27/08/2026
Essen und Trinken im fürstlichen Kurbad
Um störende Küchengerüche und Brandgefahren von den Gesellschaftsräumen fernzuhalten, wurde in der Kuranlage Wilhelmsbad unter der Erde in einem großen Gewölbekeller gekocht.
Die sogenannte Bergküche gehörte zu einem auf einem kleinen Hügel stehenden Haus. Oben wohnte das Küchenpersonal.
Die fertigen Speisen wurden von der Bergküche aus ins benachbarte Kurhaus, den heutigen Arkadenbau, transportiert.
In direkter Nachbarschaft zur Küche befand sich in fünf Meter Tiefe der Eiskeller. Seine Wände waren bis zu 60 Zentimeter dick. Das im Winter aus dem Braubach gebrochene Eis hielt sich darin bis in den Sommer und kühlte Lebensmittel, Getränke und vorbereitete Speisen.
Der Kurfürst zog sich gerne vom Kurbetrieb in seine nach außen hin als Ruine erscheinenden Burg auf der Halbinsel zurück. Sein Essen kam aus einer eigenen kleinen runden Küche mit vorgebautem Vorratsraum, der Burgküche. Sie befand sich in einer zweiten Ruine direkt neben dem fürstlichen Rückzugsort.