08/09/2026
Mit einem Festakt im Berliner Hotel Adlon ist Romani Rose anlässlich seines 80. Geburtstags für sein jahrzehntelanges Engagement für die Rechte der Sinti und Roma gewürdigt worden. Als Mitbegründer und Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma prägte er die Bürgerrechtsbewegung und ihren Einsatz für Anerkennung, Gleichberechtigung und Menschenrechte maßgeblich. Zu den Gästen und Rednerinnen und Rednern gehörten unter anderem der Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus Michael Brand, der SPD-Politiker Dirk Wiese, Petra Pau, Stephan Mayer sowie Britta Haßelmann, Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Ebenfalls vertreten waren die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs, Weihbischof Dr. Matthias Heinrich sowie zahlreiche Vertreter aus der Zivilgesellschaft, darunter Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Oswald Marschall, Manfred Lautenschläger, Christoph Heubner und Dawid Statnik. Im Mittelpunkt des Festakts stand neben der Würdigung von Roses Lebenswerk auch die gemeinsame Verantwortung, Antiziganismus, Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung entschieden entgegenzutreten. Schuster betonte dabei die besondere Verbundenheit von Sinti und Roma sowie Jüdinnen und Juden und erklärte: „Wir Jüdinnen und Juden stehen an Ihrer Seite.“ Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte Rose in einem Gratulationsschreiben mit den Worten: „Deutschland ist Ihnen zu tiefem Dank und Respekt verpflichtet.“ Begleitet wurde der Festakt von der Ausstellung „Die Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“, die den Weg der Bürgerrechtsbewegung von ihren Heidelberger Wurzeln bis in die Gegenwart nachzeichnet.