26/01/2026
"Drei Stunden beste Unterhaltung mit intellektueller Tiefenschärfe. Fulminanter Applaus für Stephan Hippes spielerische und sängerische Glanzleistung." Bonner Generalanzeiger
🎭✨ Ein musikalisches Porträt einer Legende – live im Boulevard Münster! ✨🎶
Am 10. und 11. Februar 2026 holen wir ein ganz besonderes Bühnenereignis nach Münster:
„Die Knef-Story“ mit Stephan Hippe – ein berührendes, multimediales Chanson-Erlebnis über das Leben und die Lieder der unvergessenen Hildegard Knef.
Mal schelmisch, mal melancholisch führt Stephan Hippe durch Höhen und Tiefen einer Nachkriegsikone – mit großer Empathie, starken Bildern und zeitlosen Songs wie „Für mich soll's rote Rosen regnen“. Kein Imitat, sondern ein intensiver Dialog mit einer außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit.
🎤 Große Gefühle.
🎬 Faszinierende Videocollagen.
🌹 Musik, die unter die Haut geht.
Sichern Sie sich jetzt die letzten Plätze und erleben Sie zwei unvergessliche Abende im Boulevard Münster!
👉 10. & 11.02.2026 | Boulevard Münster
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BONNER GENERALANZEIGER
Lieder einer Nachkriegsikone
Stephan Hippe präsentiert seine Knef-Story
Bad Godesberg · Mal schelmisch, mal melancholisch – Stephan Hippe führt im Kleinen Theater Bad Godesberg durch das Leben Hildegard Knefs. Ein multimediales Chanson-Feuerwerk über Liebe, Selbstbehauptung und die Bühne des Lebens.
Von Elisabeth Einecke-Klövekorn
„So oder so ist das Leben" – Hildegard Knef besang seine Höhen und Tiefen mit ihrer unverwechselbaren rauchigen Stimme. Nicht immer war der erste deutsche Nachkriegsstar auf Rosen gebettet, aber natürlich darf ihr 1968 verfasster Hit "Für mich soll's rote Rosen regnen" nicht fehlen in dem multimedialen "Biographical", das der Sänger und Schauspieler Stephan Hippe ihr zum 100. Geburtstag gewidmet hat. Im Oktober 2025 feierte seine neue Bühnenshow „Die Knef-Story" ihre Premiere an der Hamburger Kammeroper, am vergangenen Mittwochabend begeisterte sie das Publikum im Kleinen Theater in Bad Godesberg.
Zärtliche Empathie
Hippe, der hier bereits mit seinen Programmen zu Charles Aznavour und Jacques Brel auf sich aufmerksam machte, erzählt die Lebensgeschichte der Knef nicht chronologisch. Er präsentiert ein historisches Panorama von der frühen Nachkriegszeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Dabei imitiert er die 2002 gestorbene Künstlerin nicht, sondern tritt mit ihr in einen imaginären Dialog, umkreist mit zärtlicher Empathie ihre großen Themen Liebe, Verlust und Selbstbehauptung. Und um die sanfte Wut einer sehr verletzlichen Frau zwischen Niederlagen und Triumphen. Da sind die frustrierenden Erlebnisse als blondes Fräuleinwunder in Hollywood und der große Broadway-Erfolg mit dem Musical „Silk Stockings". Da sind die Sehnsucht nach dem heimatlichen Berlin, die TV-Shows, die Krankheiten, die schillernden Auftritte als Chanson-Diva und Pop-Ikone. Der Skandal um den Film „Die Sünderin" zu Beginn der 1950er Jahre wird nur kurz gestreift, im Zentrum steht die vielschichtige Persönlichkeit der Knef.
Hippe hat dafür Archive durchforscht, private und öffentliche Dokumente gesammelt, mit Knefs letztem Ehemann Paul von Schell gesprochen und alles zu einer brillanten Videocollage verarbeitet, die den Hintergrund bildet für seine Kommentare und eigenen Interpretationen der unsterblichen Lieder. Anfangs im schillerden Entertainer-Jackett, dann im schlichten schwarzen Outfit. Keine Travestie, keine Perücken, keine künstlichen schwarzen Wimpern. Am Bühnenrand eine riesige Sammlung von Zeitungen und Magazinen mit Knef-Titelbildern und -Schlagzeilen. Stoff für die Yellow-Press lieferte sie reichlich. Hippe kokettiert jedoch nicht mit ihrer Erscheinung, sondern bleibt ein respektvoller Beobachter. Mit fabelhafter Präzision mischt er sich ein in den Originalsound ihrer Lieder und transportiert sie mit seiner Stimme in die Gegenwart. Mit großen Gesten und theatralen Aktionen hält er sich zurück zugunsten einer eleganten Mischung aus exemplarischen Anekdoten und Chansons. Seine Performance zeichnet das sensible Porträt einer Überlebenskünstlerin, die vom Leben alles oder nichts verlangte. Eine starke Frau mit viel Herz und schlagfertiger Schnauze. Mal im Scheinwerferlicht, mal melancholisch hinter den Kulissen. Ihr selbstironisches „Von nun an ging's bergab" wird zum Tanz durch „Deutschlands glücklichste Tragödie".
„Aber schön war es doch“
Mit dem trotzigen „Aber schön war es doch" bleibt die Erinnerung an eine eigenwillige Künstlerin lebendig, die mit klarer Haltung und leisem Humor ihre Zeit prägte. Nach rund drei Stunden bester Unterhaltung mit intellektueller Tiefenschärfe fulminanter Applaus für Stephan Hippes spielerische und sängerische Glanzleistung.