21/06/2026
Rennbericht:
Puuh, das war ein echter Kracher! 🔥
Wer nicht dabei sein konnte, hat definitiv etwas verpasst. Bei Temperaturen an der 30 Grad Marke wurde den Zuschauern wahrscheinlich eines der spannendsten Rennen überhaupt in der Ludwigsluster Speedway-Arena geboten. Im gut ausgewählten und ausgeglichenen Fahrerfeld gab es die zu erwartenden Favoriten, die ihrer Rolle gerecht wurden. Aber auch die erhofften Überraschungen. Und vor allem: sehr spannende Läufe mit vielen Positionswechseln auf einer Bahn, die viele Linien ermöglichte.
Der 15-jährige Tyler Haupt (D) vom MC Güstrow unterstrich sein großes Talent mit einem ganz starken und konstant erfahrenen 6. Platz (9 Punkte). Slater Lightcap (USA) auf dem 7. Rang benötigte hingegen ein wenig Zeit, um in das Rennen zu finden, legte dann aber stark zu (8 Punkte). Da wäre sicher noch mehr drin gewesen. Genau umgekehrt verlief der Abend beim Australier Michael West. Nach 2 Durchläufen ganz vorne mit dabei, ging danach leider nichts mehr zusammen beim Australier. Nicolai Heiselberg (DK) punktete sich ganz stark mit 12 Zählern ins Finale und zeigte im direkten Vorlaufduell gegen Lokalmatador Kevin Wölbert (D), dass auch er das Ludwigsluster Oval beherrscht. Mit 11 Punkten nach den Vorläufen verpasste Mitfavorit Vaclav Milik (CZ) nur knapp den Finaleinzug. Anders hingegen Viktor Trofimov, der sogar auf das Training wegen der Hitze verzichtete und meinte, er hat ja hier schon mal gewonnen und wird schon klar kommen. Soviel Coolness wurde dann auch tatsächlich belohnt. Er sicherte sich mit 13 Punkten seinen Platz im Finale - punktgleich mit Kevin Wölbert. Punktbester nach den Vorläufen und wohl die Überraschung des Abends war jedoch Oleg Mihailov aus Lettland mit 14 Punkten. Er kam, verstand die Bahn sofort und gab in den Vorläufen nur einen Zähler gleich zu Beginn in Heat 2 gegen Kevin Wölbert ab.
Das Finale - ein Rennen für die Geschichtsbücher und an Dramatik nicht zu überbieten. Während Heiselberg, Mihailov und Trofimov sich an der Spitze einen packenden Dreikampf lieferten, hatte Wölbert Mühe eine Lücke durch das Pulk zu finden, legte sich seine Gegner jedoch mit seiner ganzen Heimbahnerfahrung zurecht und holte dann final zum Doppelschlag gegen Mihailov und Trofimov aus. Ein atemberaubendes Manöver, was letztlich den hochverdienten Sieg vor der jubelnden heimischen Fankulisse bedeutete. Was die vier Finalisten da abgeliefert haben, war hochkarätiger Speedwaysport vom aller Feinsten und wird allen noch lange in schöner Erinnerung bleiben. Danke dafür!
Der größte Dank geht jedoch an alle Sponsoren, ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern, die in den 8. Karl-Heinz Podeyn Pokal so viel Mühe und Arbeit in die Vorbereitung und der Durchführung investiert haben. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich.🫶🏻