Jährlich im September heißen wir Euch auf das Herzlichste in der Grafschaft Hoya willkommen, wenn anlässlich der Ernennung der Tochter des Grafen zur Äbtissin trefflich gefeiert wird. Erlebt das Mittelalter um 1422, wie es einst gewesen sein mag, im schönen Bürgerpark der malerischen Stadt Hoya an der Weser. Schaut eifrigen Handwerkern über die Schulter, feilscht mit den Händler
n um Waren aus aller Welt, bestaunt wagemutige Gaukler, feuert verwegene Ritter im Kampf an, lauscht den Klängen der Spielleute Comes Vagantes und schlagt Euch in den Tavernen und Garküchen die Wänste voll. Seit dem Jahr 1992 werden im Bürgerpark zu Hoya illustre Gestalten der Hoyaer Vergangenheit lebendig. Begegnet auf dem großen Fest.....der Grafentochter Katharina, die, nunmehr Äbtissin im Kloster Wienhausen, in Begleitung der ehrwürdigen Schwestern den Markt besucht und sich ein wenig den weltlichen Genüssen hingibt. Der Grafensohn Gerhard, Domprobst und zu späterer Zeit Erzbischof von Bremen, der darüber wacht, dass etwaigen Ausschweifungen wird Einhalt geboten durch geistliche Obrigkeit.
..dem Vertreter des Grafen, „Marktvogt Hans von Soltau der Schlächter von Hoya“, von den Marktleuten gefürchtet ob seiner Strenge und von jedermann geachtet, wacht er darüber, dass die Marktordo eingehalten wird und niemand Händel statt Handel treibt, Rauferey beginnt, mit falscher Münze heimzahlt oder sonst wie zuwiderhandelt.
..der liebreizende Gräfin Mechthild zu Braunschweig-Lüneburg, welche bekannt für ihre Sittsamkeit und Tugendhaftigkeit, aber zuweilen auch recht zänkisch sein kann, vornehmlich wenn es gilt den Grafen auf den Pfad der Tugend zurückzuführen.
..und natürlich Graf Otto III von Hoya und Bruchhausen, stimmgewaltig, wortgewandt und den weltliche Genüssen nicht abgeneigt. Von ihm daselbst wird der Markt mit wohlgesetzten Worten eröffnet und mit unermesslich großer Weisheit hält er Gericht. Auf einer Zeitreise für Groß und Klein wird die Geschichte der Grafschaft lebendig - und die Blütezeit der Grafen von Hoya erlebbar.