08/06/2026
‼️ SAVE THE DATE ‼️
DAUER IM WECHSEL
Laura Figueiredo-Brandt | 04.07. – 08.08.2026
Vernissage: 4. Juli 2026, 19 Uhr
Begrüßung: Brigitte Becker, 1. Vorsitzende der GEDOK Heidelberg
Einführung: Alessia Tardivo, Kunsthistorikerin
Musik: Alexandra Netzold, Violoncello, Oliver Taupp, Klavier
GEDOK Galerie, Römerstraße 22, 69115 Heidelberg
Die Ausstellung „Dauer im Wechsel“ von Laura Figueiredo-Brandt widmet sich der scheinbaren Gegensätzlichkeit von Beständigkeit und Veränderung – und führt sie zu einer gemeinsamen Erkenntnis: Wandel ist die einzige Konstante. Inspiriert von Johann Wolfgang von Goethes Gedichten sowie der antiken Philosophie Heraklits schlägt die Künstlerin eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
In dieser Verbindung von Antike und Moderne wird die Kunst zum Medium zeitlicher Kontinuität. Goethe und Heraklit stehen dabei nicht nur als Referenzen, sondern als Denkfiguren eines
fortdauernden Diskurses über die Essenz von Zeit, der sich bis in die Gegenwart fortsetzt. Figueiredo- Brandt übersetzt diese Idee in eine visuelle Sprache, die den Moment nicht festhält, sondern ihn als Teil eines größeren Prozesses begreift.
Natur nimmt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle ein – nicht als statisches Motiv, sondern als stiller Beobachter und aktiver Resonanzraum. Ihre Bildmotive sind wesentlich durch ihre brasilianische Herkunft geprägt. Zugleich wird Natur in ihren Arbeiten zu einem allgemeingültigen Symbol, das über geografische Grenzen hinausweist. Formen, Farben und Strukturen erscheinen als Ausdruck eines stetigen Übergangs.
Charakteristisch für Figueiredo-Brandts Arbeiten ist ihre prozesshafte Offenheit. In vielschichtigen Überlagerungen von Acryl, Gouache, Collage und grafischen Elementen entstehen Bildräume, die sich bewusst einer endgültigen Festlegung entziehen. Materialien tragen Spuren von Zeit, Schichten verweisen auf vergangene Zustände – und zugleich auf zukünftige Möglichkeiten. Die Werke erscheinen als Momentaufnahmen innerhalb eines unaufhörlichen Flusses.
Auch die Ausstellung selbst ist als räumlicher Ausdruck dieses Prinzips des Fließens konzipiert. Wechsel zwischen Formaten, Techniken und Kontrasten strukturieren das Seherlebnis und halten den Blick in Bewegung. Nichts verharrt, alles steht im Übergang.
So wird „Dauer im Wechsel“ zu einer Reflexion über Zeit selbst. Kunst erscheint hier nicht als Fixierung eines Augenblicks, sondern als Medium, das den Fluss der Zeit sichtbar macht – ein fortwährendes Werden, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft untrennbar miteinander verbinden.
Laura Figueiredo Brandt