Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Leutershausen

Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Leutershausen Veranstaltungen | Informationen über jüdische Kultur und Geschichte | Dokumentation jüdischen Lebens

An zwei Vormittagen waren vier achte Klassen der Kurpfalz-Realschule Schriesheim zu Gast in der Ehemaligen Synagoge. Uns...
15/06/2026

An zwei Vormittagen waren vier achte Klassen der Kurpfalz-Realschule Schriesheim zu Gast in der Ehemaligen Synagoge. Unser Synagogen-Arbeitskreis hatte die Schülerinnen und Schüler eingeladen, um ihnen Unterricht außerhalb des Klassenzimmers zu ermöglichen und Geschichte an einem authentischen Ort zu erfahren.

Die Jugendlichen erfuhren Wissenswertes über die Geschichte der Synagoge, die jüdische Gemeinde vor Ort und das Judentum allgemein. Ein Ortsrundgang führte zu Häusern, in denen einst jüdische Familien lebten.

Mit Arbeitsblättern und einem Online-Quiz konnten die Schülerinnen und Schüler ihr neu erworbenes Wissen überprüfen. Die positiven Rückmeldungen am Ende der beiden Vormittage zeigten, dass das Angebot nicht nur den Jugendlichen Freude bereitet hat. Auch die Mitglieder des Synagogen-Arbeitskreises und die begleitenden acht Lehrkräfte, darunter auch die Rektorin, zogen ein sehr erfreuliches Fazit und möchten die gemeinsame Arbeit fortsetzen.

Acht Einrichtungen in Hirschberg erinnern gemeinsam an die Bücherverbrennung im Mai 1933, als die Nationalsozialisten un...
06/05/2026

Acht Einrichtungen in Hirschberg erinnern gemeinsam an die Bücherverbrennung im Mai 1933, als die Nationalsozialisten unliebsame Werke öffentlich verbrannten und Berufsverbote verhängten. Während in den vergangenen Jahren bei dieser Gedenkreihe jeweils unterschiedliche Berufsgruppen im Fokus standen, widmet sie sich in diesem Jahr drei Schriftstellerinnen. Ihre Biografien und Werke werden in Lesungen vorgestellt und vom Pianisten Jens Schlichting musikalisch begleitet.

Zwischen März und November 1933 fanden in Deutschland mehr als hundert Bücherverbrennungen statt. Auffällig ist: Weibliche Autorinnen wurden bei diesen Aktionen namentlich meist nicht genannt – zeitgenössische Schriftstellerinnen galten als nicht bekannt oder nicht relevant genug. Zudem passten sie nicht in das nationalsozialistische Weltbild, das Frauen auf die Rolle von Hausfrau und Mutter reduzierte.

Dennoch finden sich 237 Namen von Autorinnen auf den Listen des „schädlichen und unerwünschten Schrifttums“. Dazu zählen Adrienne Thomas, die sich mit dem Ersten Weltkrieg aus weiblicher Sicht auseinandersetzte, Gertrud Kolmar, eine Lyrikerin von großer sprachlicher Virtuosität und Expressivität, sowie Irmgard Keun, die als schreibende Frau mit Humor und scharfem Blick für gesellschaftliche Missstände bekannt wurde.

Veranstalter: Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Leutershausen, Förderkreis Olympia-Kino, Gemeindebücherei Hirschberg, Katholische Öffentliche Bücherei, Klavierstudio Hirschberg, Lernzentrum CAPiTO, Runder Tisch Asyl Hirschberg und Volkshochschule Badische Bergstraße.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Gerne teilen!

Am Auschwitz-Gedenktag laden wir zu einer Veranstaltung ein, deren Mittelpunkt zwei Vorträge zur Befreiung des Vernichtu...
22/01/2026

Am Auschwitz-Gedenktag laden wir zu einer Veranstaltung ein, deren Mittelpunkt zwei Vorträge zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und zur Situation der Überlebenden in der Zeit danach bilden. Zwei Nachfahrinnen von in Auschwitz Ermordeten geben dabei historische wie persönliche Einblicke: Rita Althausen und Catherina Field.

Der 27. Januar 1945 ist ein denkwürdiges Datum. Er wurde zum symbolischen Gedenktag für die Opfer des Holocaust – doch er markiert weder die Befreiung von Auschwitz noch das Ende des Mordens. Seine Bedeutung erhält dieser Tag, weil Auschwitz wie kein anderer Ort für das industrialisierte Töten steht.

Rita Althausen wird darlegen, dass der 27. Januar aus jüdischer Perspektive nicht das Ende des Holocaust bedeutete. Antisemitische Gewalt, Ausgrenzung und das Wegsehen der Welt setzten sich fort – oft leiser, aber nicht weniger wirksam. Im Bewusstsein der menschenverachtenden Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur bleibt das Gedenken eine Aufgabe der Zivilgesellschaft: jüdisches Leben zu sichern, zu schützen und sichtbar zu machen.

Catherina Field wird in einem persönlichen Zeugnis vom Weiterleben nach der Katastrophe berichten, vom Vergessen nach der sogenannten Befreiung und davon, wie sich antisemitischer Hass bis in unsere Gegenwart und in die nächste Generation fortsetzt. Ein Beitrag, der Erinnerung nicht als Rückblick versteht, sondern als klaren Appell zum Handeln heute.

Rita Althausen ist ehemalige Vorsitzende, Catherina Field Mitglied der Jüdischen Gemeinde Mannheim. Beide sind stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Rhein-Neckar. In der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ist Rita Althausen die jüdische Vorsitzende.

Musikalisch wird die Veranstaltung von den Power ToneZ!, einem modernen, gemischten Chor der Sängereinheit 1864 Leutershausen mit zwei Liedern begleitet.

Der Eintritt ist frei. Gerne teilen!

-gedenktag

Gemeinsam mit der Gemeinde Hirschberg erinnern wir an die Reichspogromnacht 1938.Wie wurde nach 1945 im deutschen Südwes...
03/11/2025

Gemeinsam mit der Gemeinde Hirschberg erinnern wir an die Reichspogromnacht 1938.

Wie wurde nach 1945 im deutschen Südwesten mit der NS-Vergangenheit umgegangen? Die Alliierten sahen in der Entnazifizierung, der Ahndung von Verbrechen und der Rehabilitierung der Opfer zentrale Voraussetzungen für einen demokratischen Neuanfang. Doch wie groß war die Bereitschaft der Deutschen selbst, sich der eigenen Schuld zu stellen – und wie nachhaltig blieb dieser Prozess im Schatten des Kalten Krieges? Der Vortrag beleuchtet diese Fragen und zeigt, wie sich der Weg von der politischen Säuberung zur erinnerungskulturellen Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur vollzog.

Prof. Angela Borgstedt ist Geschäftsführerin der Forschungsstelle Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten am Historischen Institut der Universität Mannheim. Sie studierte Geschichte, Literatur­wissenschaft und Mediävistik in Karlsruhe. Gegenwärtig arbeitet sie an einer Gesamtdarstellung des Widerstands im deutschen Südwesten.

Arjun Mukhopadhyay umrahmt das Gedenken musikalisch am Flügel.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Gerne teilen!

Was verbindet eine Matzenfabrik im Elsass mit der Berliner Luftbrücke und wie führt die Spur nach Hirschberg? Nur auf de...
17/10/2025

Was verbindet eine Matzenfabrik im Elsass mit der Berliner Luftbrücke und wie führt die Spur nach Hirschberg? Nur auf den ersten Blick scheinen diese Themen weit voneinander entfernt zu sein. Doch tatsächlich haben beide eine gemeinsame Wurzel: Hirschberg. Einige Nachfahren jüdischer Familien, die einst hier lebten, haben Lebenswege eingeschlagen, die sie über die Grenzen der Bergstraße hinaus bekannt gemacht haben.

Wir möchten Ihnen diese Personen vorstellen und an ihr Wirken erinnern – und damit einen Teil der Hirschberger Geschichte sichtbar machen, der bislang noch wenig bekannt ist. Der Vortrag mit Bildern würdigt die kulturelle Vielfalt und die Spuren, die diese Menschen hinterlassen haben. 

Musikalisch begleitet den Abend am Flügel Dietmar Jöst aus Schriesheim. 

Im Rahmen des Jubiläums "50 Jahre Hirschberg" laden wir Sie herzlich ein. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Gerne teilen!

Bis ins hohe Alter stand der 2016 verstorbene Poet und Liedermacher Leonard Cohen auf der Bühne. Er schrieb und sang Ged...
28/05/2025

Bis ins hohe Alter stand der 2016 verstorbene Poet und Liedermacher Leonard Cohen auf der Bühne. Er schrieb und sang Gedichte und Lieder, die bis heute unzählige Menschen tief berühren. Mit großem Respekt und spiritueller Tiefe wandte er sich Gott zu.  In vielen seiner Songs verarbeitete Cohen biblische Geschichten und Figuren. In seinem Welthit „Hallelujah“ etwa schildert er, wie König David die Höhen und Tiefen der Liebe durchlebt. Als Jude aus einem religiösen Elternhaus kannte und schätzte Cohen die Vielfalt und den Reichtum der biblischen Überlieferung – und setzte sich dabei auch intensiv mit der Gestalt Jesu auseinander.

Der Theologe und SPIEGEL-Bestsellerautor Uwe Birnstein gewährt Einblicke in Cohens jüdisch-mystischen Glauben und beleuchtet die spirituellen Hintergründe seiner Lieder. Neben seinem Vortrag interpretiert das Duo „Stine & Stone“ live viele Songs von Leonard Cohen. Uwe Birnstein arbeitet als Diplom-Theologe für das Radio und Print-Medien und veröffentlichte zahlreiche Bücher. Seit seiner Jugend ist er auch als Musiker unterwegs. Er lebt in München und ist Autor des Buches „Hallelujah, Leonard Cohen! – Wie Leonard Cohen Gott lobte, Jesus suchte und unsere Herzen berührt".

Eintritt: 10 Euro - Gerne teilen!

Acht Einrichtungen in Hirschberg erinnern gemeinsam an die Bücherverbrennung vom Mai 1933 durch die Nationalsozialisten....
12/05/2025

Acht Einrichtungen in Hirschberg erinnern gemeinsam an die Bücherverbrennung vom Mai 1933 durch die Nationalsozialisten. Während in den Anfangsjahren der Veranstaltung vor allem Texte aus den verbrannten Büchern gelesen wurden, widmet sich die Gedenkreihe inzwischen wechselnden Berufsgruppen. In diesem Jahr steht die Wissenschaft im Mittelpunkt. Ausgewählte Lebensgeschichten werden durch Lesungen vorgestellt und von Pianist Jens Schlichting musikalisch begleitet.

Magnus Hirschfeld war Jude und Sozialist. Er war Mitinitiator der Sexualwissenschaften und gründete die erste Organisation der Welt für homosexuelle Männer und Frauen.

Der Soziologe und Volkswirtschaftler Prof. Paul Eppstein leitete die Volkshochschule Mannheim. Seine Frau Dr. Hedwig Eppstein promovierte als erste Psychologin an der Universität Heidelberg und setzte sich in der NS-Zeit besonders für jüdische Kinder ein. Beide wurden in Konzentrationslagern ermordet.

Robert Havemann war ein Chemiker und prominenter DDR-Kritiker. Weniger bekannt ist, dass er vorher als Kommunist Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete. Er durfte im Zuchthaus ein Labor betreiben, während die Vollstreckung der Todesstrafe drohte.

Veranstalter: Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Leutershausen, Förderkreis Olympia-Kino, Gemeindebücherei Hirschberg, Katholische Öffentliche Bücherei, Klavierstudio Hirschberg, Lernzentrum CAPiTO, Runder Tisch Asyl und Volkshochschule Badische Bergstraße.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Gerne teilen!

Das “tinoch trio” spielt Klezmer und Tango am Sonntag, den 27. April um 18 Uhr in der Ehemaligen Synagoge Leutershausen:...
23/04/2025

Das “tinoch trio” spielt Klezmer und Tango am Sonntag, den 27. April um 18 Uhr in der Ehemaligen Synagoge Leutershausen: Tilman Engelhardt am Saxofon, Norbert Kotzan am Bandoneon und Christian Kurtzahn am Flügel.

Klezmer ist die traditionelle Tanzmusik des aschkenasischen Judentums. Russische und orientalische Klänge zeugen von Vertreibung und Exil, während Einflüsse des Jazz den Klangwelten der jiddischen Musik eine neue Tiefe verleihen. Besonders in den improvisierten Passagen des Pianisten Christian Kurtzahn wird diese musikalische Vielfalt lebendig.

Der Tango wiederum entstand in den Arbeitervierteln von Buenos Aires. So wie die Klarinette im Klezmer die menschliche Stimme verkörpert, singt im Tango das Bandoneon mit samtig-melancholischem Klang. Das “tinoch trio” präsentiert traditionelle Klezmer-Stücke, entstanden in Schtetln, Ghettos und im Widerstand, ebenso wie Werke von Astor Piazzolla, Leonard Cohen und anderen Komponisten. Gabriele Werle wird mit Rezitationen von Rose Ausländer, Hilde Domin, Martin Buber und Alfred Gong die Musik mit Wortkunst verbinden. Weitere Infos findet ihr auf unseren Webseiten. 

Karten sind an der Abendkasse für 15 Euro erhältlich. Gerne teilen!

Zu einem Klavierkonzert mit Podiumsgespräch laden wir herzlich ein. Das Konzert von Professor Matitjahu Kellig findet am...
11/03/2025

Zu einem Klavierkonzert mit Podiumsgespräch laden wir herzlich ein. Das Konzert von Professor Matitjahu Kellig findet am Sonntag, den 16. März um 18 Uhr in der Ehemaligen Synagoge Leutershausen statt.

Matitjahu Kellig beeindruckt als Pianist mit tiefgründiger Interpretationskunst. Kritiker loben seine makellose Technik, seine feinsinnige Phrasierung und seinen außergewöhnlichen Klangsinn. Das Spiel dieses Ausnahmemusikers ist geprägt von Tiefe, Erfahrung und einer außergewöhnlichen Musikalität, die das Publikum weltweit begeistert.

Geprägt von Lehrern wie Géza Anda und Claudio Arrau, wurde Kellig bereits in jungen Jahren Dozent für Klavier und Kammermusik an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Konzertreisen führten ihn in mehr als 70 Länder, wo er mit renommierten Orchestern auftrat. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen.

Matitjahu Kellig ist Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Detmold-Herford und setzt sich seit vielen Jahren engagiert für den interreligiösen und interkulturellen Dialog ein. Er wird den Hintergrund der gespielten Werke erläutern und im Anschluss an das Konzert Einblicke in seine künstlerischen und vielfältigen gesellschaftlichen Ambitionen geben sowie Fragen aus dem Publikum beantworten.

Der Eintritt beträgt 15 Euro. Gerne teilen!

Der 1902 in Polen geborene Schriftsteller Isaac B. Singer erhielt 1978 den Nobelpreis für Literatur: Er war der erste un...
10/02/2025

Der 1902 in Polen geborene Schriftsteller Isaac B. Singer erhielt 1978 den Nobelpreis für Literatur: Er war der erste und bis jetzt einzige jiddische Preisträger. 1935 emigrierte er in die USA, wo er zunächst in jiddischer Sprache weiterschrieb. In seinen Erzählungen thematisierte er oft seine verlorene Heimat im polnischen Shtetl.

Die Schauspielerin Bettina Franke liest aus dem Meisterwerk „Gimpel der Narr“. In der ursprünglich in Jiddisch geschriebenen Erzählung geht es um die tragikomische Geschichte eines einfachen Bäckers: Trotz ständiger Täuschungen und übler Streiche durch die Gesellschaft glaubt er unerschütterlich an das Gute im Menschen. Das macht ihn immun gegen den Zynismus. Singers Erzählung zeichnet ein lebendiges Bild des jüdischen Lebens in Osteuropa vor dem Holocaust und ist bekannt für tiefe Menschlichkeit und feinen Humor.

Der Akkordeonist, Komponist und Bühnenmusiker Laurent Leroi begleitet die Lesung mit Improvisationen, die von der Klezmer-Tradition inspiriert sind.

Einen Link für Karten zum Selbstausdrucken findet ihr auf unserer Homepage - gerne teilen!

Adresse

Hauptstraße 27
Hirschberg
69493

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