wie Friedelind nicht nur in der Familie genannt wurde, war wohl ihrem Großvater Richard Wagner unter den vier Kindern Siegfrieds und Winifreds (noch Wieland, Wolfgang und Verena) am meisten ähnlich. Einerseits rebellisch und widerspenstig, andererseits unfähig mit Geld umzugehen. Ob man sie, wie eine ihrer Biografinnen, deswegen "Erbin des Feuers" nennen sollte, bleibt zu hinterfragen.

29. Mai 2026VOR EINER WOCHE WAR RICHARD WAGNERS 213. GEBURTSTAGSoweit bekannt, begingen am 22. Mai unterschiedliche Wagn...
29/05/2026

29. Mai 2026
VOR EINER WOCHE WAR RICHARD WAGNERS 213. GEBURTSTAG

Soweit bekannt, begingen am 22. Mai unterschiedliche Wagner-Vereine in Mitteldeutschland, im bayerisch-fränkischen Bayreuth, also gleich nebenan, die Stadtverwaltung, auf unterschiedliche Weise Richard Wagners 213. Geburtstag.
SACHSEN
In Wagners Geburtsstadt Leipzig fand zum 21. Mal die 2006 vom damaligen Geschäftsführer, seit 2008 dann Vorsitzenden des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig, Thomas Krakow, aus der Taufe gehobene Geburtstagstafel für Richard Wagner statt. Dieses Mal nicht nur mit Musik, sondern auch dem Auftritt historischer Gestalten aus Wagner-Opern. Und wie zu Beginn und fast immer, auf dem Richard-Wagner-Platz. Dazu gab es eine Richard-Wagner-Festwoche verschiedener Akteure.
In Dresden, der Stadt, in der mit fast 20 Jahren Wagner die meiste Lebenszeit verbrachte und er Königlich-Sächsischer Hofkapellmeister war, fand nichts statt. Der lokale Wagner-Verband ging aber dorthin, wo ein Denkmal, wenigstens eine Büste existiert, zu den Richard-Wagner-Stätten Graupa. Dort legte man gemeinsam mit dem Gaßmeyer-Förderkreis der Wagnerstätten Blumen an der Büste beim Jagdschloss nieder. Dazu gab es Musik und eine Ausstellungseröffnung.
SACHSEN-ANHALT
Unser südlich von Halle/Saale in Merseburg ansässiges Richard-Wager-Zentrum Mitteldeutschland ging an dem Tag nach Dessau, in die Hauptstadt Anhalts. In einem Vortrag erläuterte Vereinsmitglied Dr. Theodor Wichmann die besondere Bindung des Fürstenhauses der Anhaltiner zur Wagnerschen Idee, zu seinen Festspielen und der Stipendiatenförderung. Zuvor wurde die erschreckende Situation um das Mausoleum als die letzte Grablege der Anhaltiner besichtigt. Die Realität holte die Befürchtung ein. Am Abend besuchten die Teilnehmer des Ausflug die exzeptionelle Inszenierung von TRISTAN UND ISOLDE am Anhaltischen Theater und ehrten zu Wagners Geburtstag nicht den Toten, sondern eine lebende Vertreterin der Wagner-Pflege am Musiktheater, Iordanka Derilova, mit einem Blumenstrauß, deren Interpretation der ISOLDE oder der BRÜNNHILDE die beste Würdigung des MEISTERS an seinem Geburtstag war.
THÜRINGEN
Dort gibt es nur einen Wagner-Verband, von dem nichts zu vernehmen war. Aus einem thüringischen Sprengel der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands heraus gab es aber eine Wortmeldung, die wir in unseren kommenden Nachrichten hoffentlich veröffentlichen können.
BAYREUTH, FRANKEN, gleich neben Mitteldeutschland
Im aufgemöbelten Abgebot des RWV Bayreuth vor allem für das Jubiläumsjahr 2026 kam Richard Wagners Geburtstag nicht vor. Dafür platzierte die Stadtverwaltung einen Kranz an Richards Grab. Dieses Mal nicht den abwaschbaren aus Plaste, der danach wieder im Rathausfoyer aufgehängt wurde, nein, einen aus scheinbar echtem Grün mit echten Blumen. Richard, dem alten Revoluzzer, hätte die Revolution in der städtischen Gedenkkultur gefallen.

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Domplatz 7
Merseburg
06217

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