06/05/2023
Aktionsraum ERDEN:LEBEN
Zweiteilige Veranstaltung im Naturkundemuseum Ottoneum, Kassel
1. Podiumsdiskussion: "Die Natur atmet in allem"
Am 17. Mai um 18.30 Uhr
Perspektiven des kulturellen Wandels in der Naturkrise – Wissenschaft, Philosophie und Kunst im Dialog
Mit Museumsleiter Kai Füldner, Paul Reszke, Sprachwissenschaftler, und Martin Böhnert, Philosoph, vom Projekt Climate Thinking, Uni Kassel und Michael Evers, Künstler; Gesprächsleitung Susanne Jakubczyk, Kunsthistorikerin
In der Podiumsdiskussion soll die Umweltproblematik aus wissenschaftlicher, philosophischer und ästhetischer Sicht diskutiert werden.
Eintritt frei
2. Naturästhetik-Workshop: „Naturbetrachtungen mit dem Zeichenstift“
Am 20. Mai von 14.00-17.00
Der Workshop kann auch unabhängig von der Podiumsdiskussion gebucht werden kann. Das Angebot richtet sich an Erwachsene und an Eltern mit ihren Kindern und ist auch für Anfänger geeignet. Ich begleite die Teilnehmer und gebe Hinweise zum Umgang mit dem Zeichenmaterial. Dabei möchte ich zu einem offenen, vorurteilsfreien Sehen, zum Ausprobieren und zum spielerischen Experimentieren anregen - der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Kosten: 30,- Euro, Information und Anmeldung: [email protected] oder 0151 25630542
Die Erde ist der Lebensraum der Menschen. Doch wissen wir, was Natur ist? Die Veranstaltung ist ein Beitrag zur "ökologischen Transformation" und lädt dazu ein, den Blick auf die Natur zu erweitern.
Ein „Naturkunde“- Museum ist ein Ort, wo Naturwissen veranschaulicht wird und wir unser Naturverhältnis überdenken können. „Naturkunde“ ist das Wissen und auch das Künden von der Natur, das Mitteilen von Erfahrungen. Wie wir heute Natur denken, wird weitgehend von den Naturwissenschaften bestimmt. Politik, Ökologie und Umweltbewegung berufen sich auf Daten und Fakten, wodurch auch die alltägliche Kommunikation geprägt ist. Doch sind politische und ökono- mische Maßnahmen, sind technologische Innovationen ausreichend, die Natur zu bewahren?
Wir sind Teil der Natur, und doch stehen wir auch außerhalb, wir haben uns in unserer modernen Lebensweise abgelöst und entfremdet. Am Beginn des 21. Jahrhunderts ist der Planet Erde krank, die globale Naturkrise zeugt davon, dass das Verhältnis des Menschen zur Natur in eine Sackgasse geraten ist. Zwar ist Natur die Lebensgrundlage für uns Menschen und sie ist wirtschaftliche Ressource - aber ist sie vielleicht doch mehr, ein ungelöstes Rätsel? Nicht nur unsere Lebensgrundlagen sind gefährdet, sondern auch die Schönheit geht verloren. In einer zukünftigen Kultur müssen Wertschätzung der und Sensibilität für die Natur von zentraler Bedeutung sein.