25/02/2026
Sanieren steht vor Abbruch – Teil II
Letzte Woche haben wir über die HEGO HÖFE berichtet, bei denen wir eine BIPV-Fassade realisieren durften. Auch dort stand bereits eine zentrale Frage im Raum: Wie viel Bestand kann und sollte erhalten werden?
Gestern führte uns unser Weg nach Wismar. Dort haben wir eine rund 1.250 m² große Fassade aus dem Jahr 2003 untersucht. An sieben Stellen (30×30 cm) wurde das WDVS geöffnet, begutachtet und anschließend zunächst wieder verschlossen.
Die Erkenntnis: In nahezu allen geöffneten Bereichen bestand kein ausreichender Verbund zwischen WDVS und Ortbetonwand. Die notwendige Standsicherheit ist so nicht gewährleistet.
Die naheliegende Konsequenz? Rückbau und Entsorgung von rund 150 Kubikmeter expandiertem Polystyrol-Partikelschaum (EPS).
Unsere Entscheidung? Sanieren statt abreißen.
Wir setzen auf ein Injektionsverfahren - entweder mit mineralischem Mörtel oder mit einkomponentigem, selbstexpandierendem Polyurethan-Klebstoff -, um den fehlenden Haftverbund gezielt herzustellen und die Konstruktion zu ertüchtigen.
Das weitere Vorgehen: Ende März erfolgt die Herstellung von zwei 1 × 1 m großen Probeflächen gemäß dem zuvor ermittelten Raster. Zwei Wochen später werden diese geöffnet und die Klebekontaktflächen überprüft. Bei erfolgreicher Ausbildung des Verbunds wird das Verfahren anschließend auf die Gesamtfläche übertragen.
Für uns bedeutet verantwortungsvolles Planen nicht nur, Neues zu schaffen, sondern Bestehendes intelligent weiterzudenken.
Ökologisch. Wirtschaftlich. Technisch fundiert.
Wir halten euch über die Ergebnisse auf dem Laufenden.
Wenn ihr Fragen zur Sanierung eurer Fassade habt, schreibt uns gern eine Nachricht oder nutzt die Kontaktmöglichkeiten auf unserer Website adaequat.com.