01/09/2026
Ausgehend von der These, dass die Linie nicht eigenständig, sondern die Benennung für eine Form der Fläche ist, beschäftigt sich Gesa Lange in ihren Graphit- und Fadenzeichnungen mit Grenzen, Überschneidungen, Zuständen und Momenten im Allgemeinen.
Im Fokus stehen dabei flüchtige Zwischenräume, die bei der Transformation von einem Zustand in einen anderen entstehen und sich dem direkten Zugriff entziehen.
Daraus erwächst die Frage, ob es überhaupt abgeschlossene Zeiträume gibt, oder ob sich jeder Augenblick in einem unbestimmten Schwebezustand befindet. Um das Jetzt zu erfassen, bedarf es einer ständigen Neujustierung – bedingt durch die Durchlässigkeit und Verschiebung unterschiedlicher Zeitebenen. Als ordnende und orientierende Basis dienen der Künstlerin dabei stets geometrische Raster und Muster.