Brandschutz

Brandschutz Projektionen zum 10. Mai
Vierunddreißig Aktionen von Hans Nevídal
10. Mai 2000 bis 10. Mai 2033 22:00 Mai
Vierunddreißig Aktionen von Hans Nevídal
vom 10.

Mai 2000 bis zum 10. Mai 2033 (jeweils 22:00 Uhr) an den Fassaden der Deutschen Nationalbibliothek

Die Aktion findet alternierend in Frankfurt am Main und Leipzig oder an beiden Orten gleichzeitig statt. In Frankfurt am Main wird die Aktion zusätzlich vom Symposion an der Tankstelle begleitet. Am 10. 5. 2000, etwa zum Zeitpunkt der Bücherverbrennung vom 10. 5. 1933, begann der Wiener Künstler H

ans Nevídal mit Projektionen von Brandschutzfilmen an die Außenwand der Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt / Main. Diese Aktion wurde 2001 an der Deutschen Bücherei Leipzig weitergeführt, 2002 fand sie zeitgleich an beiden Orten statt - in Leipzig wurden dabei alte 35mm-Brandschutzfilme aus den DDR-Beständen der Feuerwehr Leipzig gezeigt. Seither wird alternierend oder an beiden Orten gleichzeitig projiziert.
2009 wurde die Aktion erstmals durch ein Symposion begleitet, wobei das Thema Bücherverbrennung aus eher ungewöhnlichen Blickwinkeln betrachtet wurde: In der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig sprachen Peter Glaser über Digitalisierung und Datenverlust und Marc Ries über »Das brennende Bild«. 2011 fand wieder ein Symposion in der GfZK statt. Unter dem Thema „Zensur/Journalismus/neue Medien“ befassten sich Beiträge mit WikiLeaks, dem neuen ungarischen Mediengesetz und der Verlagssteuerung in DDR und BRD. Im Jahr 2010 wurde in Frankfurt mit dem »Symposion an der Tankstelle« begonnen und Marc Ries stellt seine Reflexionen zu Bild- und Bücherverbrennung in einem performativen Vortrag gegenüber der Deutschen Nationalbibliothek zur Diskussion. Hans Nevídal wurde am 29. 3. 1956 in Wien geboren. Der Konzeptkünstler erforscht in seiner Arbeit soziale Beziehungen und das weite Feld experimenteller Druckprozesse. Ein wesentlicher Aspekt seiner Arbeit ist das Interesse an den »blinden Flecken« unserer Wahrnehmung – Dingen, die wir lieber ausblenden, nicht sehen wollen – aber durchaus auch an Sachverhalten, die so offensichtlich sind, dass wir sie nicht mehr bewusst wahrnehmen oder hinterfragen. Nevídal: Ich sehe das Anliegen prophylaktischer psychosozialer Hygiene im Vordergrund. Dies ist durchaus doppelbödig gemeint, da manche das Vernichten von »zersetzenden Schriften« auch als Akt der Prophylaxe und der sozialen Hygiene sehen! Auf gibt es Fotos und Texte zu den bisherigen Aktionen zum Download.

Heute 10. Mai 2026 um 22:00 Uhr Livestream:
10/05/2026

Heute 10. Mai 2026 um 22:00 Uhr Livestream:

hans nevídal zeigt brandschutzfilme und katastropheneinsätze brandschutzfilme und katastropheneinsätze aus globalen brandherden

BRANDSCHUTZFILME AN DER DEUTSCHEN NATIONALBIBLIOTHEKSONNTAG 10.5.2026 22:00 UHRADICKESALLEE ECKE ECKENHEIMER LANDSTRASSE...
04/05/2026

BRANDSCHUTZFILME AN DER DEUTSCHEN NATIONALBIBLIOTHEK

SONNTAG 10.5.2026 22:00 UHR
ADICKESALLEE ECKE ECKENHEIMER LANDSTRASSE
FRANKFURT/MAIN

HANS NEVÍDAL ZEIGT BRANDSCHUTZFILME UND KATASTROPHENEINSÄTZE
AUS GLOBALEN BRANDHERDEN

Projektionen zum 10. Mai
Vierunddreißig Aktionen von Hans Nevídal
vom 10. Mai 2000 bis zum 10. Mai 2033 (jeweils 22:00 Uhr) an den Fassaden der Deutschen Nationalbibliothek

Der Zustand der Welt verschlechtert sich zunehmend: 2022 marschierte Russland in die Ukraine ein, seit 2023 wird Gaza in Schutt und Asche gelegt, und nun destabilisieren die USA und Israel den Nahen Osten. Die aktuell wieder aufflackernden Krisenherde von Sudan, Mali, Myanmar bis nach Haiti fallen dabei unter das Radar der medialen Aufmerksamkeit.

Nevidal ist unheilbar an Lungenkrebs erkrankt: Entsprechend disparat ist diese Aussendung.
Die Welt wird immer dystopischer.
In den Medien wird der Völkermord in Darfur verschwiegen.
Das Ghetto von Gaza wurde um die Hälfte verkleinert.
US-Präsident Trump bezeichnet die US-Seeblokade iranischer Häfen und Schiffe selbst als Piraterie.

Die Situation für die freie Presse wird immer bedrohlicher. Journalist*innen werden in den USA durch Klagen seitens der Regierung mundtot gemacht, von den Israel Defense Forces werden sie erschossen.
In Europa wird jede Kritik am israelischen Verbrecherstaat als Terrorismus diffamiert (und verfolgt), Kritik an der Teilnahme Deutschlands oder anderen an den schweren Kriegsverbrechen an Palestinenser*innen und Libanes*innen wird unterdrückt.
Jeder naheliegende Vergleich Israels mit Nazideutschland wird als Antisemitismus bezeichnet und verboten. (Das Lager Sde Teiman[1] z.B. ist den deutschen Konzentrationslagern bis etwa 1939/40 durchaus vergleichbar.[2])

Der Schauprozess gegen die Ulm 5 (Aktivisten der Palestine Action Deutschland, die eine Aktion gegen die israelische Rüstungsfirma Elbit Systems durchgeführt haben) findet in Stuttgart-Stammheim statt! Der Deutsche Winter ist gekommen.

[1] Das Lager Sde Teiman war nach Beginn des Gaza-Krieges am 7.10.2023 zur Inhaftierung Terrorverdächtiger auf einem israelischen Militärstützpunkt in der Wüste Negev eingerichtet worden.

[2] Paul Martin Neurath, Die Gesellschaft des Terrors, Innenansichten der Konzentrationslager Dachau und Buchenwald (Dissertation, erstmals veröffentlicht Columbia University 1951), Suhrkamp

Adresse

Semmelweisstraße Ecke Philipp-Rosenthal-Straße
Leipzig
60322

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