Botanischer Garten der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Botanischer Garten der Friedrich-Schiller-Universität Jena Offizieller Facebookauftritt des Botanischen Garten der Friedrich Schiller Universität Jena

14/05/2026
Heute Nacht ist unsere Trauerbuche umgefallen. Nachdem unsere Blutbuche aufgrund von Fäulnis und pilzlichen Schaderreger...
14/05/2026

Heute Nacht ist unsere Trauerbuche umgefallen.

Nachdem unsere Blutbuche aufgrund von Fäulnis und pilzlichen Schaderregern vor einigen Wochen gefällt werde musste, kam es nun zu einem weiteren traurigen Szenario. Wie lange genau das Ensemble an der Markanten Stelle am Fürstengraben stand ist nicht bekannt. Die Blutbuche war ca. zwischen 120 und 140 Jahren alt. So alt war eventuell auch die Trauerbuche.
Wir haben nach der Fällung noch einige Maßnahmen vollendet um den Baum langfristig zu schützen.Wie man nun sieht sind die Wurzelanläufe auch an der Trauerbuche faul und somit fehlte die Standfestigkeit.

Wir werden in den nächsten Wochen beraten und so schnell als möglich einen adäquaten Ausgleich schaffen.

13/05/2026
Cypripedium calceolusOrchidaceaeDer Gelbe Frauenschuh ist in ganz Europa und dem gemäßigten Asien heimisch. Von den rund...
10/05/2026

Cypripedium calceolus
Orchidaceae
Der Gelbe Frauenschuh ist in ganz Europa und dem gemäßigten Asien heimisch. Von den rund 60–70 in Deutschland heimischen Orchideenarten hat der Frauenschuh die größten Blüten überhaupt. Bei dieser spektakulären Blüte handelt es sich um eine sogenannte Kesselfallenblüte. Die Pflanze lockt Bestäuber mit ihrer Farbe und einem aprikosenähnlichen Duft an. Die Insekten gelangen anschließend in die Lippe, die als Kesselfalle fungiert und aus der sie nur über einen engen Ausgang entkommen können. Dabei streifen sie zuerst die Narbe und dann an die Pollen, wodurch die Bestäubung erfolgt und Selbstbestäubung verhindert wird. Die Insekten gehen dabei jedoch leer aus: Der Frauenschuh bietet weder Nektar noch Pollen, die den Bestäubern als Nahrung dienen könnten.
Wie alle Orchideen ist auch der Frauenschuh geschützt und steht sogar unter besonderem Schutz. Schon allein das Pflücken einer einzelnen Blüte kann empfindliche Strafen und Bußgelder von mehreren tausend Euro nach sich ziehen.
Bei uns könnt ihr den Gelben Frauenschuh derzeit in voller Blüte in unserem Alpinum und im Bereich Ökologie bewundern.

Amorphophallus paeoniifoliusAraceae Der Elefantenfuß-Yams, dessen botanischer Name übersetzt etwa „pfingstrosenblättrige...
25/04/2026

Amorphophallus paeoniifolius
Araceae
Der Elefantenfuß-Yams, dessen botanischer Name übersetzt etwa „pfingstrosenblättriger unförmiger Pen*s“ bedeutet, ist in Süd- und Südostasien beheimatet. Dort wächst er im Unterholz der Regenwälder.
Die bis zu 15 kg schwere Knolle bildet entweder ein einzelnes großes Blatt oder einen Blütenstand aus. Unsere Pflanze hat sich in diesem Jahr zum ersten Mal für einen Blütenstand entschieden. Diese aufwendigen Gebilde kosten viel Energie und werden daher nicht jedes Jahr ausgebildet.
Der Elefantenfuß-Yams setzt auf Fliegen als Bestäuber, die er mit einem fauligen Geruch anlockt. Wer ihn sehen möchte, muss sich beeilen, denn die Blüte hält nur wenige Tage.
Zu finden ist er aktuell in unserem Victoriahaus.

Mandragora officinarumSolanaceaeDie Gemeine Alraune stammt aus dem Mittelmeerraum und gehört – ebenso wie die Kartoffel ...
29/03/2026

Mandragora officinarum
Solanaceae
Die Gemeine Alraune stammt aus dem Mittelmeerraum und gehört – ebenso wie die Kartoffel – zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Bereits in der Antike galt sie als Zauberpflanze und wurde sowohl als Glücksbringer als auch für Rituale und Heilzwecke verwendet. Aufgrund der enthaltenen Alkaloide wie Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin ist die Pflanze jedoch hochgiftig; ihre Einnahme kann zu schweren Rauschzuständen führen, die im Extremfall tödlich enden.
Die zahlreichen Mythen um die Alraune gehen vermutlich auf ihre auffällig verdickten Wurzeln zurück, die bisweilen eine menschenähnliche Gestalt annehmen. Daher erhielt sie wohl auch den weiblichen Namen „Albrūn“, was so viel bedeutet wie „die mit der Zauberkraft der Alben Begabte“.
Die Kultur der Mandragora ist hingegen kein Hexenwerk: Ausgepflanzt an einem sonnigen, geschützten Standort in durchlässigem, eher mineralischem Boden, möchte sie am liebsten in Ruhe gelassen werden. Sollte ein Umpflanzen einmal unvermeidlich sein, gilt jedoch: Bitte die Ohrschützer nicht vergessen!

Ihr findet die Alraune in unserer Systemanlage, wo sie derzeit blüht.

Adresse

Fürstengraben 26
Jena
07743

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 19:00
Dienstag 10:00 - 19:00
Mittwoch 10:00 - 19:00
Donnerstag 10:00 - 19:00
Freitag 10:00 - 19:00
Samstag 10:00 - 19:00
Sonntag 10:00 - 19:00

Telefon

+493641636414

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