11/06/2026
Hearoes, indeed. Was Veronika Wolter und Thomas Lenarz am vergangenen Montag dem Publikum und Salon-Moderator Joachim Otte zu erzählen hatten, war wirklich beeindruckend. Im Zentrum stand die Cochlea-Implantations-Technologie, die von allen Technik-Kultur-Schnittstellen, die der Literarische Salon in seinen zahlreichen MINT-Abenden in den letzten Jahren und Jahrzehnten thematisiert hat, wohl die wichtigste und direkteste war.
Ob es die atemberaubende Per-Aspera-Ad-Astra-Biografie von Cochlea-Implantat-Trägerin Wolter war, die als erste und bislang einzige ertaubte Frau auf der Welt eine HNO-Klinik leitet, oder die Karriere von Thomas Lenarz, der ihr in Hannover das Implantat einsetzte und seit Beginn seines Wirkens an der Spitze der HNO-Klinik der Medizinische Hochschule Hannover ab den 90er Jahren Hannover an die Spitze der weltweiten Hörforschung brachte: Es sind Geschichten, die man ohne Übertreibung oder falsches Pathos als Heldengeschichten bezeichnen darf.
Neben den persönlichen Geschichten ging es um die wohl schlimmste Folge von (schweren) Hörbehinderungen -- nicht die Stille, sondern die soziale Isolation -- oder um die rasanten technischen Fortschriitte, die die Akustikforschung oder die Mind-Mapping-Neurologie macht.
Außerdem gab es eine Pemiere im Salon: Zum ersten Mal haben wir, neben einer mobilen FM-Anlage/Induktionsschleife, die Veranstaltung in Echzeit verschriftdolmetschen lassen!
Vielen Dank an die HörRegion Hannover sowie an Cochlear Deutschland für die Unterstützung bei der hörgerechten Ausstattung unseres Abends!
Und, wie immer, geht ein herzlicher Dank an die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung für die unschätzbare Förderung der Reihe Spielfeld Gesellschaft!
Fotos: Nerea Lakuntza Photography