02/06/2026
Heimsieg verteidigt – im packenden Duell der Konkurrenz die Stirn geboten
Seit 2019 ist das Backumer Tal eine Festung – und doch war allen klar, dass dieser Heimspieltag kein Selbstläufer werden würde. Die Konkurrenz reiste mit breiter Brust an. Vor allem die Tigers aus Künsebeck schienen fest entschlossen, die acht Punkte aus Herten zu entführen. Auch der Bochumer MC präsentierte sich im Vorfeld hochmotiviert und durfte keinesfalls unterschätzt werden. Schon das Wochenende hatte alles, was ein großer Spieltag braucht: Training bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis zu 30 Grad, dann am Morgen des Wettkampfs plötzlich Gewitter, Regen und bange Blicke gen Himmel. Doch pünktlich zum Start zeigte sich das Wetter gnädig. Nach einer schwülen ersten Runde fanden die Teams anschließend nahezu perfekte Bedingungen vor – beste Voraussetzungen für einen packenden Schlagabtausch.
Die erste Runde verlief zäh und verlangte allen Mannschaften einiges ab. Unser Team fand zunächst nur schwer seinen Rhythmus und kam auf einen Gesamtschnitt von 30,0 bei 180 Schlägen. Künsebeck erwischte den etwas besseren Auftakt und setzte sich mit drei Schlägen Vorsprung an die Spitze. Salzgitter blieb mit 184 Schlägen in Schlagdistanz, während Bochum und die Piraten aus Göttingen mit jeweils 196 Schlägen bereits früh Boden verloren. Noch war nichts entschieden – aber schon jetzt war zu spüren, dass dieser Spieltag zu einem echten Nervendrama werden könnte.
In Runde 2 setzte unser Heimteam ein klares Zeichen: Wir lassen uns nicht aus dem Konzept bringen. Marcus Rade, Thorsten Goldau und Stefan Seifert glänzten jeweils mit starken 24 Schlägen. Daniel Maar (30), Martin Schnittker (29) und Frank Wege (28) komplettierten eine geschlossene Mannschaftsleistung, die den Druck spürbar erhöhte. Doch Künsebeck hielt mit aller Entschlossenheit dagegen. Stefan Hecken kam ebenfalls auf 24 Schläge, Matthias Schröder legte mit nur 23 Schlägen sogar noch einen drauf. So blieb das Rennen vor Runde 3 maximal eng – unser Team lag mit gerade einmal einem Schlag vorn. Alle anderen Mannschaften konnten diesem Tempo nicht mehr folgen; der Kampf um den Tagessieg entwickelte sich endgültig zu einem Zweikampf auf höchstem Niveau.
Runde 3 wurde dann zum offenen Schlagabtausch. Sven Dunker von den Tigers zündete mit sensationellen 21 Schlägen ein echtes Feuerwerk und setzte ein gewaltiges Ausrufezeichen. Gemeinsam spielte Künsebeck mit 156 Schlägen die stärkste Mannschaftsrunde des Tages und riss das Momentum zunächst an sich. Doch unser Team blieb diesmal cool, fokussiert und standhaft – ganz anders als in manch bitterem Moment der vergangenen Saisons. Daniel Maar und Frank Wege stemmten sich mit starken 24er-Runden gegen den Künsebecker Angriff, Martin Schnittker legte 25 Schläge nach. So blieb der Rückstand vor der alles entscheidenden Schlussrunde mit nur drei Schlägen absolut in Reichweite. Die Bühne für einen großen Showdown war bereitet.
Runde 4 wurde zum großen Showdown – und was dann folgte, war an Dramatik kaum zu überbieten. Angeführt vom überragenden Moritz Peters, der mit 103 Schlägen eines der besten Tagesergebnisse erzielte, stemmte sich Künsebeck mit aller Macht gegen den drohenden Verlust der Spitzenposition. Gleichzeitig musste unser Team reagieren: Verletzungsbedingt war klar, dass Luca eingewechselt werden musste. Ein mutiger Schritt in einer entscheidenden Phase – doch das Vertrauen in ihn war groß. Daniel Maar ging voran, bestätigte seine starke Form mit erneut nur 24 Schlägen und verkürzte den Rückstand im direkten Duell gegen Moritz um einen Schlag. Thorsten Goldau legte mit soliden 28 Schlägen nach und drehte damit das Blatt: Aus Rückstand wurde Vorsprung. Dann spielte sich Stefan Seifert endgültig in einen Rausch. Mit insgesamt 13 Assen und einer furiosen Schlussrunde von 23 Schlägen brachte er das Heimteam auf Siegkurs und kam am Ende ebenfalls auf starke 103 Schläge. Martin Schnittker erhöhte den Vorsprung mit einer weiteren starken 25er-Runde weiter, nachdem er schon zuvor immer besser ins Spiel gefunden hatte. Frank Wege hatte mit 30 Schlägen diesmal weniger Glück, büßte aber nur drei Schläge ein – und damit war die Tür für den finalen Auftritt unseres Youngsters weit offen. Luca blieb eiskalt. Schlag für Schlag meisterte er die 18 Bahnen mit beeindruckender Ruhe, als wäre dieser Moment für ihn gemacht. Keine Spur von Nervosität, kein Zögern, kein Wanken. Und dann setzte er mit einem Ass an der letzten Bahn den perfekten Schlusspunkt: 27 Schläge, Vorsprung gehalten, Heimsieg gesichert. Der Jubel danach kannte keine Grenzen.
Hinter dem Siegerteam belegten Salzgitter, Bochum und Göttingen die Plätze drei bis fünf. Dieser Heimsieg ist mehr als nur ein gelungener Spieltag: Er ist ein wichtiges Signal. Seit dem ersten Spieltag der Vorsaison steht unsere erste Mannschaft damit nicht mehr auf dem letzten Tabellenplatz. Dank des Ausganges des Spieltag und der besseren Schlagzahl ist das Team aktuell sogar Tabellenzweiter der 2. Bundesliga Staffel 2. Natürlich weiß jeder, dass die kommenden Auswärtsfahrten nach Salzgitter und Künsebeck alles andere als einfach werden und der Klassenerhalt weiterhin das große Ziel bleibt. Sechs Punkte Vorsprung auf Göttingen und eine um 54 Schläge bessere Schlagzahl sind jedoch ein wertvolles Polster. Die Saison bleibt hart – aber dieser Spieltag hat dem Team neues Selbstvertrauen, neue Energie und vor allem den verdienten Lohn für eine starke Leistung gegeben.
Zitat des Tages:
Von der Vereinsikone Theo Giegel erhielt das Team ein besonderes Lob. Zitat:
„Ich habe meinen Augen nicht getraut. Ihr habt gezeigt, wie man in Herten spielt!“ Danke Theo!
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