05/12/2019
Noch wenige Plätze frei!!!
Einladung / Open Call
Seminar / Workshop „(U)Topia, Wüsten und Oasen“ in Leipzig
Von Samstag, 14. bis Freitag, 20. Dezember 2019.
„Jedes Gesetz erschafft zuerst einen Raum, in dem es gilt, und dieser Raum ist die Welt, in der wir uns in Freiheit bewegen können.“ Hannah Arendt (Was ist Politik? Fragmente aus dem Nachlass, Piper, 1993, S. 122)
Das Workshopseminar „(U)Topia, Wüsten und Oasen“ richtet sich an junge (18-30 Jahre) Menschen, die in Frankreich oder Deutschland leben und sich für mögliche Schnittpunkte und Interaktionen zwischen Kunst und Anthropologie interessieren. Das 6-tägige deutsch-französische Treffen ist offen für alle Disziplinen und beschäftigt sich dieses Jahr, angesichts der Anforderungen und Zwänge eines kapitalistischen Systems in der Krise, mit dem Begriff der „Ökonomie des Werks“. Wie könnte unter den gegenwärtigen Umständen eine Ökonomie aussehen (Wortherkunft: oikonomía – Verwaltung eines Haushalts), wenn sie sich auf ein Werk und nicht auf eine Arbeit bezieht?
Wir gehen von der Hypothese aus, dass jedes Treffen eine ästhetische Erfahrung in sich trägt, die in der Schaffung einer Form mit einer Aussage münden kann. Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist folgende: Wie würdet ihr ein Haus, eine Installation, einen Stuhl, einen Ort oder ein ethnografisches Terrain in dieser Welt Wirklichkeit werden lassen? Wie würdet ihr es verwalten? Und was wäre seine Ökonomie?
Als Diskussionseinstieg schlagen wir vor, die Begriffe des Beisammenseins und der Einladung als primitive Formen dieser neuen Werkökonomie im Sinne einer sozialen Skulptur aufzufassen.
Wie könnte die Raumvorstellung in Hannah Arendts Eingangszitat konkret aussehen? Könnte sie sich im Atelier des Kunstschaffenden entfalten? Im Labor des Wissenschaftlers? Oder in der Alltagswelt?
Auf der Suche nach einer gemeinsamen Form wird sich die Frage stellen, ob es möglich ist, in nur 6 Tagen eine kurzlebige, wissenstragende Welt zu erschaffen (d.h. eine heuristische Situation, die durch künstlerisches Schaffen herbeigeführt wird).
Das Workshopseminar wird begleitet von: Neven Allanic (bildender Künstler), Gregory Jerôme (Soziologe), Konstantin Meisel (Übersetzer), Bernard Müller (Anthropologe)
Am Ende des Workshops werden die Ergebnisse in [Soej] Kritik, dem Ausstellungsraum der Plattform Fugitif, gezeigt.
Teilnahmebedingungen
Die Teilnehmenden müssen unter 31 Jahre alt sein (mögliche Abweichung für 1/3 der Teilnehmenden: unter 35 Jahre).
Die „französischen“ Teilnehmenden müssen französische Staatsangehörige sein und/oder seit mindestens 5 Jahren in Frankreich leben. Die „deutschen“ Teilnehmenden müssen deutsche Staatsangehörige sein und/oder seit mindestens 5 Jahren in Deutschland leben.
Die Übernachtungskosten werden von der Struktur übernommen, ebenso ein Teil der Verpflegungskosten (trotzdem Verpflegungsgeld einplanen)
Die Reisekosten werden übernommen:
- nach Vorlage der Reisebelege
- gemäß der Kriterien zur Reisekostenerstattung des DFJW: https://www.dfjw.org/ressourcen/fahrtkostenberechnung-fur-die-forderakten-im-dfjw.html (Anmerkung: In eurem Fall liegt der Koeffizient bei 2)
- mit den pauschalen Grenzen von 200 € für die Hin- und Rückfahrt der französischen Teilnehmenden und 150 € für die Hin- und Rückfahrt der deutschen Teilnehmenden.
Diese Kosten werden innerhalb der 2 Monate nach dem Ende des Seminars erstattet.
Die Teilnahmegebühr liegt bei 50 € (im Falle finanzieller Unpässlichkeiten bitte Bescheid geben, es wird sich eine Lösung finden), zu zahlen vor dem Beginn des Seminars.
Informationen
Bitte schickt uns eine kurze Bewerbung (max. 10 Zeilen mit Titel).
Kontakt für weitere Informationen:
Bernard Müller: [email protected] oder
Neven Allanic: [email protected]
Das Workshopseminar wird finanziell unterstützt vom OFAJ/DFJW: www.ofaj.org oder www.dfjw.org
Die Plattform Fugitif befindet sich in Leipzig, Josephstraße 51:
https://www.facebook.com/fugitif
https://www.instagram.com/hei.fugitif/