23/08/2026
Lanolin, Superwash, Non-Superwash – rund um diese Begriffe gibt es erstaunlich viele Missverständnisse. Deshalb schauen wir heute einmal genauer hin. Links siehst du unsere No. 14, Non-Superwash, rechts unsere No. 11, Superwash. Wichtig: Ob eine Wolle Superwash behandelt ist oder nicht, kann man einem fertigen Garn nicht einfach ansehen.
Lanolin ist das natürliche Wollwachs des Schafes und Bestandteil der Rohwolle. Doch bevor aus Rohwolle ein Garn wird, wird sie gründlich gewaschen. Dabei wird bereits ein großer Teil des natürlichen Wollfetts entfernt – und zwar unabhängig davon, ob die Wolle später Superwash behandelt wird oder nicht.
Non-Superwash bedeutet deshalb nicht automatisch: Hier ist das Lanolin noch vollständig enthalten.
Und noch ein häufiges Missverständnis: Superwash-Wolle wird nicht deshalb maschinenwaschbar, weil ihr Lanolin entzogen wurde. Die bessere Waschbarkeit entsteht durch eine Behandlung der Wollfaser beziehungsweise ihrer Oberfläche. Dadurch wird das Verfilzen beim Waschen deutlich reduziert. Das Entfernen von Lanolin ist also nicht das, was aus einer Wolle eine Superwash-Wolle macht.
Unsere No. 14 ist aktuell unsere Non-Superwash-Qualität. Non-Superwash bedeutet schlicht: Die Wolle hat keine filzhemmende Superwash-Behandlung erhalten. Auch ein solches Garn wurde zuvor verarbeitet und gewaschen.
Und noch etwas: Ein fertiges Strickstück muss nicht grundsätzlich mit Lanolin nachbehandelt werden. Lanolin-Kuren gibt es und sie können für bestimmte Anwendungen sinnvoll sein – für normale Strickgarne und deine Lieblingsstücke sind sie aber kein notwendiger Bestandteil der Pflege.
Wollwissen darf ruhig ein bisschen genauer sein. 🧶❤️
War dir der Unterschied zwischen Lanolin, Superwash und Non-Superwash schon bekannt?