21/07/2020
Lieber Lothar Pollähne von der SPD Stadtverband Hannover,
anstatt sich in der Hannoversche Allgemeine Zeitung / HAZ öffentlich aufzuregen, könnten Sie ja auch einmal das direkte Gespräch mit den Unternehmen aus Ihrem eigenen Bezirk suchen. In der jetzigen Zeit, in der viele kleine Firmen aus der Unterhaltungsbranche in der Existenz bedroht sind (egal ob Stretchlimo, Schausteller oder Tonstudios) sollten vielleicht gerade Sie als Politiker sich einmal Gedanken machen, wie man den Firmen hilft, anstatt jetzt auch noch nachzutreten.
Aus unserer Sicht ist es vollkommen unverständlich, ungerecht und undemokratisch, dass die damals noch sozialdemokratisch regierte Stadt Hannover im Stadtgebiet und an sämtlichen Ein- und Ausfallstraßen die STRÖER Werbetafeln aufgestellt hat, deren Werbeflächen sich ausschließlich große überregionale Konzerne leisten können, die wiederum ihr Geld mit zum Teil äußerst prekären Arbeitsbedingungen verdienen (wie z.B. Durstexpress). Diese STRÖER Werbetafeln dienen nur kapitalistischen Interessen und haben mit sozialdemokratischer Lokalpolitik NICHTS zu tun! Diese Schilder beeinträchtigen übrigens auch erheblich den Sichtkontakt im Straßenverkehr, gerade auch zu Radfahrern, was schon zu einigen Verkehrsunfällen geführt hat.
Zu der konkreten Situation am Maschsee: Wer sagt denn überhaupt, dass man am Maschsee mit seinem PKW parken MUSS? Wir als geborene Südstädter regen uns z.B. enorm über den erheblichen Straßenverkehr am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer auf: man kann dort beim Spazierengehen sein eigenes Wort nicht mehr verstehen. Wir wären sehr dafür, das komplette Rudolf-von-Bennigsen-Ufer vom Autoverkehr für immer zu befreien und daraus eine schöne Esplanade zu machen, wie z.B. im spanischen Alicante: Esplanada di Alicante. Aus den Parkplätzen würden dann Spiel- und Sportplätze entstehen und die "Werbeanhänger" verschwänden von ganz alleine. Aber wahrscheinlich könnte man diese Idee nur mit den Grüne Hannover umsetzen, oder wie sehen Sie das? Wir wären da auf jeden Fall dabei - dann parken wir unseren Anhänger auch gerne wo anders.
Immer mehr Parkplätze am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer in Hannover werden von Werbetafeln auf Rädern blockiert. Das ärgert Südstadt-Bürgermeister Lothar Pollähne – und auch, dass die Stadt so wenig dagegen tut.