23/04/2025
Am 21. April 2025 verstarb Seine Heiligkeit Papst Franziskus, bürgerlich Jorge Mario Bergoglio – ein tieftrauriger Mo,ment für die jesidische Gemeinschaft in Deutschland und weltweit. Mit ihm verliert die Welt nicht nur das Oberhaupt der katholischen Kirche, sondern auch eine außergewöhnliche Stimme für Gerechtigkeit, interreligiösen Dialog und den Schutz verfolgter Minderheiten.
Papst Franziskus war einer der wenigen führenden internationalen Fürsprecher, die das Leid der Jesiden nach dem Genozid von 2014 klar benannten und nicht in Vergessenheit geraten ließen. "Er sprach über unser Leid, nannte die Täter und forderte Solidarität." In persönlichen Begegnungen im Vatikan – etwa mit dem ehemaligen Babascheich Mîr Tahsin Beg, dem Peshimam sowie der Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad – verlieh er den Jesiden Gehör auf höchster Ebene. "Mit seinem Wirken hat er ein starkes Zeichen für Frieden, religiöse Freiheit und die Verantwortung gegenüber Minderheiten gesetzt."
Sein gewählter Papstname „Franziskus“ geht auf Franz von Assisi zurück – Symbol für Demut, Armut und den Einsatz für die Schwächsten. Die Namenswahl spiegelte Bergoglios eigenes Wirken wider: Er war ein Papst der Armen, ein Papst der Reformen. Er kämpfte gegen Missstände in der Kirche, modernisierte ihre Strukturen und stellte die Menschenwürde in den Mittelpunkt seines Handelns – unabhängig von Religion, Herkunft oder Status.
Auch die friedfertige Natur der jesidischen Glaubensgemeinschaft – die andere Religionen respektiert und akzeptiert – wurde durch Franziskus' Haltung bestärkt und anerkannt. Seine tiefe Menschlichkeit und spirituelle Weitsicht machten ihn zu einem echten Brückenbauer zwischen den Religionen.
Papst Franziskus wird in der Erinnerung der Jesiden weit über seine Rolle als katholisches Oberhaupt hinaus weiterleben – als weltumspannende Stimme des Mitgefühls, der Wahrheit und der Versöhnung. Dialog